Schlager-Urgesteine Tony Marshall und Roberto Blanco erinnern sich an Costa Cordalis

BRISANT | 08.07.2019 | 17:30 Uhr

Älter sein hat nichts mit schlechter Laune zu tun: Roberto Blanco und Tony Marshall wollen weiter Muntermacher der Nation sein. Auch wenn der Tod ihres Freundes Costa Cordalis eine große Lücke hinterlässt.

Tony Marshall: "Costa Cordalis wird noch in 100 Jahren gehört"

Roberto Blanco und Tony Marshall, die beiden dienstältesten Schlagersänger der Republik, denken nicht ans Aufhören und blicken mit Stolz auf die Künstler ihrer Generation. Im Gegensatz zu manch jüngeren Kollegen und "Sternschnuppen" werde man von Blanco oder von Costa Cordalis noch in 100 Jahren hören, so Marshall.

Marshall und Blanco bleiben "Muntermacher der Nation"

Cordalis war am vergangenen Dienstag (02.07.) im Alter von 75 Jahren auf Mallorca gestorben. "Ich vermisse einen großartigen Kollegen und Freund", sagt Blanco. Und, so Marshall: "Wir haben zusammen viel Spaß gehabt." Die Trauer um ihren Kollegen hält die beiden aber nicht davon ab, weiter ihre Rolle als Muntermacher der Nation zu spielen. Wann man abgeht, sei Schicksal. "Der liebe Gott ist der Chef und entscheidet", so Blanco.

Costa Cordalis: Ein Grieche im Rampenlicht

Costa Cordalis (Aufnahme aus den 70er Jahren)
Bereits im Alter von sieben Jahren begann Costa Cordalis, eigentlich Konstantinos Koriatis, Gitarre zu spielen. Der in Griechenland geborene Musiker kam im Alter von 16 Jahren nach Frankfurt, machte Abitur und begann ein Studium, das er nicht abschloss. Seine Leidenschaft, die Musik, nahm zuviel Zeit in Anspruch. Bildrechte: IMAGO/United Archives
Costa Cordalis (Aufnahme aus den 70er Jahren)
Bereits im Alter von sieben Jahren begann Costa Cordalis, eigentlich Konstantinos Koriatis, Gitarre zu spielen. Der in Griechenland geborene Musiker kam im Alter von 16 Jahren nach Frankfurt, machte Abitur und begann ein Studium, das er nicht abschloss. Seine Leidenschaft, die Musik, nahm zuviel Zeit in Anspruch. Bildrechte: IMAGO/United Archives
Costa Cordalis und Lena Valaitis
1965 brachte Costa Cordalis mit dem Titel "Du hast ja Tränen in den Augen" seine erste Schallplatte heraus - seinen größten Erfolg hatte er 1976 mit dem Titel "Anita", der sich drei Monate in den Top Ten hielt und es dort auf Platz 10 schaffte. Auf dem Foto ist er mit der Sängerin Lena Valaitis in der Hitparade 1985 zu sehen. Bildrechte: IMAGO/United Archives
Costa Cordalis
Costa Cordalis posiert 1988 für Fotografen. Bildrechte: IMAGO
Sänger Costa Cordalis (GRE) nimmt an der Fahrradtour - Tour der Hoffnung - in Berlin teil.
2006 nimmt der Sänger an der Fahrradtour "Tour der Hoffnung" in Berlin teil. Cordalis war auch Leistungssportler, so startete er 1985 in Seefeld in Tirol bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft im Langlauf für sein Heimatland Griechenland. In dieser Disziplin war er zweimal griechischer Landesmeister. Bildrechte: imago/Metodi Popow
Costa Cordalis und seine Frau Ingrid.
Costa Cordalis mit seiner Ehefrau Ingrid in seinem Zuhause in Oberkirch im Schwarzwald. Das Paar ist seit 46 Jahren verheiratet und hat drei Kinder: Lucas, Eva und Angeliki. Die meiste Zeit wohnen Cordalis und seine Familie auf ihrem Zweitwohnsitz auf Mallorca. Bildrechte: imago stock&people
Costa Cordalis mit Tochter Kiki Cordalis beim 20. Hamburger Schlagermove 2016.
Costa Cordalis mit Tochter Kiki beim 20. Hamburger Schlagermove 2016. Bildrechte: imago/Future Image
Costa Cordalis (re.) mit Sohn Lucas (1997)
Costa Cordalis mit seinem Sohn Lucas 1997 bei einem Auftritt. Costa und Lucas Cordalis sind als Duo gern gesehene Gäste in Fernseh-Shows, zum Beispiel bei "Immer wieder sonntags" oder in der "ZDF-Hitparade". Bildrechte: IMAGO
Dschungelkönig Costa Cordalis (re) mit Krone und Zepter und Schauspielerin Mariella Ahrens
2004 nahm Costa Cordalis an der Fernseh-Show "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus" teil und wurde "Dschungelkönig". Die Siegprämie in Höhe von 28.000 Euro spendete er der Kinderkrebshilfe. Auf dem Foto ist er mit der Schauspielerin Mariella Ahrens zu sehen. Bildrechte: IMAGO/Müller-Stauffenberg
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"Never change a winning team"

Nur weil sie über 80 Jahre sind, wollen die beiden nicht plötzlich ins ernste Metier wechseln. "Never change a winning team", so Blanco. "Man soll so bleiben, wie man ist." Er hatte am vergangenen Samstag (06.07.) seinen langjährigen Freund Tony Marshall anlässlich eines Konzerts in Baden-Baden besucht.

Marshall will nach Klinikaufenthalt wieder auf die Bühne

Auch Marshall will nach einem längerem Klinik- und Kuraufenthalt wieder regelmäßig auf die Bühne. Seinem Freund gab er bei dem Treffen in Brenners Park-Hotel ein besonderes Geschenk mit: eine Skulptur, die den Trompeter, Sänger und Entertainer Louis Armstrong darstellen soll. "Für mich war es aber immer Roberto", sagte er über die Skulptur, die demnach Jahrzehnte bei ihm zu Hause stand.

Roberto Blanco
Roberto Blanco mit der Skulptur, die ihm Tony Marshall geschenkt hat. Bildrechte: dpa

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 08. Juli 2019 | 17:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. Juli 2019, 18:49 Uhr

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