Neue Einreiseverordnung Quarantäne nach Urlaub entfällt für Geimpfte, Genesene und Getestete

Eine gute Nachricht für alle Eltern, die den Sommerurlaub mit ihren Kindern im Ausland verbringen möchten. Wer negativ auf das Coronavirus getestet wurde, kann künftig auch ohne Corona-Impfung oder überstandene Infektion die bislang verpflichtende Quarantäne nach der Heimkehr umgehen.

Reisepass, Schutzmaske, Schnelltest und Spritze auf einer Landkarte
Urlaub in einem Risikogebiet? Nun auch OHNE Quarantäne nach der Rückkehr möglich! Bildrechte: IMAGO / avanti

Sommerurlaub im Ausland? Die neue Coronavirus-Einreiseverordnung der Bundesregierung gibt nun auch allen noch nicht Geimpften grünes Licht. Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist und negativ getestet wurde, kommt um die Quarantäne herum. Bis jetzt konnte man sich in den meisten Bundesländern erst fünf Tage nach der Rückkehr freitesten lassen.

Die neue Verordnung macht Hoffnung auf einen Familienurlaub im Ausland. Denn selbst wenn die Eltern geimpft sind, wären ihre Kinder ab einem Alter von sechs Jahren bislang um eine Quarantäne nicht herumgekommen.

Grundsätzlich muss jeder Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet in Quarantäne! Daran ändert auch die neue Verordnung nichts. Doch die häusliche Quarantäne kann vorzeitig beendet werden, wenn ein Genesenennachweis, ein Impfnachweis oder ein negativer Testnachweis über das Einreiseportal der Bundesrepublik übermittelt wird. 

Freitesten nur für Einreise aus Risikogebiet möglich

Die Quarantäne umgehen können nicht geimpfte Einreisende entweder mit einem negativen Antigen-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, oder einem negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist.

Allerdings ist das nur möglich, wenn man aus einem Risikogebiet einreist. Wer aus einem Hochinzidenzgebiet kommt, kann sich weiterhin frühestens nach fünf Tagen Isolation freitesten lassen. Die Einreise aus einem sogenannten Virusvarianten-Gebiet verlangt nach wie vor eine 14-tägige Quarantäne, die nicht verkürzt werden kann.

Ob ein Gebiet als Risiko-, Hochinzidenz- oder Virusvarianten-Gebiet eingestuft ist, erfährt man auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts.

Reisende gehen auf einem Flughafen mit ihren Koffern an einem Schild mit der Aufschrift Corona Test Center entlang
Die Quarantäne durch einen negativen PCR- oder Antigen-Test umgehen kann nur, wer aus einem Risikogebiet einreist. Bildrechte: dpa

Rückkehr aus Auslandsurlaub - was gilt für Geimpfte und Genesene?

Wer vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist oder eine Coronainfektion nachweislich überstanden hat, darf ganz ohne Testnachweis nach Deutschland einreisen und ist auch von einer anschließenden Quarantänepflicht befreit. Es sei denn, der Einreisende kommt aus einem sogenannten Virusvarianten-Gebiet. Dann müssen auch Geimpfte und vollständig Genesene für 14 Tage in Quarantäne. Vorzeitig freitesten lassen kann man sich nicht.

Wer gilt als geimpft oder genesen?

Als geimpft gelten alle Menschen, die mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Vakzin geimpft worden sind. Das sind aktuell die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson. Vollständig geimpft ist, wer die zweite Impfdosis (plus 14 Tage Wartezeit) erhalten hat. Für den Impfstoff von Johnson & Johnson ist nur eine Impfdosis (plus 14 Tage Wartezeit) notwendig.

Als genesen gilt, wer eine Corona-Infektion durch einen mindestens 28 Tage alten positiven PCR-Test nachweisen kann, der wiederum nicht älter als ein halbes Jahr sein darf. Danach soll man den Genesen-Status durch eine einzelne Auffrischungsimpfung aufrecht erhalten können.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 14. Mai 2021 | 17:15 Uhr

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