Lagern, laden, löschen Lithium-Ionen-Akkus - Das sollten Sie wissen

Lithium-Ionen-Akkus stecken in E-Bikes, Handys oder Bohrmaschinen. Was Sie zu den Leichtmetall-Akkus wissen müssen und wie Sie reagieren sollten, wenn der Akku Feuer fängt, erklärt BRISANT hier.

Brisant 5 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Wie lagere ich Lithium-Akkus am besten?

Lithium-Ionen-Akkus oder Lithium-Ionen-Batterien mögen weder Hitze noch Kälte und sollten bei 10 - 20 Grad gelagert werden. Verstauen Sie den Akku in einem trockenen Raum mit Rauchmelder, wenn Sie längere Zeit weder Elektro-Rasenmäher noch E-Bike nutzen. Oder bewahren Sie den Akku in einer geeigneten, feuerfesten Box oder Tasche auf.

Achten Sie darauf, dass der Akku weder komplett entladen ist noch zu lange am Strom hängt. Lassen Sie den Akku beim Laden nicht unbeaufsichtigt. Wird er warm, bläht er sich sogar auf, besteht Explosionsgefahr! Auch nach einem Unfall mit dem Elektrorad sollten Sie den Akku sicherheitshalber von einem Fachbetrieb überprüfen lassen. Ein mechanischer Defekt kann beim nächsten Aufladen einen Kurzschluss auslösen.

Feuerwehreinsatz nach Akkubrand
Das war mal ein E-Bike-Akku, der sich selbst entzündet hatte. Bildrechte: IMAGO / Jonas Walzberg

Wie entsorge ich Lithium-Akkus?

Batterien und Akkus gehören nicht in die Mülltonne. Berühren sich dort die unterschiedlichen Pole, kann das brandgefährlich werden. Vor allem für die Mitarbeitenden in Müllfahrzeugen oder Sortieranlagen. Denn die Akkus können sich selbst entzünden.

Jeder Laden, der Geräte mit Lithium-Ionen-Akkus und -Batterien verkauft, nimmt sie auch wieder zurück. Auch der Wertstoffhof oder Schadstoffmobile nehmen die Akkus unentgeltlich an. Das Leichtmetall Lithium kann nämlich recycelt werden. Kleben Sie am besten die Pole vorher mit Klebeband ab.

Wie lösche ich einen Akku-Brand?

Fängt ein Akku trotz aller Vorsicht doch mal Feuer, sollten Sie die Feuerwehr rufen. Bis zum Eintreffen können Sie mit versuchen, mit Sand zu löschen. Wasser bringt nicht viel, da Lithium auf Wasser schwimmt und in Kontakt mit ihm sogar weiterbrennt.

Effektiver ist jedoch ein spezieller Feuerlöscher für Lithium-Akkus. Sie sind mit Gel oder Silikat (in sogenannten AVD-Löschern) gefüllt, das kühlt bzw. sofort aushärtet und dem Feuer den Sauerstoff entzieht. Denn Akku-Brände können immer wieder aufflammen. Außerdem entstehen giftige Dämpfe.

Brennender Laptop in einer Unterführun
Auch Akkus von Laptops können in Brand geraten. Bildrechte: IMAGO / Future Image

Das gilt natürlich auch für einen Brand des Handys oder des Akku-Bohrschraubers. Denn auch dort sind Lithium-Ionen-Akkus verbaut. Hier finden Sie eine Liste aller Geräte, in denen die Akkus verbaut sein können.

Quelle: BDE/WDR/SR/lithium-info.at

BRISANT

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