Schule Corona: So bereiten Sie Ihr Kind auf ein positives Test-Ergebnis vor

In den Schulen ist jetzt - bis auf wenige Ausnahmen - ein regelmäßiger Corona-Test Pflicht. Doch was passiert, wenn der positiv ausfällt? Wie Sie Ihrem Kind Scham- und Schuldgefühle nehmen, erklärt BRISANT hier.

Corona Schnelltests in der Sporthalle einer Schule
Getestet ist schnell - doch was passiert, wenn das Ergebnis positiv ist? Bildrechte: IMAGO / Reichwein

Tipps zur Vorbereitung auf den Test

Zuallererst: Stellen Sie als Eltern die Vorteile des Selbsttests in der Schule heraus. Dass die Kinder dann in der Schule lernen und ihre Freunde sehen dürfen, statt allein zu Hause zu sitzen.

Den Test kann man auch zuhause mit einem Wattestäbchen üben. Und nicht nur das Stäbchen in die Nase führen - zwei Zentimeter ist weniger tief als so mancher Popelfinger - sondern hinterher das Stäbchen in ein Röhrchen stecken und ein bisschen dran herumdrücken. Das macht den meisten Kindern sogar Spaß! Trauen Sie Ihrem Kind etwas zu!

Wenn das Ergebnis des Selbsttests positiv ist

  • Das positive Ergebnis eines Antigen-Tests bedeutet nicht automatisch eine Infektion (falsch-positiver Test). Ein weiterer Test beim Kinderarzt oder im Testzentrum gibt Gewissheit.
  • Nehmen Sie Ihrem Kind die Angst, schwer krank zu werden oder gar zu sterben. Bei Kindern verläuft eine Corona-Infektion meist harmlos.
  • Erklären Sie dem Kind, dass eine Infektion mit dem Coronavirus jeden treffen kann und das Kind nicht Schuld ist, wenn es sich angesteckt hat.
  • Das Kind sollte keine Angst bekommen, eine Gesundheitsgefahr für andere zu sein. Mit den entsprechenden Maßnahmen können Lehrer, Eltern oder Geschwister geschützt werden.

Eine Schülerin macht einen Corona-Selbsttest.
Eine Schülerin macht einen Corona-Selbsttest. Bildrechte: dpa

Wenn ein Mitschüler positiv ist

  • Das Kind sollte sich so verhalten, wie es selbst behandelt werden möchte, wenn der eigene Test positiv wäre.
  • Niemand in der Klasse sollte ausgelacht, verspottet oder gar ausgegrenzt werden!
  • Wenn der Freund/die Freundin betroffen ist, sollte das Kind noch am selben Tag Kontakt aufnehmen, zum Beispiel anrufen oder Videotelefonieren. Dann fühlt sich das andere Kind weniger allein.

Tipps für Schulen

Zeigt der Antigen-Test ein positives Ergebnis an, muss das Kind je nach Alter aus dem Klassenverband in ein freies Zimmer wechseln. Dort wartet es darauf, von den Eltern abgeholt zu werden. Ist es schon älter, darf es selbstständig die Schule verlassen. Besonders das "Absondern" aus dem Klassenverband ist für das Kind schlimm.

Henrike Paede, Vizevorsitzende des Bayerischen Elternverbands (BEV), nannte dem "Merkur" gegenüber sogenannte Gummibärchen-Zimmer in einigen Schulen, die es den Kindern "nett machen" und wo sie auf ihre Eltern warten können. Fragen Sie an Ihrer Schule nach, ob ein bestimmtes "Sonderzimmer" geplant wurde und wie es gestaltet ist - für den Fall der Fälle.

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Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 12. April 2021 | 17:15 Uhr

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