Nachgefragt! Fragen & Antworten zum Corona-Virus COVID-19

Das neuartige Coronavirus hatte sich zuletzt in Italien stark ausgebreitet, jetzt werden auch in Deutschland neue Fälle bestätigt. Die Bundesregierung bereitet sich auf eine mögliche Zunahme der Zahlen vor, ebenso Krankenhäuser, Ärzte und Apotheker. Wie kann sich die Bevölkerung auf eine weitere Ausbreitung der Epidemie vorbereiten - oder diese sogar verhindern?

Quarantäne Corona-Virus
Wie kann sich die Bevölkerung auf eine weitere Ausbreitung des Coronavirus vorbereiten - oder diese sogar verhindern? Bildrechte: Colourbox.de

Wie wird das Coronavirus übertragen?

Das Virus springt von Mensch zu Mensch über - auch, wenn ein Infizierter nur leichte oder keine Symptome zeigt. Denn das Coronavirus kann bereits während der Inkubationszeit übertragen werden. Laut Robert-Koch-Institut wird das Virus über Sekrete der Atemwege weitergegeben. Dass sich das Virus über sogenannte unbelebte Oberflächen überträgt, ist bislang nicht belegt.

Was kann jeder Einzelne dazu beitragen, dass sich das Virus nicht weiter ausbreitet?

Jeder Einzelne kann schon jetzt dabei helfen, mögliche Infektionsketten zu unterbrechen, indem er sich vor einer Schmier- und Tröpfcheninfektion schützt. Dazu gehört

  • regelmäßiges und sorgfältiges Händewaschen,
  • Händeschütteln und Umarmungen zu vermeiden,
  • mindestens ein bis zwei Meter Abstand zu Erkrankten halten,
  • Schleimhäute im Gesicht nicht mit den Händen berühren,
  • in die Armbeuge statt in die Hand niesen oder husten,
  • benutzte Taschentücher umgehend entsorgen,
  • belebte Orte und Veranstaltungen meiden.

Falls es eine intensivere Übertragungswelle in einzelnen deutschen Regionen geben sollte, können sich Bürger auf mögliche Engpässe und Einschränkungen vorbereiten. Auch hierzulande werden Kontaktpersonen gebeten, sich für die Inkubationszeit von zwei Wochen in häusliche Isolation zu begeben.

Gibt es genug Medikamente und Desinfektionsmittel gegen das Coronavirus?

Medikamente, die gegen das Coronavirus wirken, gibt es bislang nicht. In Sachen Desinfektionsmittel könnte es in den Apotheken bald zu Engpässen kommen. Atemschutzmasken sind bereits weitgehend ausverkauft. Allerdings sind die laut Robert-Koch-Institut in erster Linie für akut Erkrankte und Ärzte sinnvoll.

Was tun bei Husten und Fieber?

Wer sich in einem Risikogebiet aufgehalten hat oder Kontakt zu nachweislich mit dem Coronavirus erkrankten Person hatte, sollte Kontakt zu anderen Personen meiden und sich unverzüglich beim Gesundheitsamt melden. Nach einer individuellen Analyse werden dann die weiteren Schritte festgelegt und die Behandlung koordiniert. Gleiches wird bei Husten und Fieber empfohlen.

Kann man sich mit COVID-19 mehrfach anstecken?

Endlich eine gute Nachricht! Am Corona-Virus kann man nur einmal erkranken. Bereits bei der ersten COVID-19-Erkrankung werden neutralisierende Antikörper gebildet. Danach ist man gegen das Virus immun.

Urlaub in Zeiten des Corona-Virus ...

Hat man eine Reise in eines der Hochrisko-Gebiete in Norditalien gebucht, sollten sich Pauschalreisende mit ihrem Reiseveranstalter in Verbindung setzen und auf eine Ersatzreise in ein anderes Gebiet drängen. Solange es keine Abriegelung oder seitens des Auswärtigen Amts keine explizite Reisewarnung gibt, kann nur auf Kulanz kostenfrei storniert werden. Wird man während eines Urlaubs zum Quarantänefall, ist der Reiseanbieter in der Pflicht, für Hilfe, Umbuchungen und Mehrkosten aufzukommen.

Individualreisende haben es deutlich schwerer: Sie müssen Storno-Bedingungen und etwaige Mehrkosten mit Hotels und Fluggesellschaften individuell aushandeln.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 26. Februar 2020 | 17:15 Uhr

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