Hund schläft
An Demenz können auch Hunde leiden. Was hilft den betroffenen Vierbeinern? Bildrechte: Colourbox

Wenn das Gedächtnis schwindet Gibt's auch bei Hunden: Demenz

BRISANT | 09.08.2019 | 17:15 Uhr

Nicht nur der Mensch, auch seine tierischen Begleiter erfreuen sich eines immer höheren Lebensalters. Mit dem einher geht eine Krankheit, von der auch Hunde und Katzen zunehmend betroffen sind: Demenz. Wie äußert sie sich bei Haustieren - und was verschafft den tierischen Patienten Linderung?

Hund schläft
An Demenz können auch Hunde leiden. Was hilft den betroffenen Vierbeinern? Bildrechte: Colourbox

Auf den ersten Blick sieht man ihnen nichts an, auf den zweiten wirken an Demenz erkrankte Hunde orientierungslos, zeigen sich besonders anhänglich und in ihrem Wesen verändert. Die tückische Krankheit wird immer wieder auch bei Vierbeinern diagnostiziert. Bei Hunden und Katzen nennt man sie jedoch nicht Demenz, sondern CDS. Die Abkürzung steht für Kognitives Dysfunktionssyndrom. Auffällig sind zunächst die Verhaltensänderungen eines meist älteren Tieres. Erkrankte Hunde können ängstlich oder aggressiv werden, sich in der gewohnten Umgebung verlaufen, den Futternapf nicht wiederfinden, vergessen, was "Hund" mit einem Knochen macht oder auch ganz besonders anhänglich werden.

Was passiert bei einer Hunde-Demenz?

Hund spielt mit Ball
Leidet an Hund an Demenz, können auch langjährige Spielgewohnheiten in Vergessenheit geraten. Bildrechte: colourbox

Grund für die schleichende Wesensveränderung des erkrankten Tieres ist - ähnlich wie beim Menschen - das Absterben von Nervenzellen im Gehirn. Betroffen sind meist die empfindlichen, in der Neuhirnrinde gelegenen Zellen, die für Lernen, Gedächtnis und Bewusstsein zuständig sind. Warum davon nur ein Teil der Tiere (und Menschen) betroffen ist, darüber rätseln Wissenschaftler bis heute. Doch immerhin leiden mittlerweile etwa 60 Prozent aller elfjährigen Hunde an CDS.

Was tun, wenn mein Hund an Demenz erkrankt ist?

ein kranker Hund liegt mit einem feuchten Tucj auf dem Kopf in seinem Hundkörbchen
Demenz lässt sich nicht stoppen oder rückgängig machen, wohl aber verlangsamen. Bildrechte: colourbox

Stoppen oder Verhindern kann man eine fortschreitende Demenz weder bei Mensch noch Tier. Medikamente und spezielle Übungen (z.B. Konzentrationstraining) können jedoch helfen, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen. Dabei ganz wichtig sind Liebe und Zuneigung, um den tierischen Patienten Sicherheit zu geben. Ab einem gewissen Grad der Demenz wird eine Rundumbetreuung notwendig. Denn: Auch bei Tieren ist Demenz ein Abschied auf Raten.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 09. August 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. August 2019, 11:29 Uhr