Ratgeber E-Bikes immer beliebter: Auf diese Details sollte man beim Kauf achten

BRISANT | 15.04.2019 | 17:15 Uhr

Ob in der Stadt, auf dem Land oder in den Bergen: Die Beliebtheit von motorunterstützten Fahrrädern nimmt stetig zu. Wir verraten, worauf man beim Kauf der gefragten Elektro-Bikes achten sollte.

Frau auf einem Elektrofahrrad
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Auf gut 2,5 Millionen Elektrofahrrädern sind die Deutschen derzeit unterwegs. Besonders in Großstädten setzen viele Radfahrer auf die motorunterstützenden Räder, denn sie sind vor allem praktisch. Allerdings sind sie auch deutlich teurer als herkömmliche Fahrräder. Um eine Enttäuschung zu umgehen, sollte man schon vor dem Kauf wissen, welche Kriterien das gewünschte Zweirad erfüllen soll.

Welches Elektrofahrrad ist für die eigenen Bedürfnisse geeignet?

Sich selbst vor dem Kauf zu fragen, welche Eigenschaften das eigene Elektrofahrrad besitzen sollte, ist ausschlaggebend für die Kaufentscheidung. Wer zum Beispiel gern lange Strecken mit dem Rad fahren möchte, sollte auf andere Eigenschaften am Elektrofahrrad achten, als jemand, der sein Rad gern immer mit dabei hat und häufig transportiert. Deshalb ist zu empfehlen, sich bei verschiedenen Fachhändlern Meinungen einzuholen und sich umfangreich beraten zu lassen.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Mann mit Fahrradhelm und E-Bike
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  • Elektrofahrräder haben ein Eigengewicht von ca. 25 Kilo, bei der Gesamtbelastung kommen sie also schnell an ihre Grenzen. Wer große Touren mit Gepäck plant, sollte auf ein hohes zulässiges Gesamtgewicht achten und einen Akku mit großer Reichweite.
  • Wer sein Elektrofahrrad regelmäßig nutzen möchte, braucht einen Akku mit entsprechender Reichweite. Einige Hersteller bieten für das gleiche Rad unterschiedlich starke Akkus an, die Sie an Ihre Bedürfnisse anpassen können. Wenn Sie beispielsweise regelmäßig 40 Kilometer fahren wollen, nehmen Sie lieber einen Akku mit 100 Kilometern Reichweite. Den müssten Sie dann nur alle zwei Tage laden. Das schont die Kapazität des Akkus.
  • Elektrofahrräder sind fürs tägliche Tragen in Wohnung oder Keller zu schwer. Ein guter Abstellplatz wäre sinnvoll.
  • Man sollte sich nur dann ein Elektrofahrrad kaufen, wenn man sich im Verkehr wirklich sicher fühlt. Durch die zusätzliche Energie ist man schnell unterwegs und man muss das Rad sicher beherrschen.
  • Probefahrten mit unterschiedlichen Elektrofahrrädern werden unbedingt empfohlen.
  • Die Anschaffungskosten für ein Elektrorad liegen bei ungefähr 1.500 Euro.

Welche Unterschiede gibt es zwischen einem E-Bike und einem Pedelec?

Die meisten aller in Deutschland angebotenen Elektrofahrräder sind eigentlich Pedelecs. Das steht für Pedal Electric Cycle. Dennoch hat sich der Begriff nicht im Alltagsgebrauch durchgesetzt und die meisten sprechen vom E-Bike, obwohl sie das Pedelec meinen. 

Ein Pedelec ist ein Fahrrad, welches mit einem Motor das Treten unterstützt. Man entscheidet also selbst beim Radeln, wie viel motorisierte Unterstützung man zulassen möchte. Dabei ist allerdings nur eine Höchstgeschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde erlaubt. Alles darüber hinaus darf nur mit der eigenen Körperkraft erreicht werden. Juristisch gesehen ist ein Pedelec einem Fahrrad (laut europäischen Richtlinien) gleichgestellt. Damit wird weder ein Versicherungszeichen noch ein Führerschein zum Fahren benötigt und es besteht keine Helmpflicht. Wer bei einer Radtour gänzlich auf die Motorunterstützung verzichten möchte, kann sie allerdings auch ohne weiteres ausschalten und herkömmlich mit dem Rad fahren.

E-Bikes hingegen unterstützen den Fahrer zwar beim Treten, bewegen sich allerdings auch alleine mit Hilfe des eingebauten Motors. Sie können auf Knopfdruck ohne Pedalunterstützung fahren. Wer sich für ein E-Bike entscheidet, sollte also wissen, dass es zur Gattung der Mofas (motorisiertes Fahrrad) gehört. Sie dürfen eine Motorleistung von 500 Watt haben und auf nicht mehr als 20 Kilometer pro Stunde beschleunigen. Für die Nutzung werden ein Mofa-Führerschein, eine Betriebserlaubnis und ein Versicherungskennzeichen benötigt. Eine Helmpflicht besteht allerdings nicht. Sie verfügen demnach über eine Anfahr- und Schiebehilfe, was sich im Hinblick auf das Gewicht der Fahrräder als sehr praktisch erweist.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 15. April 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. April 2019, 17:00 Uhr

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