E-Scooter
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Moderne Verkehrsmittel Das müssen Sie über E-Scooter wissen

BRISANT | 16.08.2019 | 17:15 Uhr

E-Scooter haben europäische Großstädte wie Paris, Kopenhagen oder auch Wien bereits im Sturm erobert. Jetzt sind sie auch in Deutschland allgegenwärtig. Rechtslage, Versicherung, Helmpflicht: Wir sagen, was Sie auf deutschen Straßen beachten müssen.

E-Scooter
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Welche gesetzlichen Vorschriften gibt es?

Eine Fahrerlaubnis ist nicht nötig. Die als Elektrokleinstfahrzeug geltenden E-Scooter dürfen maximal 20 Stundenkilometer schnell sein. Die Fahrer müssen mindestens 14 Jahre alt sein und dürfen nur auf Radwegen fahren - oder auf der Straße, wenn es keinen Radstreifen gibt. Gehwege sind hingegen tabu. Vorgeschrieben ist eine selbstklebende Haftpflicht-Versicherungsplakette, die hinten angebracht werden muss.

Was kostet die Versicherung?

Erste Anbieter nennen für die Haftpflicht Preise von rund 30 Euro jährlich - für jüngere Fahrer ist es meist teurer als für ältere. Da die Haftpflicht nur Schäden an Dritten abdeckt, sollten Fahrer für sich selbst eine Unfallversicherung abschließen. Rollerbesitzer können auch Kaskoversicherungen abschließen, die beispielsweise bei Diebstahl bezahlen.

E-Scooter auf einem Gehsteig
Solche E-Scooter-Stationen gibt es jetzt immer häufiger in Deutschland zu sehen. (Archiv). Bildrechte: imago images / Viennareport

Sind die Geräte sicher?

Eine Pflicht zum Helmtragen gibt es nicht, auch wenn das viele Experten empfehlen. Die Dekra erwartet, dass es in der ersten Zeit zu zahlreichen Unfällen kommen wird, bis sich alle Verkehrsteilnehmer an die neuen Gefährte gewöhnt haben. Sie empfiehlt auch, sich nicht sofort ins Verkehrsgetümmel zu stürzen, sondern sich vorher mit den Fahreigenschaften des Rollers gut vertraut zu machen. "Vor allem die Kombination aus Mini-Rädern und hohem Lenker ist brisant", erklärt der Dekra-Unfallforscher Markus Egelhaaf. "Bremst der Fahrer bei flotter Fahrt zu stark mit der Vorderradbremse ab oder verlagert er sein Gewicht beim Bremsen nicht genug nach hinten, droht ein Sturz über die Lenkstange." Außerdem sei wegen der kleinen Räder auf nasser, verschmutzter und unebener Fahrbahn mit erhöhter Sturzgefahr zu rechnen.

Darf ich betrunken E-Scooter fahren?

Anders als bei Fahrrädern oder E-Bikes gelten für E-Scooter die strengeren Promillegrenzen für Kraftfahrzeuge. Das heißt, für Fahranfänger gilt die 0,0 Promillegrenze, für alle anderen Fahrer ist mit 0,5 Promille Alkohol im Blut Schluss. Ansonsten drohen Bußgeld und Fahrverbot.

Ein Mann fährt mit einem E-Scooter auf der Straße.
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Darf ich den E-Scooter im Bus mitnehmen?

Das dürfen die Bus- und Bahnanbieter selbst regeln. Die Deutsche Bahn will im Fernverkehr beispielsweise keinen Aufpreis verlangen. Im Nahverkehr können die Verkehrsbetriebe Extra-Tickets verlangen oder die Mitnahme zu Hauptverkehrszeiten verbieten.

Was kosten Knöllchen und Co.?

Bei Verstößen werden Bußgelder fällig - etwa 70 Euro, wenn man mit einem E-Scooter ohne Allgemeine Betriebserlaubnis unterwegs ist. Fahren ohne Versicherungsaufkleber kostet 40 Euro, ein Verstoß gegen Beleuchtungsvorschriften 20 Euro.

Wer auf nicht zulässigen Verkehrsflächen unterwegs ist oder doch nebeneinander fährt, muss 15 Euro zahlen - mit Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer 20 Euro, mit Gefährdung 25 Euro, mit Sachbeschädigung 30 Euro. Überwacht werden sollen die Regeln bei üblichen Verkehrskontrollen.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 16. August 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. August 2019, 14:32 Uhr

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