Frauen häufiger betroffen als Männer Essstörungen - Magersucht, Bulimie, Essattacken

Informationen zu Ursachen, Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten für Essstörungen finden Sie hier. Außerdem erfahren Sie, wo und wie Betroffene Hilfe finden können.

Eine Person sitzt mit angezogenen Beinen neben einer Waage
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Essstörungen wie Magersucht, Bulimie und Essattacken, treten im Vergleich zu Depressionen eher selten auf. Etwa ein Prozent der Frauen erkranken in Deutschland während ihres Lebens an Magersucht und etwa zwei Prozent der Frauen an Bulimie. Etwa zwölfmal häufiger als Männer erkranken Frauen an Magersucht bzw. Bulimie. An Essattacken erkranken zwischen zwei bis drei Prozent der Bevölkerung. Frauen sind hiervon etwa doppelt so häufig betroffen. Essstörungen beginnen meistens im Jugend- oder im frühen Erwachsenenalter und gehen oft mit Depressionen, Angststörungen und Missbrauch von Alkohol, Drogen oder Medikamenten einher. Meist haben Essstörungen mehrere Ursachen: etwa ein übertriebenes Schönheitsideal oder sexuellen Missbrauch.

Magersucht

Magersucht äußert sich in erster Linie durch extremes Untergewicht, das durch unregelmäßiges Essen, exzessive sportliche Betätigung, Appetitzügler oder Erbrechen herbeigeführt wird. Das Gewicht liegt meist mindestens 15 Prozent unter dem normalen Gewicht. Die starke Unterernährung wiederum führt u. a. häufig zu niedrigem Blutdruck, Beschwerden im Unterleib, Zahnausfall, Eiweiß- und Mineralienmangel.

Bulimie

Patienten, die unter Bulimie leiden, sind nicht gleich optisch erkennbar: Sie haben normales Gewicht, sind aber ständig mit dem Essen beschäftigt, weil sie Angst haben, zu dick zu werden. Deshalb wechseln sich Heißhungerattacken und Erbrechen bei ihnen meist ab. Patienten mit Essattacken sind dagegen meist übergewichtig, weil sie ihre Heißhungerattacken nicht mit Erbrechen oder exzessiver sportlicher Betätigung ausgleichen.

Behandlungsmethoden bei Essstörungen
Stationäre Behandlung Besteht aufgrund des starken Untergewichtes eine körperliche Gefährdung, müssen Essstörungen im Krankenhaus behandelt werden. Anschließend wird eine psychotherapeutische Behandlung empfohlen.
Psychotherapie Bei allen Essstörungen wird eine Psychotherapie empfohlen. In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, die Familie aktiv in die Behandlung einzubeziehen. Die wichtigsten Ziele sind die Normalisierung des Essverhaltens und Gewichts und eine Behandlung der psychischen Beschwerden und Probleme. Dabei sollte auch ein angemessenes Selbstwertgefühl und soziale Kompetenzen entwickelt werden.

(Quelle: Bundespsychotherapeutenkammer)

Telefonseelsorge in Deutschland 0800 - 111 0 111
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(gebührenfrei)

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 23. Mai 2020 | 17:10 Uhr

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