So können Sie sich schützen Telefonbetrug und Co. durch falsche Polizisten

BRISANT | 06.12.2018 | 17:15 Uhr

Immer wieder sind Betrüger unterwegs, die sich als Polizisten ausgeben, um in den Besitz von Geld und anderen Wertgegenständen ihrer Opfer zu gelangen. Hier sind einige Maschen der Betrüger aufgelistet, außerdem gibt es Praventionstipps für potentielle Opfer.

Ein Telefonhörer ist vor einem Plakat der Polizei NRW mit der Aufschrift "Achtung: Hier spricht nicht die Polizei" zu sehen
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Männer geben sich als Polizisten aus. 5 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

BRISANT Do 06.12.2018 17:15Uhr 04:31 min

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Wie gehen Betrüger vor?

An der Haustür schrecken sie nicht davor zurück, gefälschte Dienstausweise vorzuzeigen, um sich Zutritt in die vier Wände ihrer Opfer zu verschaffen, um Schmuck und Bargeld zu stehlen.

Per Post oder E-Mail fordern sie ihre Opfer zur Zahlung höherer Geldsummen auf: Sie verschicken beispielsweise Haftbefehle mit der Aufforderung, die im Schreiben genannte Geldstrafe zu bezahlen, ansonsten drohe die Inhaftierung.

Am Telefon versuchen sie ihre Opfer unter verschiedenen Vorwänden, dazu zu bringen, Geld- und Wertgegenstände im Haus oder auf der Bank an einen Unbekannten zu übergeben, der sich ebenfalls als Polizist ausgibt. Dazu behaupten die Betrüger beispielsweise, dass Geld- und Wertgegenstände bei ihren Opfern zu Hause oder auf der Bank nicht mehr sicher seien oder auf Spuren untersucht werden müssten. Dabei nutzen die Täter eine spezielle Technik, sogenanntes Spoofing, das bei einem Anruf auf der Telefonanzeige der Angerufenen die Polizei-Notrufnummer 110 oder eine andere örtliche Telefonnummer erscheinen lässt.

Ein Kurzfilm der Polizei Reutlingen zeigt die Vorgehensweise der Betrüger am Telefon: Ein nachgestelltes Täter-Opfer-Gespräch am Telefon macht deutlich, wie die Täter das Vertrauen der Menschen in die Polizei ausnutzen.

Was gilt es zu beachten?

Bei Anrufen mit ungewöhnlichen Ziffern oder Vorwahlnummern, die man nicht kennt, sollte man nicht zurückrufen. Außerdem ist bei der Weitergabe der persönlich Daten Daten Vorsicht geboten. Diese sollte man Fremden am Telefon auf keinen Fall nennen. 

Doch zurückgerufen - was nun?

Sobald klar ist, dass es sich um einen unseriösen Anruf gehandelt hat, sollte man schnell auflegen. Außerdem sollte der Vorfall der Bundesnetzagentur gemeldet werden.

ILLUSTRATION - Ein Mann hält einen Telefonhörer in der Hand.
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Allgemeine Tipps der Polizei

  • Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung
  • Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt
  • Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten
  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen
  • Die "echte" Polizei ruft niemals unter der Telefonnummer 110 an, dies ist ausschließlich eine Notrufnummer

Quellen: mdr um 4, polizei-praevention.de, polizei-beratung.de

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 06. Dezember 2018 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 06. Dezember 2018, 15:30 Uhr

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