Strenge Hygienevorschriften Trotz Corona-Krise in den Freizeitpark - was muss man beachten?

Nach mehreren Wochen Corona-Lockdown haben die ersten Freizeitparks ihre Pforten geöffnet. Wie vermeidet man lange Warteschlangen - und welche Regeln gilt es zu beachten, um eine Ausbreitung von bzw. eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu verhindern?

Symbolbild - Freizeitpark
Nach dem Corona-Lockdown haben jetzt die ersten Freizeitparks wieder geöffnet! Bildrechte: imago/Westend61

Wie mit vielen anderen Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, liegt die Entscheidung über die Wiedereröffnung der Freizeitparks bei den einzelnen Ländern.

In den meisten größten Parks können Besucher wieder Achterbahn fahren und Zuckerwatte verdrücken. Der Holiday-Park in Haßloch öffnet erst am 10. Juni. Wann der Hansa-Park in Sierksdorf seine Tore aufschließt, ist noch nicht klar - auf jeden Fall nicht vor dem 9 Juni.

Belantis
BEALANTIS, der größte Freizeitpark in Mitteldeutschland. Bildrechte: imago images/Steffen Schellhorn

Weitgehend einheitliche Corona-Regeln

Die neuen Corona-Regeln gelten mit kleinen Abweichungen für sämtliche Parks:

  • Einhaltung der Abstandsregel von 1,5 Metern
  • Tragen einer Gesichtsmaske ab einem Alter von sechs Jahren - auch in den Fahrgeschäften
  • Begrenzte Besucherzahl, vorgegebene Routen und Wartezonen, um Menschenansammlungen zu vermeiden
  • Regelmäßige Reinigung und Desinfektion häufig genutzter Flächen
  • Vorkehrungen, um die Nachverfolgbarkeit von Kontakten zu gewährleisten

Legofigur mit Mund-Nasen-Maske am Legoland Deutschland.
In allen Freizeitparks gilt für Besucher ab einem Alter von sechs Jahren eine Maskenpflicht. Bildrechte: imago images/Future Image

Ticket unbedingt im Vorfeld online kaufen!

Um Zugangsbegrenzungen und Besucherlenkung umsetzen zu können, sind fast alle großen Freizeitparks auf ein reines Online-Ticket-System umgestiegen. Das bedeutet, dass man sein Ticket für einen ganz bestimmten Tag und ein konkretes Zeitfenster im Vorfeld kaufen muss.

Darüber hinaus sind die Freizeitparks bemüht, ihren Besuchern die Einhaltung der Corona-Regeln so leicht wie möglich zu machen. Wer seine Maske vergessen hat, kann fast überall ein Einweg-Modell erwerben. Außerdem sollen in sämtlichen Parks Desinfektionsmittelspender bereit stehen.

Der Europapark Rust plant sogar, mit mobilen "Desinfekteuren" zu arbeiten.

Einschränkungen müssen in Kauf genommen werden

Trotzdem werden den Beschränkungen auch einige Attraktionen zum Opfer fallen müssen. Fahrgeschäfte, in denen es besonders eng zugeht (Geisterbahn), Kinderschminken, Mitmach-Aktionen, Kinovorstellungen oder auch die Auftritte von Straßenkünstlern können zum Teil nicht stattfinden.

Manche Fahrgeschäfte dürfen nur von Angehörigen einer Familie bzw. der gemeinsam angereisten Personengruppe genutzt werden. Und wird es an einer Stelle zu voll, kann eine Attraktion auch schon mal für weitere Besucher gesperrt werden.

Einschränkungen wird es auch bei den gastronomischen Angeboten vor Ort geben. Restaurants dürfen lediglich eine eingeschränkte Gästezahl bewirten, einige bleiben sogar ganz geschlossen. Bei Kiosk-Angeboten sollte man darauf achten, wo die erworbenen Speisen verzehrt werden dürfen.

Heidepark Soltau
Informieren Sie sich vorab, welche Attraktion ggf. geschlossen bleiben muss. (Bild: Heidepark Soltau) Bildrechte: imago/Hoch Zwei Stock/Angerer

Lange Warteschlangen vermeiden - so geht's!

Worauf sich Besucher einstellen sollten, sind lange Warteschlangen. Denn selbst bei einer geringeren Kapazität dürften Abstand, Zugangsbeschränkungen und zusätzliche Desinfektion ihre Zeit dauern. Doch vielleicht hilft der ein oder andere Trick, nicht ganz so lange warten zu müssen...

Nicht zu früh anreisen
Der Besuch eines Freizeitparks ist nicht billig. Um möglichst viel vom Tag zu haben, reisen viele Besucher bereits zeitig an. Wählen Sie ein späteres Zeitfenster - und schon könnte die Warteschlange um einiges kürzer sein.

Strategische Planung des Besuchs
Die erste große Attraktion eines Freizeitparks ist für viele Gäste der erste Anlaufpunkt ihres Besuchs. Entsprechend lang ist dort auch die Warteschlange. Machen Sie es einfach andersrum! Gehen Sie zum anderen Ende des Parks und arbeiten Sie sich entgegen des Besucherstroms durch die einzelnen Attraktionen. Folgen Sie aber dennoch der vorgegebenen Route!

Nutzen Sie die Mittagszeit
Zwischen 12 und 14 Uhr werden die Wartezeiten an den Fahrgeschäften der meisten Freizeitparks immer kürzer. Der Grund? Die Besucher sind hungrig und wollen Mittag essen. Machen Sie's anders! Essen kann man auch davor oder danach, dann muss man nämlich auch an den Imbissen nicht ganz so lange anstehen.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 06. Juni 2020 | 17:10 Uhr

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