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Ohne sichere Passwörter und umsichtigem Verhalten macht man es Hackern leicht. (Smybolbild) Bildrechte: dpa

CyberkriminalitätSichere Passwörter, Phishing und Co. - So schützen Sie sich gegen Hacker und Datenklau

Stand: 27. Januar 2023, 17:54 Uhr

Über Ihren Facebook-Account werden Nachrichten verschickt, die nicht von Ihnen stammen? Auf der Kreditkartenabrechnung erscheinen Bestellungen, die Sie nicht aufgegeben haben? Cyberkriminalität trifft zunehmend auch Privatpersonen. Denn die machen es den Kriminellen oft viel zu leicht, an ihre Daten zu kommen. Wie kann man seine Daten auch im Netz vor Zugriffen schützen? BRISANT gibt Tipps.

Nutzen Sie ein und dasselbe Passwort für unterschiedliche Konten? Damit sind Sie keine Ausnahme, doch Cyberkriminellen bereiten Sie damit ein leichtes Spiel. Kommen die nämlich an nur eines Ihrer Passwörter - können sie auch andere Online-Zugänge nutzen.

Lassen Sie sich von einem sogenannten Passwort-Manager bzw. Passwort-Generator helfen. Damit können Sie sichere und eindeutige Passwörter für jedes Ihrer Konten erstellen. Der Passwort-Manager verschlüsselt die einzelnen Passwörter und speichert sie in einem sicheren virtuellen Tresor. Sie müssen sich weiterhin nur ein Passwort merken - das Master-Passwort - und dürfen das natürlich nicht auf ihrem Endgerät speichern.

Ist ein Passwort mit Hilfe eines Passwort-Managers erstellt worden, haben Hacker es schwer. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Passwörter mit Bedacht erstellen

Für Passwörter sollten Sie immer die maximal zulässige Anzahl von Zeichen nutzen. Seinem Browser sollte man niemals erlauben, sich Passwörter für Konten zu merken.

Darüber hinaus sollte man nie die eigenen Zugangsdaten von einer Website oder sozialen Medien nutzen, um sich bei anderen Websites anzumelden oder ein Konto zu erstellen - so bequem das auch ist.

Verwenden Sie Benutzernamen und Passwörter, die weder Ihren echten Namen noch Ihre E-Mail-Adresse oder Hinweise auf Ihr Geburtsdatum enthalten.

Für sichere Passwörter gibt es einige Regeln. (Symbolbild) Bildrechte: imago/Panthermedia

Mit Online-Freigaben geizen

Online-Speicher sind praktisch und sicher. Allerdings nur, wenn Sie Ihre Daten nicht für die ganze Welt freigeben. Überlegen Sie genau, wer Zugriff auf welche Daten erhalten darf. Persönliche Daten wie Geburtsort und -name, Adresse usw. haben in sozialen Netzwerken nichts zu suchen.

Verwenden Sie stets die strengsten Datenschutzeinstellungen und wählen Sie Ihre "Freunde" sorgfältig aus. Auch Quiz-Fragen oder Spiele in Sozialen Medien haben meist nur die eine Funktion: nämlich Ihre persönlichen Daten zu erfassen. Auch Apps sollten nur aus App-Stores heruntergeladen werden. E-Mail-Anhänge öffnet man nur, wenn man den Absender kennt, Phishing-Mails sollten grundsätzlich ignoriert werden.

Kennt man den Absender einer Mail nicht, sollten Anhänge und Links grundsätzlich nicht geöffnet werden. (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO/Rolf Poss

Daten auch zu Hause schützen

Selbst in den eigenen vier Wänden ist man vor Datenklau nicht sicher. Für ein drahtloses Heimnetzwerk sollten deshalb nur Geräte verwendet werden, bei denen man das Kennwort ändern und Sicherheitseinstellungen verwalten kann. Alte Telefone, Laptops und Speichergeräte sollten stets sicher entsorgt werden.

Installieren Sie auf Rechner und Smartphone ein gutes Antiviren-Programm. Damit reduzieren Sie das Risiko, dass Betrüger an Ihre Daten gelangen. Und: Laden Sie regelmäßig Updates für Ihre Geräte und Browser herunter.

Darüber hinaus sollte man einige nicht-technische Maßnahmen zum Schutz der eigenen Identität treffen: täglich den Briefkasten leeren, auf Direktwerbung verzichten und alle persönlichen Dokumente mithilfe eines Aktenvernichters unkenntlich machen, bevor man sie entsorgt.

Persönliche Dokumente gehören in den Aktenvernichter vor einer Entsorgung. (Symbolbild) Bildrechte: imago/Ikon Images

Privatsphäre in der Öffentlichkeit schützen

Öffentliche WLAN-Netze sollten nur mit Vorsicht genutzt werden. Für Buchungen, Online-Einkäufe und -Banking sind sie nicht geeignet. Verzichten Sie auf die Eingabe jeglicher persönlicher Daten, wenn Sie nicht Ihr privates Netz nutzen können.

Umständlich aber sinnvoll: Multifaktor-Authentifizierung

Viele Anwender scheuen die Multifaktor-Authentifizierung, weil sie ihnen zu umständlich erscheint. Allerdings müssen Sie in der Regel nach Eingabe von Benutzernamen und Passwort lediglich einen Code eingeben, der Ihnen per Mail oder Textnachricht gesendet wird. Eine Mühe, die sich lohnt und sinnvoll ist.

Eine Multifaktor-Authetifizierung bietet mehr Sicherheit für die eigenen Daten. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

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Dieses Thema im Programm:Das Erste | BRISANT | 27. Januar 2023 | 17:15 Uhr