Krebsvorsorge Hautkrebs erkennen: Vorbeugung, Früherkennung, Hautkrebsscreening

Sogenannter schwarzer Hautkrebs ist die mittlerweile fünfthäufigste Krebserkrankung. Auch jüngere Menschen sind zunehmend davon betroffen. Erkennt man den Krebs früh, stehen die Heilungschancen gut. Und dazu kann man einiges selbst beitragen - zum Beispiel mit regelmäßigen Selbstuntersuchungen. Wie die funktionieren und wann man unbedingt einen Hausarzt zu Rate ziehen sollte - BRISANT hat nachgehakt.

Ein Tablet mit der Aufschrift Hautkrebs
Sogenannter schwarzer Hautkrebs ist die mittlerweile fünfthäufigste Krebserkrankung. Bildrechte: imago/Panthermedia

Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom) ist die fünfthäufigste Krebserkrankung - Tendenz steigend. Häufig sind bereits junge Menschen betroffen.

Werden die malignen Melanome frühzeitig erkannt und können - bevor sie gestreut haben - operativ entfernt werden, haben die Patienten gute Heilungschancen.

Selbstuntersuchung - so geht's!

Hautkrebs und seine Vorstufen sind sicht- und tastbar. Deshalb können regelmäßige Selbstuntersuchungen helfen, Hautveränderungen frühzeitig zu entdecken. Tasten und suchen Sie Ihren Körper etwa einmal pro Monat Stück für Stück ab.

Damit einem keine Hautveränderung entgeht, sollte die Selbstuntersuchung bei Tageslicht erfolgen. Hautstellen, die schwer einsehbar sind, kann man mithilfe eines Spiegels begutachten. Alternativ kann auch der Partner helfen.

Nicht vergessen: Auch die Haut zwischen den Fingern und Fußzehen sowie an den Fußsohlen sollte inspiziert werden, ebenso die Kopfhaut unter den Haaren.

schwarzer Hautkrebs, Nahaufnahme
Schwarzer Hautkrebs (maliges Melanom) in einer Nahaufnahme Bildrechte: imago images / imagebroker

Vorsicht bei Muttermalen und Leberflecken

Besondere Aufmerksamkeit sollte man den sogenannten Pigmentmalen schenken. Gemeint sind damit Muttermale bzw. Leberflecke. Die sind in der Regel zwar harmlos, doch unter Umständen kann sich aus ihnen ein bösartiger Hauttumor entwickeln.

Verändert sich ein über Jahre gleich gebliebener Leberfleck oder treten neue Leberflecke auf, sollte man in jedem Fall einen Hautarzt aufsuchen.

Leberfleck checken: ABCDE-Regel

Um einen Leberfleck richtig einzuschätzen, hilft die ABCDE-Regel. Trifft mindestens eines der Merkmale zu, sollte ein Hautarzt zu Rate gezogen werden. Verändert ein Leberfleck seine Größe, Farbe oder Form oder beginnt er zu jucken oder bluten, ist sogar Eile geboten.

Grundsätzlich gilt: Bemerkt man Auffälligkeiten, die einen verunsichern, sollte man sie lieber einmal unnötig überprüfen lassen, als das Risiko einzugehen, dass ein Hautkrebs zu spät erkannt wird.

A - wie Asymmetrie: ein (neuer) dunkler Hautfleck, der ungleichmäßig geformt ist

B - wie Begrenzung: ein dunkler Hautfleck mit verwischten Konturen, gezackten, unebenen oder rauen Rändern

C - wie colour: ein Hautfleck mit unterschiedlichen Färbungen, helleren und dunkleren Bereichen

D - wie Durchmesser: ein Hautfleck, dessen Durchmesser an der breitesten Stelle größer als 5 mm ist

E - wie Erhabenheit: ein Hautfleck, der mehr als einen Millimeter über das Hautniveau hinausragt und eine raue oder schuppende Oberfläche hat

Ein Arzt sieht sich einen Leberfleck genauer an (Symbolfoto)
Gesetzlich Versicherten steht alle zwei Jahre ein Hautkrebsscreening beim Hautarzt zu. Bildrechte: imago images / Panthermedia

Professionelle Untersuchung: Hautkrebsscreening beim Hautarzt

Ab dem 35. Lebensjahr haben gesetzlich Versicherte alle zwei Jahre Anspruch auf ein Hautkrebsscreening. Die Kosten dafür werden von der Krankenkasse übernommen.

Das Screening verfolgt das Ziel, die drei Hautkrebserkrankungen malignes Melanom, Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom so frühzeitig wie möglich zu erkennen und dadurch die Heilungschancen zu verbessern. Das Screening ist eine Ergänzung zur Selbstuntersuchung.

Eine Frau mit Sonnenbrand auf dem Rücken
Wer Hautkrebs vorbeugen will, sollte starke Sonneneinstrahlung meiden. Bildrechte: imago/Paul von Stroheim

Die beste Hautkrebs-Prophylaxe: Sonneneinwirkung meiden!

Bei allen Arten von Hautkrebs gilt: Der sicherste Schutz besteht darin, übermäßige Sonneneinwirkung zu meiden. Das gilt ganz besonders für Beschäftigte, die viel im Freien arbeiten.

UV-Schutzkleidung oder zumindest lange Bekleidung, Sonnenhut und -brille sowie eine Sonnencreme mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor sollten bei keinem Gang in die Sonne fehlen.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 04. August 2021 | 17:15 Uhr

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