Waschbär lugt aus einem Versteck hervor.
Niedlich anzusehen, auf dem heimischen Grundstück jedoch echte Plagegeister: Waschbären. Bildrechte: imago images / Martin Wagner

Tipps & Tricks Was tun gegen Waschbären?

BRISANT | 15.08.2019 | 17:15 Uhr

Waschbären sind putzig, äußerst possierlich und stehen dem Menschen näher als man denkt. Alles, was ein Waschbär zum Leben braucht, das findet er in der Nähe des Menschen. Und hat er die einmal für sich entdeckt, kann so ein niedlicher Bär ganz schnell zum Plagegeist werden. Wie hält man sich Waschbären vom Hals - und was sollte man niemals tun, wenn sie sich einmal auf dem heimischen Grundstück eingenistet haben? BRISANT hat nachgehakt.

Waschbär lugt aus einem Versteck hervor.
Niedlich anzusehen, auf dem heimischen Grundstück jedoch echte Plagegeister: Waschbären. Bildrechte: imago images / Martin Wagner

Waschbären niemals füttern!
Waschbären sollten niemals gefüttert werden. Zum einen finden sie ausreichend Futter, zum anderen können futterzahme Tiere dreist und aggressiv werden. Durch regelmäßiges Füttern vermehren Sie den Waschbären-Bestand - und damit auch die Probleme, die es mit ihnen gibt.

Waschbären niemals fangen oder töten!
Es gibt einfach zu viele Waschbären, um mit den erlaubten jagdlichen Mitteln eine nachhaltige Bestandsreduzierung bewirken zu können, denn Waschbären könne hohe Verlustraten durch vermehrte Fortpflanzung ausgleichen. Je mehr Waschbären getötet werden, umso mehr Jungtiere kommen nach. Und die können unter Umständen mehr Probleme versursachen als der ursprüngliche Bestand.

Ein Waschbär frißt Gemüse aus einem Napf
Bildrechte: colourbox

Tipps zur Waschbär-Abwehr:

Tipps zur Waschbär-Abwehr:

• Müll- und Biotonnen mit Spanngurt oder Stein sichern
• Gelbe Säcke in verriegelbaren Boxen aufbewahren
• Keine Speisereste auf den Komposthaufen werfen
• Fallobst aufsammeln
• Haustiere nicht draußen füttern

Waschbären kann man nicht vergraulen!
Im Netz finden sich zahlreiche Tipps, wie man einen Waschbär loswerden kann: durch Lärm, Musik, Ultraschallgeräte, indem man sie anleuchtet, mit Mottenkugeln, Pfefferstreu, ammoniakhaltigen Flüssigkeiten oder mit uringetränkten Lappen oder benutzen Babywindeln. All diese Maßnahmen können Ihnen viel Arbeit machen, der Erfolg wird sich - wenn überhaupt - jedoch nur kurzfristig einstellen. Im Endeffekt fühlen Sie sich mehr gestört als der Waschbär ...

Überambitionierte Baumaßnahmen vermeiden!
Halbherzige Versuche, Aufstiegsmöglichkeiten zu verhindern und Einschlupflöcher zu schließen, können mehr Schaden verursachen als das Eindringen von Waschbären zu verhindern. Die Tiere werden versuchen, Einstiege mit Gewalt zu öffnen oder andere Schwachstellen zu finden - und damit neue Schäden verursachen.

Niemals Waschbär-Waisen aufpäppeln!
Es ist unverantwortlich Findelkinder im Haus oder unter ungeeigneten Bedingungen aufzuziehen und später auszusetzen oder als Haustiere zu halten. Waschbären sind keine Haustiere!

(Quelle: www.waschbaerschutz.de)

Eine Gruppe junger Waschbären sitzt in einer Baumhöhle.
Possierlich, aber keine Haustiere: Waschbären! Bildrechte: imago/imagebroker

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 15. August 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. August 2019, 18:27 Uhr

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