Ratgeber Diagnose Krebs: Diese Vorsorgeuntersuchungen können Leben retten

Die Früherkennung einer Krebserkrankung kann ausschlaggebend dafür sein, wie hoch die Heilungschancen sein können. Auf welche Vorsorgeuntersuchungen Sie einen Anspruch haben und warum die Früherkennung von Erkrankungen so wichtig ist, erfahren sie im BRISANT- Ratgeber.

Ein Stethoskop hängt um den Hals einer Frau im Arztkittel
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Stress im Job, im Alltag und in der Familie lassen bei vielen Menschen das eigene körperliche Befinden in den Hintergrund rücken. Doch keine Beschwerden und Schmerzen zu haben, ist leider auch keine Garantie dafür, dass man nicht an Krebs erkrankt ist. Aus diesem Grund hat jeder gesetzlich Krankenversicherte Anspruch auf verschiedene Vorsorgeuntersuchungen.

Krebs frühzeitig erkennen

Eine Früherkennung bei Krebserkrankungen bedeutet, dass zu dem Zeitpunkt zwar Veränderungen am Gewebe entdeckt werden, diese jedoch noch keine schmerzhaften oder beeinträchtigenden Symptome mit sich bringen. Aus ärztlicher Sicht liegt die Hoffnung demzufolge darin, dass sich örtlich begrenzte und kleine Tumore besser behandeln lassen als große Tumore, die schon gestreut haben.

Vorsorgeuntersuchungen für Frauen

Brustkrebsvorsorge
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Um einer Krebserkrankung vorzubeugen, werden folgende Vorsorgeuntersuchungen für Frauen von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt:

Ab 20 Jahren

  • Jährliche Untersuchung zur Früherkennung von Krebserkrankungen im Genitalbereich (Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge)

Ab 30 Jahren

  • Jährliche Untersuchung zur Früherkennung von Krebserkrankungen der Brust und der Lymphknoten (Brustkrebs/Lymphknotenkrebs-Vorsorge)

Ab 35 Jahren

  • Alle zwei Jahre eine Ganzkörperuntersuchung der Haut (Hautkrebs-Vorsorge)

Ab 50 Jahren

  • Alle zwei Jahre Brustkrebsvorsorge durch Mammographie-Screening
  • Jährliche Untersuchung des Dick- und Enddarms, jährliche Tests auf verborgenes Blut im Stuhl (Darmkrebsvorsorge)

Ab 55 Jahren

  • Alle zehn Jahre Darmspiegelung und Test auf verborgenes Blut im Stuhl (Darmkrebsvorsorge)

Vorsorgeuntersuchungen für Männer

Ärztin untersucht einen männlichen Patienten
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Von den gesetzlichen Krankenkassen werden diese Vorsorgeuntersuchungen für Männer bezahlt:

Ab 35 Jahren

  • Alle zwei Jahre eine Ganzkörperuntersuchung der Haut (Hautkrebs-Vorsorge)

Ab 45 Jahren

  • Jährliche Prostatauntersuchung, Genitaluntersuchung und Tastuntersuchung der Lymphknoten (Prostatakrebs/Lymphknotenkrebs)

Ab 50 Jahren

  • Jährliche Untersuchung des Dick- und Enddarms, jährliche Tests auf verborgenes Blut im Stuhl (Darmkrebsvorsorge)
  • Alle zehn Jahre Darmspiegelung (Darmkrebsvorsorge)

Ab 55 Jahren

  • Alle zwei Jahre Test auf verborgenes Blut im Stuhl (Darmkrebsvorsorge)

Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern und Jugendlichen

Arzt impft Baby
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Auch bei Kindern und Jugendlichen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse verschiedene Vorsorgeuntersuchungen. Dabei werden die „U-Untersuchungen“ (U1 bis U9) von der Geburt bis zum sechsten Lebensjahr zur Früherkennung von Krankheiten und Entwicklungsstörungen durchgeführt, um die körperliche sowie die geistige Entwicklung des Kindes zu überprüfen. Zwischen dem 13. und 14. Lebensjahr folgen die "J-Untersuchungen" für Jugendliche.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 17. Februar 2020 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Februar 2020, 20:49 Uhr

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