Klimawandel Nachhaltig leben - praktische Tipps für den Alltag

Der Begriff Nachhaltigkeit ist in aller Munde - und geht meist mit dem des Klimawandels einher. Denn eines ist klar: Wenn wir die Erde für unsere Nachkommen erhalten wollen, muss sich einiges ändern. Auch in unserem eigenen Verhalten und Denken. Was bedeutet Nachhaltigkeit - und was kann man tun, um nachhaltiger zu leben? BRISANT hat einige Tipps für Sie - und freut sich über Ihre Vorschläge!

Frau mit Früchten in Tragenetz auf Fußweg.
Nachhaltig leben - mehr als ein Trend. Bildrechte: imago images/Westend61

Definition: Nachhaltigkeit - was ist das überhaupt?

Ursprünglich stammt der Begriff "Nachhaltigkeit" aus der Forstwirtschaft des 17. Jahrhunderts. Damals stand der Gedanke dahinter, dass man nicht mehr Bäume fällen soll, als nachwachsen können. Damit sollte auf die nachfolgenden Generationen Rücksicht genommen werden.

Ähnlich wird "Nachhaltigkeit" auch heute verstanden. Nur, dass es natürlich nicht mehr "nur" um Holz geht, sondern auch um andere Bodenschätze und Rohstoffe. Und um den generellen Erhalt unserer Erde.

Wer ein nachhaltiges Leben führt, achtet darauf, Ressourcen zu schonen - sowohl beim Erwerb neuer Dinge als auch beim Nutzen bereits vorhandener Gegenstände.

Nachhaltigkeit - jeder Einzelne ist gefragt

Die Möglichkeiten, Nachhaltigkeit im Alltag zu leben sind vielfältig und häufig gar nicht so schwer. Und: Es braucht nicht immer Gesetze und Regelungen, um die Umwelt für unsere Nachkommen zu bewahren. Ob Tempolimit oder nicht - niemand zwingt einen dazu, auf der Autobahn schneller als 130 km/h zu fahren, das Fahrrad statt dem Auto zu nutzen oder bei der nächsten Party auf Einweggeschirr zu verzichten.

Lächelnde Frau steht mit Fahrrad vor einem Gebäude an einem sonnigen Tag.
Für kurze Wege das Fahrrad zu nutzen - auch das ist Nachhaltigkeit. Bildrechte: imago images/Westend61

Nachhaltig leben - Tipps für den Alltag

Mit eigener Einkaufstasche in den Supermarkt

Auch wenn zahlreiche Supermärkte mittlerweile keine Plastiktüten mehr für Obst und Gemüse anbieten - am umweltfreundlichsten ist es noch immer, die eigene Einkaufstasche dabei zu haben. Wer Gurken und Tomaten nicht lose darin transportieren will, kann sich zusätzlich mit Gemüsenetzen ausstatten.

Lebensmittelreste verwerten

Na, wieder zu viel eingekauft? Übrig bleiben Reste, die früher oder später im Müll landen. Helfen können eine bessere Einkaufsplanung - oder eben ein Resteessen. Denn aus vielen Lebensmitteln lassen sich ganz schnell leckere Zutaten oder Gerichte zaubern.

Mit Wasserflasche unterwegs

Trinken ist wichtig und Leitungswasser der perfekte Durstlöscher. Pfand hin oder her - am sinnvollsten ist es, stets die eigene Wasserflasche dabei zu haben. Das spart jede Menge Energie und Rohstoffe, die für die Herstellung der Einweg-Pfandflaschen benötigt werden, und schont obendrein den eigenen Geldbeutel.

Plastikmüll im Alltag vermeiden: So einfach geht's!

Zugegeben, manchmal bereitet es etwas Mühe, daran zu denken: Einkaufsnetz, Frischhalteboxen & Gemüsenetze. Doch auf ein Jahr gerechnet, kann man damit jede Menge Plastikmüll vermeiden. Ein Aufwand, der es wert ist!

Eine Hand hält ein Einkaufsnetz
Wer beim Einkauf die eigene Tasche vergessen hat, muss für seine Tüte - egal ob aus Papier oder Plastik - bezahlen. Das ist gesetzlich geregelt. Deshalb: Immer schön ans gute alte Einkaufsnetz denken! Bildrechte: imago/Petra Schneider
Eine Hand hält ein Einkaufsnetz
Wer beim Einkauf die eigene Tasche vergessen hat, muss für seine Tüte - egal ob aus Papier oder Plastik - bezahlen. Das ist gesetzlich geregelt. Deshalb: Immer schön ans gute alte Einkaufsnetz denken! Bildrechte: imago/Petra Schneider
Mehrweg-Frischenetze
Nicht nur das Einkaufsnetz, auch ein so genanntes Mehrweg-Frischenetz für den Kauf von Obst und Gemüse sollte man immer dabei haben. Bildrechte: imago images / Karina Hessland
Pfand-Kisten in einem Edeka Frischecenter
Fällt der Einkauf ungeplant etwas größer aus - oder hat man in der Hektik die eigene Tasche vergessen, bieten viele Supermärkte zum sicheren Transport Pfandkisten an. Bildrechte: imago images / biky
Eine Kundin beim Einkaufen von unverpacken Lebensmitteln
Unverpackt-Läden gibt es schon in vielen Städten. Wer dort einkauft, bringt sich seine Verpackung selbst mit. Bildrechte: imago/Michael Schick
Mit Bienenwachstüchern kann man Lebensmittel, wie Brot, Obst, Kuchen und Gemüse umweltschonend und hübsch einpacken und lange frisch halten
Alufolie war gestern! Heute wickelt man sein Pausenbrot in ein Bienenwachstuch. Das kann man übrigens ziemlich einfach selbst herstellen. Bildrechte: TOFF & ZÜRPEL/ Nestler & Glandt GbR
Bambus-Kaffee-Becher
Coffee-to-go ist eine feine Sache! Doch wer häufiger darauf zurückgreift, der sollte immer einen Mehrwegbecher in der Tasche haben ... Bildrechte: imago images / Jan Huebner
Einwegbesteck aus Holz
Ab 2021 in der EU verboten: Plastikteller und Einwegbesteck aus Kunststoff. Schon heute gibt es günstige Alternativen aus Palmblättern - oder auch essbare Varianten. Bildrechte: imago/Jochen Tack
Trinkhalm aus Glas in einem Wasserglas
Ebenfalls tabu ab 2021 sind Trinkhalme aus Plastik. Alternativ kann man Strohhalme aus Glas oder Metall nutzen. Ein kleines Bürstchen zur Reinigung gibt's meist inklusive. Bildrechte: imago images/Bernd Friedel
Alle (8) Bilder anzeigen

Bewusster Umgang mit Kleidung

Am umweltfreundlichsten ist es ohne Zweifel, Kleidung pfleglich zu behandeln und so lange wie möglich zu tragen. Wer etwas Neues braucht, kann auf nachhaltige Label oder - noch besser - auf gebrauchte Kleidung zurückgreifen. Obacht geboten ist bei Leder, Pelz, Wolle und Seide. Ihre Herstellung trägt nicht unwesentlich zum Klimawandel bei.

Selbermachen statt kaufen

Klar ist es praktisch, wenn es alles fertig zu kaufen gibt. Nachhaltiger ist es jedoch, Dinge selber zu machen. Ob Essen, Putzmittel oder Kosmetik - stellt man sie selber her, vermeidet man jede Menge Plastikmüll.

Vegan essen, tierische Produkte reduzieren

Auf Fleisch- und Milchprodukte gänzlich zu verzichten ist sicherlich nicht jedermanns Ding. Dennoch sollte man eines nicht vergessen: Die landwirtschaftliche Tierhaltung ist für einen großen Teil der Treibhausgase verantwortlich. Für den Anbau von Tierfuttermittel werden große Teile des Regenwalds abgeholzt - und auch der Wasserverbrauch in der Tierhaltung ist nicht ohne: Für die Herstellung von einem Kilo Steak-Fleisch werden rund 15.500 Liter Wasser benötigt.

Viel helfen könnte es bereits, den Konsum tierischer Produkte zumindest einzuschränken und auf das Nötigste zu reduzieren. Auch der eigenen Gesundheit wird das zugute kommen.

Bienen, Schmetterlingen und Insekten ein Zuhause geben

Selbst wer nur auf dem Balkon gärtnert, kann viel für die Umwelt tun. Nämlich beim Kauf der Blumenerde auf torffreie Produkte achten und beim Pflanzen auf tierfreundliche Grüninseln für Bienen und Schmetterlinge. Kommt dann noch ein Insektenhotel an die Wand, ist schon viel erreicht.

Wäsche nachhaltig waschen

Zu dumm aber auch, wenn die zwei liebsten Shirts schon wieder in die Wäsche müssen. Einzeln sollten sie jedoch nicht in die Waschmaschine wandern. Die sollte (wie auch der Geschirrspüler) nur dann abgefahren werden, wenn sie wirklich voll ist. Und auch dann nur auf niedrigster Temperatur. Das schont die Wäsche ebenso, wie den Energieverbrauch und die Wasserkosten.

Zu Ökostrom wechseln

Haben Sie sich schon Gedanken gemacht, woher der Strom aus Ihrer Steckdose kommt? Wer sich die Förderung regenerativer Energien aus Sonne, Wind oder Wasser wünscht, sollte mit dem Umdenken im eigenen Haushalt beginnen und auf Ökostrom setzen.

Frau mit lockigen Haaren schaut auf ein Windradmodell, während sie sich auf den Tisch stützt.
Regenerative Energien wie Wind, Wasser und Sonne sind nachhaltig. Bildrechte: imago images/Westend61

Wie sparen Sie Energie und Ressourcen? Schreiben Sie uns Ihre Tipps!

Wie schaffen Sie es, Ihren Alltag nachhaltig und klimafreundlich zu gestalten? Wie gelingt es Ihnen, Wasser oder Strom zu sparen und dadurch Ressourcen zu schonen? Ob Rezepte, Ideen, Life-Hacks - schicken Sie uns Ihre Vorschläge und teilen Sie Ihr Wissen mit anderen BRISANT.DE-Usern. In unserer im Oktober startenden KLIMAX-Rubrik bringen wir (mit Nennung Ihres Vornamens und Ihres Wohnortes) Ihre Ideen ins Netz.

Die mit einem * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.

Sicherheitsabfrage

Bitte geben Sie folgende Zahlen ein:

Die mit einem * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 24. September 2021 | 17:15 Uhr

Mehr Ratgeber-Themen