Zukunftsweisender Fortschritt Neuer Oberkiefer aus dem 3D-Drucker

BRISANT | 05.12.2018 | 17:15 Uhr

Hinter 3D-Druckern stecken ausgeklügelte Technologien. Mit ihnen ist es möglich, dreidimensionale Gegenstände zu drucken. Mittlerweile hat auch die Medizin diesen technischen Fortschritt für sich entdeckt!

Neuer Oberkiefer aus dem 3D-Drucker
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Monatelang traute sich Anelia Myburgh nicht ohne Mundschutz auf die Straße. Die 31-jährige Finanzwirtin aus Melbourne wurde angegafft oder gar als "Kuriosum" fotografiert. Ihr Gesicht war durch die Entfernung eines großen Kiefertumors, der vor einem Jahr bei ihr entdeckt worden war, entstellt.

Man hat mir 80 Prozent des Oberkiefers entfernt. Nur zwei Zähne blieben übrig auf jeder Seite. Auch Teile des Lippen- und Nasengewebes wurden entnommen.

Anelia Myburgh  | Krebs-Patientin

Für mehr Lebensqualität

Den Krebs hatte Anelia mit dem aufwändigen Einsatz zwar besiegt. Doch die Spuren der Krankheit trug sie weiter im Gesicht. Ihr Leben war nicht mehr das gleiche. Anelia recherchierte und stieß dabei auf den Kieferchirurgen George Dimitroulis, der als erster in Australien mit moderner 3D-Technik arbeitete. Er entwickelte für sie ein maßgeschneidertes Oberkiefer-Implantat.

Mit dem 3D-Drucker fertigen wir einen Rahmen, in dem wir sogar Zähne implantieren konnten. Das gibt ihr ihre Lebensqualität zurück.

Dr. George Dimitroulis | St. Vincent Hospital

Ganz neue Möglichkeiten

Hochmoderne Implantate oder auch ganze Prothesen aus dem Drucker: Was vor kurzem noch als "Science Fiction" galt, eröffnet der Medizin jetzt ganz neue Möglichkeiten, nämlich passgenaue Einzelanfertigungen für den Ersatz von Knochen oder ganzen Körperteilen.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 05. Dezember 2018 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. Dezember 2018, 21:08 Uhr

Weitere Ratgeber-Themen