Steigende Infektionszahlen Quarantäne wegen Omikron? So bereiten Sie sich darauf vor

Die Omikron-Variante soll mildere Krankheitsverläufe zur Folge haben, aber auch so ansteckend sein, dass sich womöglich fast jeder anstecken wird. Im Einzelfall würde das häusliche Isolation bedeuten. Wie man sich auf solch eine Quarantäne am besten vorbereitet, erfahren Sie hier.

Eine Frau guckt in einer Wohnung Fernsehen und benutzt währenddessen ihr Smartphone.
Gut vorbereitet, ist die Quarantäne nur halb so schlimm. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Obwohl viele Menschen in Deutschland bereits die Booster-Impfung erhalten haben, verbreitet sich die hochansteckende Omikron-Variante in rasantem Tempo. Eine Infektion mit dem Coronavirus hat in der Regel auch bei einem milden Krankheitsverlauf eine Quarantäne zur Folge. Das bedeutet vor allem, dass nähere Kontakte zu anderen Menschen untersagt sind. Um gut durch die häusliche Isolation zu kommen, ist es besonders als alleinstehende Person ratsam, sich darauf vorzubereiten.

Kontaktpersonen suchen

Tage in häuslicher Isolation können sehr lang sein. Deshalb sollten sie schon frühzeitig klären, wer Ihnen in der Zeit zur Seite steht. Das gilt nicht nur für den Krankheitsfall, sondern auch, um während der Isolation den Kontakt zur Außenwelt zu halten. Geben Sie dieser Person am besten einen Ersatzschlüssel für die Wohnung. Es kann auch ratsam sein, sich mit dem Hausarzt abzusprechen. Medizinische und organisatorische Fragen können so geklärt werden. Auch, wie Sie sich verhalten sollen, wenn die Symptome schlimmer werden, kann der Hausarzt klären. Ist das nicht möglich, hilft die Telefonnummer 116 117.

Ein älterer Mann sitzt allein am Tisch
Um nicht völlig von der Außenwelt abgeschnitten zu sein, sollten Kontajte nach "draußen" geknüpft werden. (Symbolbild) Bildrechte: Colourbox.de

Mittel gegen die Symptome

Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, sowie Fieber sind die klassischen Corona-Symptome. Um sie erträglich zu machen, empfiehlt sich also ein Vorrat an Taschentüchern und Tee. Außerdem sollten fieber- und schmerzlindernde Mittel, wie Ibuprofen und Paracetamol, vorhanden sein. Ganz wichtig sind auch Fieberthermometer und ein Hustenstiller.

Lebensmittel-Vorrat aufstocken

Im Kühl- und Vorratsschrank sollte keine gähnende Leere herrschen. Ein gewisser Vorrat für den Notfall kann sehr nützlich sein. Wichtig ist dabei, dass Lebensmittel nicht noch aufwendig zubereitet werden müssen. Dazu können zählen: Brot, Obst, Salzstangen, Konserven, Müsli-Riegel. Wichtig sind auch Getränke und Hygiene-Artikel wie Zahnpasta oder Toilettenpapier, die gekauft werden sollten. Ansonsten können sich Betroffene im Vorfeld mit Personen absprechen, die im Fall der Fälle beim Einkaufen, Müll-Entsorgen oder Post-Holen unter die Arme greifen.

Nachbarschaftshilfe

Gibt es nicht die Möglichkeit, noch selbst einzukaufen oder sich privat helfen zu lassen, kommen Hilfsstellen,wie die Quarantäne-Held*innen ins Spiel. Als Teil der Initiative "Zusammen gegen Corona" des Bundesgesundheitsministeriums bietet die Plattform eine Nachbarschaftshilfe. Die Quarantäne-Held*innen sind auch telefonisch unter 0800 8050850 zu erreichen. Vor allem in größeren Städten kann auch auf Lieferdienste zurückgegriffen werden, die den Supermarkt-Einkauf direkt vor die Tür stellen.

So kommt keine Langeweile auf

Neben der medizinischen und kulinarischen Versorgung gilt es auch, an etwas Beschäftigung zu denken. Damit einem in den eigenen vier Wänden nicht die Decke auf den Kopf fällt, lohnt es sich, einen Plan für die Freizeitgestaltung in der Quarantäne zu machen. Das kann eine Liste sein, mit Namen von Menschen, bei denen man sich länger schon melden wollte oder das Buch auf dem Nachttisch. Es lohnt sich auch, aufgeschobene Aufgaben anzugehen. So ist in der Quarantäne zum Beispiel genug Zeit, liegen gebliebenen Papierkram zu erledigen oder den Kleiderschrank einmal komplett auszumisten. Wer gar nicht mit der Einsamkeit zurechtkommt, kann sich an Hilfsstellen, wie die Telefonseelsorge (0800 1110111) wenden.

Grundsätzlich gilt in der Quarantäne: Ruhe bewahren und nicht in Panik verfallen. Sollte es Ihnen aber immer schlechter gehen, zögern Sie nicht, sich Hilfe zu holen. Im Notfall also die 112 wählen.

(BRISANT/ten/swr)

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 13. Januar 2022 | 17:15 Uhr

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