Einfache Eselsbrücke hilft Rettungsgasse bilden: So geht's richtig!

BRISANT | 05.08.2019 | 17:15 Uhr

Eine Rettungsgasse bahnt Helfern den Weg und kann Leben retten. Weil sie vielfach nicht korrekt gebildet wird, kommen Einsatzkräfte zu spät zur Unfallstelle. Wie es richtig geht und welche Strafen Blockierern drohen.

Eine Rettungsgasse auf der Autobahn 2 in Hannover (Niedersachsen) nach einem Unfall.
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Rettungsgasse frühzeitig bilden

Grundsätzlich sollte eine Rettungsgasse nicht erst gebildet werden, wenn Sirenen zu hören sind, sondern bereits dann, wenn der Stau gerade entsteht, also der Verkehr Schrittgeschwindigkeit erreicht.

Übrigens: Die Rettungsgasse ist in der Straßenverkehrsordnung festgehalten und somit Pflicht. Denn die Gasse gewährleistet, dass Einsatzkräfte im Ernstfall schnell zu Verletzten gelangen und Leben retten können. Wer sich nicht daran hält, dem drohen ein Bußgeld in Höhe von mindestens 200 Euro und zwei Punkte in Flensburg. Hinzu kommen kann ein einmonatiges Fahrverbot.

Grafik: Rettungsgasse auf dreispuriger Autobahn
Bildrechte: MDR/MCS Grafik

So wird die Rettungsgasse gebildet

Auf einer zweispurigen Straße ist der Fall klar: Wer auf der linken Spur fährt, fährt ganz nach links und auf der rechten Spur ganz nach rechts. Etwas komplizierter wird es bei drei- und vierspurigen Straßen. Nach der Regelung aus dem Jahr 2016 wird die Gasse dann zwischen der linken und allen übrigen rechten Spuren gebildet. Die Autos auf der linken Spur fahren dazu nach links, alle anderen nach rechts.

MDR JUMP Eselsbrücke für die Rettungsgasse
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Fast perfekt

Wie eine Rettungsgasse aussehen sollte, das zeigt die Freiwillige Feuerwehr Königsbrunn in einem Video vom April 2016. Auf dem Weg zu einem Einsatz fand die Feuerwehr eine fast perfekte Rettungsgasse vor.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 05. August 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. März 2019, 10:25 Uhr

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