Smarte Technik Smart Home - Sicherheitssysteme gegen Einbruch & Co.

Die Sicherheit im vernetzten Haus wird smart. Ob Alarmanlagen, Überwachungskameras, Bewegungsmelder, Fenster- und Türsensoren oder Rauchmelder, die Hersteller haben diesen Geräten aus dem Bereich der Sicherheitsausstattung Intelligenz verliehen. Sie erledigen die Überwachungsarbeit selbständig, können mit dem Besitzer interagieren und aus der Ferne bedient werden.

Junge Frau tippt auf ein Icon
Über Smart Home können Eigenheimbesitzer auch Sicherheitssysteme steuern. Bildrechte: imago images/Westend61

Smart-Home Geräte bieten vielfältige Lösungen für mehr Sicherheit in den eigenen vier Wänden. Ob Bewegungsmelder, Überwachungskameras, Alarmanlagen, Fenster- und Türsensoren oder Rauchmelder - schlägt eines der Geräte Alarm, wird der Besitzer per Anruf, SMS oder App benachrichtigt. Egal, wo er sich gerade befindet.

Was spricht für eine Überwachungskamera?

Sinnvoll ist es, in das Sicherheitssystem eine Überwachungskamera zu integrieren. Denn die ermöglicht im Falle eines Alarms den prüfenden Blick in die eigenen vier Wände. Das kann nicht nur im Notfall, sondern auch für Haustier-Besitzer nützlich sein.

Tablet zeigt Smart-Home-Icons
Schlägt eines der verbundenen Geräte an, wird der Besitzer per Anruf, SMS oder App benachrichtigt. Bildrechte: imago images/Westend61

Was bringen Alarmanlage und Sirenen?

Eine große Abschreckungswirkung haben Alarmanlagen und Sirenen. Gehen sie einmal los, schlagen sie in der Regel jeden Einbrecher in die Flucht.

Doch oft kommt es gar nicht erst soweit. Um mit Alarmanlagen gesicherte Häuser machen Diebe am liebsten einen großen Bogen.

Anwesenheit vortäuschen - Einbruch vorbeugen

Was potentielle Einbrecher ebenfalls abschreckt, ist die Anwesenheit des Hausherrn. Die kann mithilfe der smarten Technik problemlos vorgetäuscht werden, indem man Licht und Musik aus der Ferne steuert.

Bei Stromausfall nichts mehr smart?

Ein Problem des smarten Sicherheitssystems: Ohne Strom geht in der Regel nichts mehr. Es sei denn, man setzt ausschließlich auf Geräte, die zusätzlich über Batterie und Akku betrieben werden können. Bei wichtigen Funktionen wie Alarmanlage, Rauch- und Bewegungsmelder sollte man das auf jeden Fall tun.

Wieviel kostet ein Smart Home Sicherheitssystem?

Wer Wohnung oder Haus mit einer Alarmanlage vom Profi ausrüsten will, muss dafür meist mehrere tausend Euro zahlen. Smarte Sicherheitssysteme kosten - je nach Umfang und Ausstattung - im Durchschnitt zwischen 400 und 800 Euro.

Zuschüsse: Bundesregierung fördert Einbruchschutz

Einbruchschutz wird seitens der Bundesregierung gefördert. Das gilt auch für smarte Sicherheitssysteme. Die Höhe der Förderung ist dabei von der Höhe der Investition abhängig.

Bleiben die Kosten für das Sicherheitssystem unter 500 Euro, gibt es keine Förderung. Liegen sie bei bis zu 1.000 Euro, kann man mit einer zwanzigprozentigen Bezuschussung rechnen. Investiert man bis zu 15.000 Euro, gibt es zehn Prozent Zuschuss. Beantragt werden müssen die Gelder bei der KFW.

Sicherheitsbedenken: Wie sicher sind Smart Home-Systeme?

Immer häufiger sorgen Meldungen für Aufsehen, nach denen Hacker dank einer Sicherheitslücke in Überwachungskameras in fremde Wohnzimmer spähen können. Andere konnten über das Internet den Strom abschalten oder die Rollläden öffnen.

Maik Morgenstern vom unabhängigen Sicherheitsinstitut AV-Test aus Magdeburg sieht zwei Wege, über die Fremde Smart-Home-Technik von außen steuern könnten: "Da gibt es zum einen den Hacker, der im Internet schaut, welche Systeme nach außen offen sind und wo er eindringen kann." Schließlich seien viele der Steuergeräte mit dem Internet verbunden, um eben ihren Nutzern auch den Zugriff per Browser oder Smartphone zu ermöglichen.

"Zum zweiten sehen wir noch den Hacker in der Nähe des Hauses, der in die Funknetze eindringen kann", ergänzt er. Dann können Hacker mitlesen, mit welchen Nutzerdaten sich die Wohnungsbesitzer einloggen und damit dann Türen oder Rollos von außen steuern. Das erleichtert einen Einbruch.

Laptop auf einem Tisch zeigt Sicherheitsicons, im Hintergrund geschlossene Rollläden
Was kann man tun, damit Smart Home nicht gehackt wird? Bildrechte: imago images/Westend61

Ratschläge für Smart Home-Nutzer

Sven Hansen von c't rät Nutzern von Smart-Home-Technik, grundsätzlich alle Passwörter der Geräte regelmäßig zu ändern. Das erschwere Fremden zumindest etwas den Zugriff von außen.

Maik Morgenstern hat noch einen zusätzlichen Tipp: "Wenn man von unterwegs die Technik zu Hause steuern will, sollte man das nicht über ein öffentliches WLAN machen." Häufig würden die Nutzerdaten derzeit noch unverschlüsselt übertragen, die könnten Hacker im gleichen WLAN abgreifen.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 21. Oktober 2021 | 17:15 Uhr

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