Fit mit Vierbeiner Sport mit Hund: Welche Sportarten sind geeignet?

Über mangelnde Bewegung können sich Hundebesitzer in der Regel nicht beklagen. Aber ständig nur Gassi gehen - und für den eigenen Sport bleibt letztlich keine Zeit? Das muss nicht sein. Denn zahlreiche Sportarten können, Hund und Frauchen oder Herrchen gemeinsam machen. Welche eignen sich dafür besonders - und worauf sollte man achten? BRISANT bringt Mensch und Tier auf Trab.

Ein Mann macht Sport und der Hund schaut zu
Zuschauen, wenn Herrchen Sport treibt? Hunde können beim Training durchaus mitmachen. Bildrechte: IMAGO / Indiapicture

Über zu wenig Bewegung können sich Hundehalter in der Regel nicht beklagen. Doch der Sport bleibt dennoch bei vielen auf der Strecke. Dabei verspricht die gemeinsame körperliche Ertüchtigung allerhand Vorteile - und zwar für Mensch und Tier.

5 gute Gründe für den gemeinsamen Sport

  1. Gemeinsamer Sport stärkt das Vertrauen zwischen Mensch und Tier.
  2. Sport schult das Sozialverhalten des Hundes.
  3. Sport macht nicht nur den Menschen, sondern auch den Hund ausgeglichener. Nach der Trainingseinheit sind beide zufrieden und ausgepowert.
  4. Sport macht glücklich. Das gilt auch für Hunde. Sport wirkt sich positiv auf die Psyche der Tiere aus.
  5. Ihr Hund motiviert Sie. Verbinden Sie den gemeinsamen Sport mit der täglichen Gassi-Runde, hilft ihr Hund dabei, dass auch Sie am Ball bleiben.

Hund und Herrchen/Frauchen: 10 Sportarten fürs gemeinsame Training

Gemeinsam mit dem Vierbeiner fit zu werden - das dürfte für Herrchen oder Frauchen kein Problem sein. Zwar ist nicht jede Sportart für jeden Hund geeignet, doch die Möglichkeiten sind zahlreich.

Joggen & Walken
Jogger und Hunde - oft ist das keine gute Kombination. Gemeinsam mit dem Vierbeiner joggen oder walken zu gehen, funktioniert mit vielen Hunderassen allerdings problemlos. Schwierig könnte es bei kleineren, kurzatmigeren Tieren werden. Mit einem Mops sollte man höchstens walken.

Lassen Sie ihren Hund vorsichtshalber vorab beim Tierarzt durchchecken und vermeiden Sie - auch im eigenen Interesse - in der größten Mittagshitze loszulaufen. Sorgen Sie für sich und ihren Vierbeiner für ausreichend Wasser und wählen Sie bevorzugt weiche Laufuntergründe. Das schont die Gelenke.

Sinnvoll ist die Anschaffung einer Bauchleine, damit man beim Joggen oder Walken die Hände frei hat.

Eine Frau joggt mit ihrem Hund
Gemeinsam joggen ist mit vielen Hunderassen möglich. Noch besser klappt's mit einer Bauchleine. Bildrechte: IMAGO / Panthermedia

Schwimmen
Schwimmen ist nicht nur für Menschen eine äußerst gesunde Sportart. Auch Hunde können beim Schwimmen ihre Muskeln stärken, ohne dabei ihre Gelenke zu belasten. Außerdem stärkt Schwimmen das Herz und fördert die Ausdauer.

Der Haken: Nicht alle Hunderassen lieben das Wasser. Retriever und Neufundländer sind echte Wasserratten. Zählt Ihr Vierbeiner nicht dazu, geben Sie ihm Zeit, sich ans kühle Nass zu gewöhnen.

Dog Frisbee
Der Sport mit der Wurfscheibe stammt aus den USA, erfreut sich mittlerweile aber auch bei uns zunehmender Beliebtheit. Der sportliche Wettkampf im Dog Frisbee wird vor allem in drei Disziplinen ausgetragen: Freestyle, Mini- und Long-Distance. Vor allem der Freestyle lässt viel Raum für eigene kreative Choreographien.

Ein Mann liegt auf der Wiese und ein Hund springt drüber
Inzwischen eine Wettkampf-Disziplin - und auch fürs Herrchen schweißtreibend: Dog Frisbee. Bildrechte: IMAGO / Sportsword

Dog Dancing
Wem das besonders Spaß macht, kann sich auch im Dog Dancing versuchen. Auch hier gibt es eine Freestyle-Variante, bei der es um die überzeugende Umsetzung eines musikalischen Themas zu frei bestimmbaren Elementen, Figuren oder Sprüngen geht. Strenger geht's beim sogenannten Heelwork to music zur Sache. Dabei steht die tänzerische Ausdruckskraft von Hund und Mensch im Fokus, mit der die vorgeschriebenen Positionen ausgearbeitet werden.

Hundeyoga, Doga
Der "Herabschauende Hund" ist eine der bekanntesten Yoga-Übungen. Ein Sport, den man auch mit seinem Vierbeiner gemeinsam betreiben kann. Die Wirkung des Trainings ist auf Mensch und Tier ähnlich: entspannend, lockernd und entkrampfend.

Da Doga in der Regel in Gruppensitzungen angeboten wird, sollte ihr Vierbeiner eine gewisse Sozialverträglichkeit mit anderen Tieren und Menschen mitbringen.

Jemand hält einen weißen Hund hoch
Doga - für Hund und Frauchen entspannend. Bildrechte: IMAGO / ZUMA Wire

Fußball
Hunde, die sich gerne bewegen und austoben, sind prima Fußball-Partner. Haben Hund und Halter Spaß daran, lohnt sich die Anschaffung eines speziellen Hunde-Fußballs. Der ist etwas kleiner und für die Tiere leichter zu packen.

Inline-Skating
Gehorcht ihr Hund aufs Wort und geht gut bei Fuß, können Sie ihn sogar mit zum Inline-Skating nehmen. Klappt es mit den Kommandos noch nicht immer, sollten die zunächst weiter geübt werden. Sonst kann es für beide Seiten gefährlich werden.

Ein Hund zieht einen Mann auf Skates
Mit dem Hund inlinern? Kein Problem, wenn er aufs Wort gehorcht. Bildrechte: IMAGO / Westend61

Radfahren
Ähnlich sieht das beim gemeinsamen Radfahren aus. Das Radtraining sollte damit beginnen, das Fahrrad neben dem Hund zu schieben, bevor man aufsteigt. Spezielle flexible Leinen sorgen für zusätzliche Sicherheit.

Skilanglauf
Wintersport und Hund? Auf die Piste kann man die Vierbeiner nicht mitnehmen. Eine Langlauf-Runde sollte allerdings kein Problem sein. Damit die Pfötchen des Vierbeiners nicht wund werden, sollte man sie vor der Schnee-Runde mit Melkfett eincremen - oder auch für Bello ein Paar Schuhe besorgen.

Und: Achten Sie auf der Tour darauf, dass Ihr Liebling nicht allzu viel Schnee frisst. Denn das sorgt für Magenprobleme und Durchfall.

Lucyna Zywicka auf Skiern mit ihrem Hund
Auch beim Langlauf kann der Hund dabei sein. Bildrechte: IMAGO / Bild13

Aller Anfang ist schwer - mit diesen 5 Tipps klappt der Einstieg in den gemeinsamen Sport

  1. Lassen Sie es langsam angehen! Das gibt Ihrem Hund die Möglichkeit, sich mit Sport und Equipment vertraut zu machen.
  2. Seien Sie geduldig! Bauen Sie keinen Druck auf Ihr Tier auf und führen Sie es spielerisch an die neue Situation heran. Erst die Übung macht den Meister.
  3. Trainieren Sie vor allem am Anfang nicht zu lange. Für den Einstieg sind einige Minuten ausreichend. In der Regel ruhen Hunde 18-20 Stunden pro Tag.
  4. Zeigt Ihr Hund Anzeichen von Stress (Hecheln, eine hängende, dunkelrote Zunge oder Kurzatmigkeit), sollten Sie das Training abbrechen.
  5. Am gemeinsamen Sport müssen beide Seiten Spaß haben und sich wohlfühlen.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 16. Mai 2022 | 17:15 Uhr

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