Oh, du Eklige Diese Ungeziefer leben im Weihnachtsbaum

Ein Weihnachtsbaum gehört für die meisten zur besinnlichen Stimmung dazu. Im Baum lebt aber auch jede Menge Ungeziefer, das wir uns mit ins Haus holen. Wie schädlich sind die kleinen Tierchen und wie können wir den Baum von Ungeziefer befreien?

Kugeln am Weihnachtbaum.
Schöne Kugeln hängen wir in den Baum, das Ungeziefer ist meist schon drin. Bildrechte: Colourbox.de

Zu Weihnachten schmücken wir den Baum mit schönen Kugeln und Lichtern, das Ungeziefer ist ja schon drin! Denn mit der Tanne holen wir uns bis zu 25.000 Tiere mit ins Haus, zeigt eine Studie der Universität Bergen. Rindenläuse, Milben, Motten, kleine Spinnen, aber auch Zecken können sich zwischen den Zweigen aufhalten. In der freien Natur wäre das kein Problem.

Sie überwintern und sind dabei komplett inaktiv. Aber wenn der Baum in die Wärme des Wohnzimmers gebracht wird, kehren sie ins Leben zurück.

Bjarte Jordal, Biologe Universität Bergen

Steht die Tanne bei uns im Wohnzimmer, wird es warm und die kleinen Krabbler wachen auf, weil sie denken, es sei endlich Frühling.

Das Ungeziefer loswerden

Um das Ungeziefer aus dem Baum zu bekommen, müssen wir eigentlich nicht viel machen. Nach kurzer Zeit sterben die meisten Tiere, weil sie kein Futter finden. Lediglich die Tiere, die sich von der Rinde ernähren, überleben weiter. Sie sind allerdings so klein, dass wir sie kaum wahrnehmen.

Wirklich gefährlich werden können uns lediglich Zecken. Deshalb sollten wir nach dem Schmücken des Baums überprüfen, dass sich an uns keine Zecke festgebissen hat. Babys sollten deshalb auch nicht unter den Baum krabbeln.

Ein Baby liegt am Weihnachtsbaum.
Zeckengefahr: Babys sollte man niemals unterm Weihnachtsbaum krabbeln lassen. Bildrechte: IMAGO / Westend61
Ein Mann zieht eine Tanne hinter sich her
Wer den Baum selber schlägt, sollte ihn vor dem Verladen ins Auto gründlich ausschütteln. Bildrechte: imago images/Shotshop

Wer ganz sichergehen will, kann Tanne oder Fichte auch ein paar Tage in den Keller stellen, bevor sie ins Wohnzimmer darf. Denn bei Temperaturen über acht Grad wachen die Baumbewohner auf und gehen im Keller auf Nahrungssuche. Stellt man den Baum später ins Wohnzimmer, können schon deutlich weniger Tierchen aus den Zweigen krabbeln.

Übrigens: Deswegen schüttelt der Händler den Baum beim Verkauf auch - so fallen die ersten Krabbler schon vorm Verladen aus dem Baum.

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Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 07. Dezember 2021 | 17:15 Uhr

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