Albtraum statt Traumurlaub Abzocke statt Urlaub - so können Sie sich wehren!

Nach gut einem Jahr Corona-Pandemie sind wir alle urlaubsreif. Umso verlockender sind vermeintliche Urlaubsschnäppchen im Internet. Doch die haben nicht selten einen Haken. Mal gibt es die gebuchte Unterkunft nicht, mal fehlen wichtige Leistungen und man zahlt vor Ort ordentlich drauf. Wie kann man sich davor schützen, damit der Traumurlaub nicht zum Albtraum wird? BRISANT hat sich umgehört.

zwei Mädchen sitzen auf einem pinken Koffer und betrachten eine Landkarte
Ein Traumurlaub für wenig Geld? Ein solches Angebot sollten Sie ganz genau prüfen! Bildrechte: Colourbox.de

Falsche Tickets, falsche Unterkünfte - so erkennen Sie Fake-Angebote

Wer günstig in den Urlaub will, findet im Internet eine Vielzahl an Angeboten. Doch zwischen offiziellen Fluggesellschaften und echten Unterkünften tummeln sich auch unseriöse Anbieter, die versuchen, arglosen Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wie kann man sich davor schützen?

1. Internetseiten der Reiseanbieter besuchen
Bei Angeboten in sozialen Netzwerken sollte man generell misstrauisch sein. Zwar werden die auch von seriösen Reiseanbietern genutzt, doch auf der sicheren Seite sind Sie nur, wenn Sie auch über diese Seiten buchen.

2. Impressum des Anbieters prüfen
Ein neuer Reiseanbieter der besonders günstig ist? Überprüfen sie seine Internetseite ganz genau. Fehlt ein Impressum komplett oder ist unvollständig, sollten Sie von diesem Urlaubsschnäppchen die Finger lassen. Gibt es ein Impressum, sollten Sie checken, ob sich dahinter tatsächlich ein Unternehmen verbirgt.

Frau und Mann mit Reiseprospekten und Laptop zu Hause auf dem Sofa.
Bildrechte: imago/wolterfoto

3. Negative Bewertungen suchen!
Suchen Sie im Netz gezielt nach negativen Bewertungen. Positive sind häufig gefälscht.

4. Existiert die Fluggesellschaft?
Überprüfen Sie, ob die im Angebot genannte Fluggesellschaft überhaupt existiert. Auskunft gibt Ihnen das Luftfahrtbundesamt.

5. Falsche Gütesiegel
Werden Gütesiegel auf den Buchungsseiten gezeigt, sollten Sie diese einmal anklicken. So können Sie sicherstellen, dass das Siegel tatsächlich an den Anbieter vergeben wurde.

6. Suchmaschinen nutzen
Auch Suchmaschinen können helfen, vermeintliche Reiseschnäppchen zu entlarven. Überprüfen Sie anhand des Standorts der angebotenen Unterkunft, ob die Angaben des Anbieters stimmen können.

7. Zu günstige Preise
Eine günstige Reise wird nicht angeboten, um Ihnen zu gefallen. Schließlich möchte der Anbieter daran verdienen. Ist ein Preis zu niedrig, sollten Sie das Angebot mehrfach prüfen. Fehlen entscheidende Kosten wie z.B. ein Flughafen-Transfer?

Was tun, wenn man auf eine Fake-Reise reingefallen ist?

Ist man auf ein Angebot reingefallen, das es in Wirklichkeit nicht gibt, hilft nur der Gang zur Polizei. Denn dann handelt es sich um einen klaren Fall von Betrug.

Zeitgleich sollte man über seine Bank oder das Kreditkarteninstitut versuchen, bereits geleistete Anzahlungen zurückzubekommen.

Quelle: verbraucherzentrale.de

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 01. April 2021 | 17:15 Uhr

Mehr Ratgeber-Themen