Tipps, Apps und Co. Lawinengefahr: Darauf sollten Sie in Skigebieten achten

BRISANT | 07.01.2019 | 17:15 Uhr

Bald beginnen die Winterferien. Viele Urlauber zieht es dann wieder mit Snowboard und Skiern nach Österreich, Südtirol oder auch ins Riesengebirge. Vor allem in den Alpen ist die Lawinengefahr derzeit sehr hoch. Hier finden Sie eine Übersicht von Verhaltensregeln, Notrufnummern und Lawinenwarndiensten.

Eine Sperrung und ein Warnschild weisen auf die Lawinengefahr im österreichischen Gebiet um Radmer hin.
Bildrechte: dpa

Was im Skigebiet zu beachten ist

  • Bleiben Sie auf den markierten Pisten. Fahren Abseits der Piste birgt das Risiko eines Lawinenabgangs.
  • Gehen Sie niemals alleine ins Gelände.
  • Lesen Sie den Wetterbericht. Sind Unwetterwarnungen oder Tauwetter angesagt, bleiben Sie lieber zu Hause.
  • Besorgen Sie sich umfangreiches Kartenmaterial vom Gelände.
  • Besorgen Sie sich Sonderausrüstung wie z.B. ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS-Gerät) oder einen Lawinen-Airbag und einen Avalung-Schnorchel.
  • Studieren Sie vor jeder Tour den Lawinenlagebericht. Er wird von den Lawinenwarnzentralen veröffentlicht und informiert über die aktuelle Situation, Schneeverhältnisse und den Grad der Lawinengefahr.
  • Laden Sie Ihr Handy und speichern Sie die Notrufnummern der jeweiligen Länder unter einer Kurzwahltaste.
  • Meiden Sie Steilhänge oder abschüssiges Gelände.
  • Achten Sie auf Temperaturanstiege. Steigt die Temperatur über 3.000 Meter auf mehr als 0 Grad besteht Lawinengefahr.


Notrufnummern im Überblick

  • Euronotruf: 112
  • Deutschland: 112
  • Österreich: 140
  • Schweiz: 144
  • Polen: 999 oder 112
  • Tschechien: 155 oder 112


Apps der Bergrettungsdienste

Der Bergrettungsdienst in Tirol stellt eine App zur Verfügung, über die Anrufe an die Notrufzentrale, das Absenden von Notruf-SMS und aktuelle GPS-Positionen für eine schnelle Ortung möglich sind. Außerdem gibt es eine Notfall-App der Schweizer Rega (Rettungsflugwacht). Auch für die Hohe Tatra gibt es eine Notfall-App.

Internetseiten der Lawinenwarndienste

Bei den Lawinenwarndiensten der jeweiligen Regionen können Sie sich über den aktuellen Stand informieren. Hier sind einige Seiten aufgelistet.


Lawinen-Gefahrenskala des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung

  • 1 (gering): allgemein günstige Lawinensituation - Es sind keine Alarmzeichen feststellbar. Lawinen können nur vereinzelt, vor allem an extrem steilen Hängen ausgelöst werden.
  • 2 (mäßig): mehrheitlich günstige Lawinensituation - Alarmzeichen können vereinzelt auftreten. Lawinen können vor allem an sehr steilen Hängen ausgelöst werden. Größere spontane Lawinen sind nicht zu erwarten.
  • 3 (erheblich): kritische Lawinensituation - Wummgeräusche und Risse sind typisch. Lawinen können vor allem an Steilhängen leicht ausgelöst werden. Spontane Lawinen und Fernauslösungen sind möglich.
  • 4 (groß): sehr kritische Lawinensituation - Spontane und oft auch sehr große Lawinen sind wahrscheinlich. An vielen Steilhängen können Lawinen leicht ausgelöst werden. Fernauslösungen sind typisch. Wummgeräusche und Risse sind häufig.
  • 5 (sehr groß): Katastrophensituation - Viele sehr große und extrem große spontane Lawinen sind zu erwarten. Diese können Straßen und Siedlungen in Tallagen erreichen.

mdr/dsv/slf

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 07. Januar 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Januar 2019, 11:58 Uhr

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