Teilweise höchste Waldbrandgefahr Feuerwehr in vielen Gebieten in Alarmbereitschaft

BRISANT | 23.04.2019 | 17:15 Uhr

Wegen akuter Waldbrandgefahr herrscht in vielen Regionen Deutschlands inzwischen die höchste Warnstufe. Hier erfahren Sie, was es bei den verschiedenen Warnstufen zu beachten gilt.

Auf einem Hinweisschild werden die Kraftfahrer gebeten, die Zigarettenkippen nicht aus dem Fahrzeug zu werfen.
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Das Umweltministerium in Brandenburg hat am Dienstag (23.04.) beispielsweise flächendeckend die höchste Stufe 5 ausgerufen. Der Waldbrandgefahren-Index des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigt darüber hinaus den Süden Mecklenburg-Vorpommerns, das nördliche Sachsen, den Osten Sachsen-Anhalts sowie die Region um das niedersächsische Celle als sehr stark gefährdet.

In der Nähe von Cottbus brannten in der Nacht zu Dienstag 4,5 Hektar, wie der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel sagte. Das Feuer sei kurz vor Mitternacht gemeldet und in den frühen Morgenstunden gelöscht worden. Probleme mit Bränden gab es aber auch in Bayern. In Hersbruck östlich von Nürnberg geriet am Ostermontag ein ein Hektar großes Waldstück in Flammen. Weil die Fläche schwer zugänglich ist, stellten Landwirte ihre Güllefässer für den Wassertransport zur Verfügung, wie Kreisbrandrat Norbert Thiel sagte.

Feuerwehrschlauch auf Waldboden
Feuerwehrschlauch auf Waldboden Bildrechte: TeleNewsNetwork GmbH& Co. KG

Das bedeuten die Waldbrand-Gefahrenstufen

Die Waldbrandgefahr wird in Deutschland nach dem Index in fünf Gefahrenstufen dargestellt: "1" bedeutet sehr geringe Gefahr, "5" bedeutet sehr hohe Gefahr. Hier erfahren Sie, welche Gefahrenstufe bei Ihnen herrscht.

Waldbrandgefahrenstufe 1

Waldbrandgefahrenstufe 1

Der Wald kann ohne Einschränkungen betreten werden und die Waldbrandwarnung ist aufgehoben.

Waldbrandgefahrenstufe 2

Waldbrandgefahrenstufe 2

Es gibt keine grundsätzliche Einschränkung beim Betreten des Waldes. Um Zündquellen zu vermeiden, ist erhöhte Vorsicht geboten. Fahrzeuge dürfen weiter auf Waldparkplätzen abgestellt werden. Wege mit trockener Bodenvegetation nur im unbedingten Notfall befahren.

Waldbrandgefahrenstufe 3

Waldbrandgefahrenstufe 3

Es besteht eine erhöhte Waldbrandgefahr. Die zuständige Behörde darf den Wald sperren. Das Betreten des Waldes ist weiterhin erlaubt, aber bei der Nutzung von Waldparkplätzen ist erhöhte Vorsicht geboten (Stichwort: heiße Auspuffanlagen). Öffentliche Feuerstellen oder Grillplätze im und am Wald dürfen nicht mehr genutzt werden.

Waldbrandgefahrenstufe 4

Waldbrandgefahrenstufe 4

In Waldgebieten sollten öffentliche Straßen und Wege, sowie Waldwege aller Art nicht verlassen werden. Die Fortbehörde kann ausgewiesene Parkplätze, sowie touristische Einrichtungen im Wald sperren. Die zuständigen Behörden treffen gegebenenfalls zusätzliche Brandschutzmaßnahmen.

Waldbrandgefahrenstufe 5

Waldbrandgefahrenstufe 5

Die Forstbehörde und der Waldeigentümer dürfen den Wald sperren. Der Wald sollte weder betreten noch befahren werden. Ausnahmen gelten nur zu Kontrolltätigkeiten durch die Forstbehörde, sowie für Kräfte des Brandschutzes, Rettungsdienstes oder Katastrophenschutzes.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 23. April 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. April 2019, 19:24 Uhr

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