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Wasser zu sparen schont die Umwelt und den eigenen Geldbeutel. Bildrechte: Colourbox.de/Angel Cortijo Nieto

Trinkwasser-RessourcenSenkt die Kosten, schont die Umwelt: Wasser sparen im Haushalt

15. März 2024, 12:05 Uhr

Unser Trinkwasser ist ein wertvolles Gut, das nicht verschwendet werden sollte. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Mit Wasser besser zu haushalten ist nicht schwer. Seine Gewohnheiten zu ändern und ein wenig Zubehör sind ausreichend, um viel (warmes) Wasser und Geld zu sparen.

Wie viel Wasser fließt täglich durch die Leitung? Ein Blick auf die Wasser- oder Betriebskostenabrechnung gibt Antwort.

Wenig aufschlussreich ist der allerdings für diejenigen, die in einem Mehrfamilienhaus leben, in dem der Wasserverbrauch pauschal auf die Anzahl der Mieter umgelegt wird. Ein Prozedere, das den Einzelnen nicht unbedingt zum Wasser sparen motiviert.

Hat man den eigenen Verbrauch im Blick, spornt das zu einem sorgsameren Umgang mit dem Wasser an. Die Verbraucherzentrale spricht von einem Sparpotenzial von bis zu 30 Prozent - und das ganz ohne zusätzliche Maßnahmen.

Wie viel Wasserverbrauch ist "normal"?

Verbraucht man 70 bis 100 Liter Wasser pro Kopf und Tag, zählt man zu den sparsamen Verbrauchern. Wer täglich mehr als 130 Liter durch die Leitung jagt, verbraucht zu viel Wasser. Hier kann man mit einigen Tricks und Kniffen nachhelfen.

Den eigenen Wasserverbrauch im Blick zu haben motiviert, damit zu haushalten. Bildrechte: imago/Westend61

Durchflussbegrenzer, Luftsprudler und Sparduschköpfe

Ein Zwischenstück im Duschschlauch oder am Wasserhahn sorgt dafür, dass weniger Wasser fließt.

In Kombination mit so genannten Perlatoren, auch Luftsprudler genannt, ersetzt man Wasser durch Luft - und macht es auf diese Weise fülliger. Durch einen sogenannten Sparduschkopf, der nach diesem Prinzip funktioniert, kann man beim Duschen bis zur Hälfte des bisherigen Wasserverbrauchs sparen.

Wasserhahn mit Einhandhebelmischer

Wasser und Energie kann auch sparen, wer seine Wasserhähne von der klassischen Zweigriffarmatur auf Einhandhebelmischer umrüstet. Denn mit denen kann die Temperatur schneller geregelt werden.

Bei Neuanschaffungen sollte man darauf achten, dass beim Einhandhebelmischer auch in der Mittelstellung kaltes Wasser fließt. Alternativ den Hebel immer nach rechts, also auf kalt, stellen.

Und: Regelmäßig die Wasserhahn-Dichtungen austauschen! Ein tropfender Wasserhahn verschwendet innerhalb von 24 Stunden rund 10 Liter Wasser.

Ein tropfender Wasserhahn vergeudet etwa 10 Liter Wasser pro Tag. Bildrechte: imago/photothek

Sparspülung für die Toilette

Auch bei der Toilettenspülung kann man durch eine Umrüstung jede Menge Geld sparen. Ein wassersparender WC-Spülkasten bringt mit weniger Wasser die gleiche Leistung. Will man diese Investition nicht tätigen, kann man alte Spülkästen auch mit Wasserstop-Tasten aufrüsten.

Eigenes Verhalten im Umgang mit Wasser überdenken

Nicht nur technische Investitionen können helfen, den individuellen Wasserverbrauch zu senken. Auch das eigene Verhalten im Umgang mit Wasser sollte regelmäßig überdacht werden - und das kostet keinen Cent. Helfen können:

Duschen statt baden

Das meiste Wasser wird in privaten Haushalten für die Körperpflege verbraucht. Wer unter die Dusche statt in die Badewanne steigt, spart jedes Mal ganze 100 Liter Wasser.

Tägliches Duschen ist aus hygienischen Gründen nicht notwendig und strapaziert unnötig die Haut. Jeden zweiten Tag zu duschen, reicht vollkommen aus - und spart übers Jahr eine Menge Geld.

Beim Duschen sparen: Duschverhalten optimieren

Auch notorische Duscher können bei der Körperpflege Wasser sparen: indem sie ihre Duschzeit reduzieren und beim Einseifen konsequent das Wasser abstellen.

Wer wissen möchte, mit welchen Kosten das persönliche Duschverhalten zu Buche schlägt, kann das mit Hilfe eines Rechners der Verbraucherzentrale herausfinden.

Wäsche waschen - nur bei voller Waschmaschine

Um Wasser und Energie zu sparen, sollte nur eine volle Waschmaschine in Gang gesetzt werden. Auf die Vorwäsche kann man in der Regel verzichten.

Wer eine Waschmaschine neu anschafft, sollte auf niedrige Verbrauchswerte achten. Mehr als 10-12 Liter pro Kilo Wäsche sollte die Maschine nicht benötigen.

Gleiches gilt es bei der Nutzung und Anschaffung eines Geschirrspülers zu beachten.

Regen- und Grauwasser nutzen

Als Grauwasser bezeichnet man den Teil des häuslichen Abwassers, der durch Baden, Duschen oder Waschen entsteht. Durch spezielle Grauwasseranlagen gereinigt, kann man es für die Toilettenspülung, die Waschmaschine oder auch die Gartenbewässerung nutzen. Allerdings sind dafür Umbauten nötig, die sich nur für Eigenheimbesitzer lohnen.

Doch auch Wasser aus Regenwasserzisternen und klassischen -tonnen ist für verschiedene Zwecke einsetzbar - insbesondere zur Bewässerung des Gartens. Rasensprengen mit Trinkwasser sollte nur bei extremer Trockenheit (und ausschließlich morgens oder abends) erfolgen.

Übrigens: Wer auf seinem Grundstück das Versickern von Regenwasser ermöglicht, kann unter Umständen von den Gebühren für Niederschlagswasser befreit werden. Auskunft darüber gibt die zuständige Stadtverwaltung.

(Dieser Artikel wurde erstmals am 08.12.2021 veröffentlicht)

Quellen und weiterführende Links

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Dieses Thema im Programm:Das Erste | BRISANT | 16. März 2022 | 17:15 Uhr