World Blood Cancer Day Das sollten Sie zur Stammzellenspende wissen

BRISANT | 28.05.2019 | 17:15 Uhr

Alle 16 Minuten wird in Deutschland Blutkrebs diagnostiziert. Zum World Blood Cancer Day am 28. Mai gibt es hier Informationen zur wichtigsten Rettungsmaßnahme: die Stammzellenspende.

Ein Schild weist in einer Klinik auf ein Stammzell-Labor hin.
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Wie hilft die Stammzellenspende?

Bei Blutkrebs vermehren sich entartete weiße Blutzellen unkontrolliert im Körper des Erkrankten und sorgen dafür, dass das Blut seine lebensnotwendigen Aufgaben wie den Transport von Sauerstoff oder das Bekämpfen von Infektionen nicht mehr ausführen kann. Durch die Transplantation gesunder Stammzellen kann dies verhindert werden. Sie nisten sich beim erkrankten Patienten ein und helfen dort neue und gesunde Blutzellen zu bilden. So kann das Leben Betroffener gerettet werden. Noch immer ist die Zahl der freiwilligen Spender im Vergleich zu den Erkrankten ziemlich gering.

Wie werde ich Spender?

Da immer wieder Stammzellenspender gesucht werden, gibt es viele Möglichkeiten, sich als Spender registrieren zu lassen. In Deutschland gibt es dafür zahlreiche Spender-Organisationen, beispielsweise den Verein für Knochenmark- und Stammzellspenden e.V. oder die sehr bekannte gemeinnützige Organisation DKMS (ehemals deutsche Knochenmarkspenderdatei). Sie versuchen auch über Werbeaktionen möglichst viele Spender zu finden. Nach einer entsprechenden Aufklärung werden die Gewebemerkmale des Spenders über eine Blutprobe oder einen Abstrich aus der Wangenschleimhaut bestimmt und in der Datei gespeichert. Alle Daten werden von einer zentralen Stelle gesammelt und regelmäßig mit Patientendaten verglichen. Wollen Sie Spender werden, fordern Sie ganz einfach ein Starter-Set über eine Website der Spender-Organisationen an.

Ein Typisierungsset der DKMS enthält unter anderem zwei Tupfer zur Speichelentnahme und eine Anleitung
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Risiken

Kommt ein Spender in Frage, wird er zunächst vollständig medizinisch durchgecheckt. Es folgt ein Aufklärungsgespräch. Erst dann kann gespendet werden. Je nach Art der Stammzellentnahme können unterschiedliche Risiken auftreten. Bei der peripheren Entnahme können grippeähnliche Symptome wie Kopf- und Gelenkschmerzen auftreten. Nach heutigem Forschungsstand sind Langzeitnebenwirkungen dieser Methode nicht bekannt. Da bei der Knochenmarkentnahme unter Vollnarkose gearbeitet wird, bestehen die bekannten Narkoserisiken. Nach der Entnahme kann es an den Einstichstellen Blutergüsse geben. Auch lokaler Wundschmerz, ähnlich einer Prellung, ist möglich. Das Knochenmark wird bereits nach kurzer Zeit nachgebildet. In seltenen Fällen kann es bei beiden Entnahmearten zu allergischen Reaktionen kommen.

Nach der Spende

Damit Spender und Patient kein emotionales Verhältnis aufbauen, ist eine Stammzellspende zunächst grundsätzlich anonym. Der Grund: Nicht immer ist eine Spende auch erfolgreich. Experten sprechen von einer 60-prozentigen Erfolgschance. Wollen Spender und Patient allerdings nach erfolgreicher Spende Kontakt aufnehmen, ist es nach zwei Jahren möglich, den Menschen kennenzulernen, dem man durch die Spende geholfen hat.

Mehr Informationen zum Thema gibt es bei der MDR Umschau.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 28. Mai 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. Mai 2019, 19:06 Uhr

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