Große Freude - großer Ärger Ballons als Gefahr für Flug- und Bahnverkehr

BRISANT | 18.02.2019 | 17:15 Uhr

Sie sehen schön aus, doch die kleinen Ballons können für großen Ärger sorgen. Nun haben sie in München eine Bahnstrecke lahmgelegt. Daher gibt es im Umgang mit den kleinen Freudebringern einiges zu beachten.

Am Samstagmorgen rollte am Münchner S-Bahnhof Karlsplatz nichts mehr. Ein herrenloser Ballon hinterließ seine Spuren. Ein Problem, das deutschlandweit immer wieder zu beobachten ist. Auch in Stuttgart und Frankfurt am Main bremsten metallbeschichtete Luftballons schon die S-Bahnen aus. In München haben sich die Vorfälle mittlerweile so stark gehäuft, dass die Deutsche Bahn ein Luftballon-Verbot ausspricht. Allein im vergangenen Jahr wurden zehn Vorfälle gezählt.

Wenn eindeutig ermittelt werden kann, wer den Schaden ausgelöst hat, haftet der dafür. Im Idealfall übernimmt das die Haftpflichtversicherung. Denn metallbeschichtete Luftballons mitzunehmen, ist an Bahnhöfen schlicht verboten. Das steht, ebenso wie ein Bettelverbot, ein Alkoholverbot und ein Verbot des Handels und Konsums von Drogen und Betäubungsmitteln, in der Hausordnung der Deutschen Bahn.

Aber Luftballons sind nicht nur am Bahnhof tabu, auch in der Nähe von Flughafen und in Flugschneisen. Denn sie können auch für den Flugverkehr gefährlich werden. Deshalb gilt: Will man in der Nähe von Flughäfen einen Ballon steigen lassen, muss vorher die Deutschen Flugsicherung darüber informiert werden. Das trifft auch zu, wenn mehr als 500 Ballons gleichzeitig empor steigen sollen. Die Deutsche Flugsicherung muss dann eine Freigabe erteilen.

Wichtige Regeln:

  • Nach §21 LuftVO ist die Einholung einer Flugverkehrskontrollfreigabe bei der zuständigen Flugverkehrskontrollstelle erforderlich
  • Antrag rechtzeitig, möglichst fünf Tage im Voraus stellen
  • Aufstiege von Fluglaternen werden auch von §21 LuftVO geregelt
  • Aufstiege von Himmelslaternen, die mit offenem Feuer steigen, sind grundsätzlich verboten!
  • Zum Befüllen darf kein brennbares Gas benutzt werden
  • Es dürfen keine harten Gegenstände in oder an den Ballonen befestigt werden
  • Ballons sind an Bahnhöfen verboten (Hausordnung der Deutschen Bahn)
  • Für Drohnen gibt es die "DFS-DrohnenApp"

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 18. Februar 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Februar 2019, 21:18 Uhr

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