Klimaschutz Der Regenwald brennt - was können wir tun?

BRISANT | 26.08.2019 | 17:15 Uhr

Der brasilianische Regenwald steht in Flammen - und wir schauen hilflos zu? Mittlerweile teilen Tausende Menschen Bilder in den sozialen Netzwerken, bringen ihre Betroffenheit zum Ausdruck. Doch wir können auch an unserer Lebesweise und -haltung einiges ändern.

Ein Militärflugzeug, das bei den Bränden im Amazonasgebiet im Einsatz ist.
Militärflugzeug im Löscheinsatz über dem brasilianischen Regenwald Bildrechte: dpa

Ein Fünftel aller 1,5 Millionen Pflanzen- und Tierarten der Welt lebt im Amazonasregenwald - und der brennt, und zwar seit Wochen. Zehntausende (!) Feuer soll es in diesem Jahr bereits gegeben haben. Das Amazonasgebiet liefert 20 Prozent unseres Sauerstoffs, gilt als die "Lunge unseres Planeten" und hilft das globale Klima zu stabilisieren. Das Erschreckende: Die Ursache für die zahlreichen Feuer ist nicht etwa eine Trockenperiode, sondern Brandstiftung. Brasilien ist der größte Rindfleisch-Exporteur der Welt. Um neue Weideflächen für ihre Tiere zu schaffen, greifen die Bauern zu radikalen Methoden. Auch für den Sojaanbau wird immer wieder gerodet.

Das Ausmaß der Katastrophe ist uns durchaus bewusst. Doch nicht alle können spenden - und wie viele Spenden machen überhaupt Sinn? Zum Regenwald- bzw. Klimaschutz können wir alle beitragen, wenn wir in der ein oder anderen Hinsicht umdenken.

Zehn Tipps zum Klimaschutz So können auch SIE den Regenwald schützen!

Der brasilianische Regenwald steht in Flammen - und wir schauen hilflos zu? Mittlerweile teilen Tausende Menschen Bilder in den sozialen Netzwerken, bringen ihre Betroffenheit zum Ausdruck. Doch wir können auch an unserer Lebesweise und -haltung einiges ändern.

Ein junger Mann vor einem Fleischregal
1. Auf Fleisch verzichten! Wer Fleisch isst, schadet dem Regenwald - auch wenn es sich nicht um ein brasilianisches Steak handelt. Denn zur Ernährung unserer Nutztiere werden u.a. große Mengen an Soja importiert - und der Sojaanbau hat einen großen Anteil an der Regenwald-Rodung. Bildrechte: Colourbox.de
Ein junger Mann vor einem Fleischregal
1. Auf Fleisch verzichten! Wer Fleisch isst, schadet dem Regenwald - auch wenn es sich nicht um ein brasilianisches Steak handelt. Denn zur Ernährung unserer Nutztiere werden u.a. große Mengen an Soja importiert - und der Sojaanbau hat einen großen Anteil an der Regenwald-Rodung. Bildrechte: Colourbox.de
Braun-weiße Kühe auf einer Weide
2. Fleisch aus regionaler Haltung konsumieren und auf Massentierhaltung verzichten! Im Jahr 2018 kamen über 40 Prozent der Rindfleischexporte der EU aus Brasilien. Wer auf Fleisch nicht ganz verzichten möchte, der sollte zumindest darauf achten, dass es aus nachhaltiger Tierhaltung und aus der Region kommt. Gleiches gilt natürlich für Milch, Eier oder Leder. Bildrechte: Colourbox.de
Holzstämme
3. Möbel aus heimischer Produktion kaufen! Um die Abholzung in den Tropen nicht zu unterstützen, sollte man auch beim Kauf von Holzmöbeln darauf achten, dass sie aus heimischer Produktion stammen. Wer unsicher ist, dem hilft das  FSC-Label zur Orientierung. Tropenholz wird häufig illegal gehandelt. Bildrechte: Colourbox.de
Ein glühender Barbecue-Grill
4. Grillkohle aus deutscher Produktion kaufen! Gleiches gilt für Grillkohle. Denn auch die wird aus Kostengründen häufig in den Regenwäldern produziert und trägt zu deren Abholzung bei. Bildrechte: Colourbox.de
Toilettenpapier
5. Recycling-Toilettenpapier nutzen! Papiertaschentücher, Küchenrolle, Toilettenpapier - unser Papierverbrauch im täglichen Bedarf ist höher als man denkt. Sinnvoll ist es, hier auf Recyclingprodukte zurückzugreifen. Bildrechte: Colourbox.de
Palmen-Plantage
6. Auf Palmölprodukte verzichten! Aus Kostengründen wird für zahlreiche Produkte Palmöl verwendet - vor allem in Süßigkeiten. Im Amazonasgebiet spielt Palmöl zwar eine untergeordnete Rolle, dennoch trägt man mit dem Verzicht auf konventionelles Palmöl zum Schutz des Regenwaldes bei. Bildrechte: Colourbox.de
Geldscheine und Münzen
7. Zu einer nachhaltigen Bank wechseln! Die meisten Großbanken investieren Millionenbeträge in die brasilianische Viehzucht und den Sojaanbau - und tragen damit dazu bei, dass der Regenwald zerstört wird. Mittlerweile gibt es zahlreiche Alternativen. Nachhaltige Banken investieren Ihr Geld weder in die Regenwaldabholzung, noch in Waffen- oder Atomgeschäfte. Bildrechte: Colourbox.de
Zweig mit grünen Blättern, davor Euromünzen.
8. Aufforstungsprojekte unterstützen! Ob nachhaltige Suchmaschinen, Tropenwald-Stiftungen oder Umweltorganisationen - man kann zahlreiche Institutionen unterstützen, die sich für die Aufforstung des Regenwalds stark machen - und das auch ohne ganz tief in die Tasche greifen zu müssen. Bildrechte: Colourbox.de
Verschiedene Computerplatinen liegen auf einem Haufen.
9. Recycling von Elektronikartikeln! Im Amazonasgebiet gibt es zahlreiche Bodenschätze, aus denen u.a. Rohstoffe für Elektronikartikel gewonnen werden. Allein schon der Umwelt zuliebe ist es sinnvoll, schonend mit Elektronikartikeln umzugehen, Handys und Tablets auch aus zweiter Hand zu kaufen bzw. eigene Geräte zu recyclen. Bildrechte: Colourbox.de
Twitterlogo und ein Hashag
10. Informieren und Informationen weitergeben! Lange hat es gedauert, bis die Problematik der brennenden Regenwälder zu uns vorgedrungen ist. Unter Hashtags wie #PrayforAmazonia, #Amazonrainforest oder #AmazonFires kann man in den sozialen Netzwerken zahlreiche Informationen zum Thema finden - und auch seine eigenen Gedanken teilen. Bildrechte: Colourbox.de
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Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 26. August 2019 | 17:15 Uhr

Die Karte zeigt den Rückgang tropischer Wälder in Südamerika bis 2030
Bildrechte: MDR/WWF (M)

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Zuletzt aktualisiert: 27. August 2019, 19:09 Uhr

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