Herbst- und Winterferien Beherbergungsverbot für Urlauber aus Risikogebieten in Deutschland

Wer im Herbst, über Weihnachten oder in den Winterferien verreisen möchte, soll sich für ein Urlaubsziel in Deutschland entscheiden, so der Appell der Bundesregierung. Doch ganz so einfach ist das nicht. Denn auch hier gibt es sogenannte Risikogebiete. Wer von dort kommt und in anderen Teilen Deutschlands Urlaub machen möchte, hat Pech. Denn für sie gilt in allen Bundesländern ein Beherbergungsverbot.

Ostsee-Strand in Grömitz, Schleswig-Holstein
Urlaub in Schleswig-Holstein ist für Urlauber aus Berlin-Mitte derzeit erst nach ZWEI negativen Corona-Tests möglich. Bildrechte: imago images / Kirchner-Media / David Inderlied

Urlaube im Herbst und Winter möglichst in Deutschland und fernab von Risikogebieten zu verbringen, lautet der Appell der Bundesregierung. Doch auch hier gibt es immer wieder Städte und Kreise, in denen es innerhalb von sieben Tagen zu mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner kommt und die deshalb als Risikogebiete gelten.

Eine aktuelle Liste der als Risikogebiete geltenden Städte und Kreise finden Sie hier:

Beherbergungsverbot für Reisende aus Risikogebieten

Ob Reisende aus diesen Gebieten in anderen Teilen Deutschlands willkommen sind, hat bislang jedes Bundesland für sich entschieden. Jetzt haben sich Bund und Länder in einer Schaltkonferenz eine einheitliche Linie angestrebt. Demnach soll für alle Urlauber aus inländischen Corona-Risikogebieten ein sogenanntes Beherbergungsverbot gelten. Doch nicht alle Bundesländer machen mit.

Nicht dabei sind Berlin, Bremen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen. Hier sind bislang auch Urlauber aus innerdeutschen Risikogebieten willkommen.

Ausnahme bei negativem Corona-PCR-Test

Wer dennoch auf seinen Urlaub nicht verzichten möchte, kann in den restlichen Bundesländern durch die Vorlage eines negativen Corona-Tests, der nicht älter als 48 Stunden ist, eine Ausnahme erwirken. Dafür soll in Bundesländern wie Schleswig-Holstein die bislang obligatorische zweiwöchige Quarantäne entfallen.

Nur in Mecklenburg-Vorpommern gelten für Besucher aus Corona-Hotspots strengere Regeln als im restlichen Deutschland. Neben einem aktuellen negativen Virus-Test schreibt die Corona-Landesverordnung weiterhin eine 14-tägige Quarantäne unmittelbar nach der Einreise vor. Die kann nur dann verkürzt werden, wenn ein zweiter, selbst zu bezahlender Test nach fünf bis sieben Tagen ebenfalls negativ ausfällt.

Besuche bei Familie und Freunden weiterhin erlaubt

Die neue Regelung soll ausschließlich für Reisen zu touristischen Zwecken in gewerblichen Beherbergungsbetrieben gelten. Familienbesuche und Pendlerverkehre sind davon ausdrücklich ausgenommen. Für private Übernachtungen etwa bei Freunden oder Verwandten gibt es keine Beschränkungen. Auch sogenannte Einreiseverbote sind nicht geplant.

(Stand: 09.10.2020)

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 07. Oktober 2020 | 17:15 Uhr

Das könnte sie auch interessieren