Coronavirus Reisewarnung für Spanien: Was muss ich als Urlauber beachten?

In Spanien, dem beliebtesten Reiseziel der Deutschen, steigen die Corona-Infektionen. Daher warnt das Auswärtige Amt vor Reisen dorthin - außer auf die Kanaren. BRISANT sagt, was Sie beachten sollten.

Madrid
Spaniens Hauptstadt Madrid gehört jetzt mit zum Risikogebiet Bildrechte: imago images/alterphotos

Reisewarnung für das Festland und die Balearen

Das Robert-Koch-Institut stuft praktisch ganz Spanien Spanien als Risikogebiete ein! Daher hat das Auswärtige Amt am 14. August eine Reisewarnung für Aragón, Katalonien, Navarra, La Rioja, Kastilien und Léon, das Baskenland, die Hauptstadtregion Madrid sowie die Balearen ausgesprochen.

Das betrifft also auch Mallorca und Ibiza! Auch die beliebten Touristenziele Barcelona und die Costa Brava, die beide in Katalonien liegen. Wer in diesen Regionen Urlaub macht, tut das auf eigene Gefahr!

In Katalonien ist das Nachtleben praktisch zum Erliegen gekommen. Discos und Clubs zu zu, Bars und Restaurants schließen spätenstens um Mitternacht. Im Großraum Barcelona dürfen sich nicht mehr als zehn Menschen treffen. Dasselbe gilt für Aragón und Madrid. Behörden raten davon ab, in die Stadt Saragossa zu reisen! Einige Gemeinden sind komplett abgeriegelt - die Polizei kontrolliert!

Für Reiserückkehrer bedeutet die Reisewarnung, sich bei Ankunft in Deutschland auf das Corona-Virus testen zu lassen.

Darf ich den Urlaub jetzt stornieren?

Ja! Für eine Stornierung muss ein "unvermeidbarer, außergewöhnlicher Umstand" vorliegen. Eine amtliche Reisewarnung ist so ein Fall.

Sie können Ihre Pauschalreise daher kostenfrei absagen. Sagt Ihr Veranstalter die Reise von sich aus ab, bekommen Sie ebenfalls Ihre Kosten erstattet. TUI und DER haben bereits angekündigt, keine Reisen auf das spanische Festland oder die Balearen mehr durchzuführen.

Von sich aus können Sie eine Individualreise nur dann kostenfrei stornieren, wenn eine Einzelleistung nicht erfüllt werden kann. Zum Beispiel, wenn das gebuchte Hotel in einer Region liegt, für welche die Behörden ein generelles Einreiseverbot ausgesprochen haben (z.B. die Stadt Saragossa) oder der Flughafen nicht angeflogen werden kann.

Haben Sie eine Ferienwohnung oder ein Hotel direkt im Ausland gebucht, gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters. Wenden Sie sich am besten direkt an ihn.

Blick auf das Häusermeer von Barcelona mit der Kathedrale Sagrada Familia im Hintergrund
Barcelona mit der Kathedrale Sagrada Familia Bildrechte: dpa

Das gilt bei der Einreise

Bei allen Einreisenden auf Flughäfen oder Seehäfen wird die Temperatur gemessen. Wer mehr als 37,5 Grad warm ist oder andere körperliche Auffälligkeiten zeigt, muss mit einer eingehenderen Untersuchung rechnen.

Übrigens: Auch wenn Kreuzahrtschiffe noch nicht wieder anlegen dürfen, gibt es Fährverbindungen!

Anreise mit dem Flugzeug: Nur mit QR-Code

Jeder Fluggast muss 48 Stunden vor Anreise nach Spanien ein Formular ausfüllen. Einfacher geht es mit der kostenfreien App "Spain Travel Health SpTH". Ähnlich wie bei der Reise nach Griechenland bekommt der Reisende einen QR-Code zugeschickt, den er bei der Gesundheitskontrolle am Zielflughafen vorzeigen muss.

Anhand dieses Codes bzw. der gegebenen Antworten (die genauen Kriterien sind unbekannt) wird entschieden, ob vereinzelte Einreisende auf Covid-19 getestet werden. 

15.07.2020, Spanien, Palma De Mallorca: Touristen sitzen auf der Terrasse einer Bar im Ferienort Magaluf in der Stadt Punta Ballena.
Das war's mit Party! Für Spanien gilt die Reisewarnung. Bildrechte: dpa

Maskenpflicht in ganz Spanien

Im ganzen Land gilt Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen geschlossen Räumen, also beim einkaufen oder im Museum.

Wenn der Mindestabstand von eineinhalb Metern nicht gewahrt werden kann - etwa an vollen Strandpromenaden oder in Fußgängerzonen - muss der Reisende auch im Freien eine Maske tragen.

Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Kinder unter sechs Jahren, ebenso Personen, die unter Atemnot leiden oder aus anderen medizinischen Gründen durch eine Maske beeinträchtigt wären. Beim Essen oder Trinken darf die Maske natürlich abgenommen werden.

Wichtig: In Spanien reicht es nicht, einen Schal oder ein Tuch über Mund und Nase zu ziehen, Masken sind verpflichtend. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 100 Euro rechnen!

Ein Mann und eine Frau mit Maske an einem Strand
Maskenpflicht auch im Freien Bildrechte: imago images/Chris Emil Janßen

Was gilt am Hotel und am Strand?

Jedes Hotel oder Resort hat seine eigenen Sicherheits- und Hygienevorschriften. Über diese informiert die jeweilige Unterkunft. In Restaurants gilt ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zwischen den Tischen.

Am Pool ist die Anzahl der Besucher entsprechend der Zahl an Liegestühlen begrenzt. Und die stehen bis zu zwei Meter auseinander.

Am Strand gilt der Mindestabstand von 1,5 Metern. Sport ist nur einzeln oder paarweise gestattet. Liegen oder Hängematten müssen nach dem Gebrauch desinfiziert werden. Rettungsschwimmer und Polizei kontrollieren das Treiben der Badegäste am Strand.

Jeder Landstrich hat seine eigenen Regeln für den Strandbesuch aufgestellt. Sogar ob bei einem Spaziergang eine Maske getragen werden muss oder nicht, sollten Sie unbedingt vor Ort erfragen.

So ist in Benidorm an der Costa Blanca in Alicante ein Termin zum Baden nötig! Es gibt spezielle Bereiche für Senioren und Liege-Vermietungen.

Urlauber entspannen sich am Plaja-de-Muro-Strand auf Mallorca
Viel Platz für sich - auch mal schön. Bildrechte: dpa

Was ist, wenn ich mich mit Corona infiziere?

Am besten wenden Sie sich an die Rezeption Ihres Hotels, die wissen, was zu tun ist. Denn dann muss die zuständige regionale Gesundheitsbehörde informiert werden. Besteht ein Verdacht auf eine Corona-Infektion, werden Sie in Quarantäne gebracht, damit Sie auf keinen Fall andere Gäste infizieren können.

Sind Sie als Individual- oder Rucksacktourist unterwegs, isolieren Sie sich und bleiben Sie 14 Tage in einem Einzelzimmer.

Blick vom Meer auf Playa de Duque auf Teneriffa
Traumhaft: Blick auf Playa de Duque auf Teneriffa Bildrechte: colourbox

Reisewarnung für Balearen

Die Balearen sind wie das spanische Festland als Corona-Risikogebiet eingestuft. Außerdem gilt eine Reisewarnung für Mallorca, Menorca und Ibiza. Party am Ballermann wird es 2020 ohnehin nicht geben. Bis zum 15. September - und damit bis zum Ende der Saison - bleiben Bier- und Schinkenstraße an der Playa de Palma dicht! Außerdem gilt eine verschärfte Maskenpflicht im öffentlichen Raum, etwa auf der Strandpromenade! Am Strand selber darf man den Mundschutz abnehmen.

Gartenreise Teneriffa: Impressionen einer faszinierenden Insel

Der Berg Teide auf Teneriffa
Der Teide ist mit 3.715 Metern der höchste Berg sowohl der Insel als auch des gesamten spanischen Staatsgebietes. Der Vulkan findet sich auch im Inselwappen wieder.
Bildrechte: MDR/Michael Wenkel
Der Berg Teide auf Teneriffa
Der Teide ist mit 3.715 Metern der höchste Berg sowohl der Insel als auch des gesamten spanischen Staatsgebietes. Der Vulkan findet sich auch im Inselwappen wieder.
Bildrechte: MDR/Michael Wenkel
KLeinstadt Icod de los Vinos auf Teneriffa
Icod de los Vinos ist eine Kleinstadt an der Küste. Ihren besonderen Charme macht das historische Zentrum aus.
Bildrechte: MDR/Michael Wenkel
Drachenbaum
Die größte Attraktion von Icod de los Vinos ist der sogenannte Drachenbaum, der drago milenario. Tausend Jahre, wie sein spanischer Name andeutet, ist er zwar nicht alt, aber darum nicht minder beeindruckend.
Bildrechte: MDR/Michael Wenkel
Detail Drachenbaum
Die kanarischen Drachenbäume (Dracaena draco) gehören zur Gattung der Spargelgewächse und sind mit der Agave verwandt. Die Bäume sondern ein Harz ab, das zu Heilzwecken benutzt werden kann.
Bildrechte: MDR/Michael Wenkel
Blick auf La Orotava
Blick auf La Orotava vom Victoria Garten aus. Die Stadt im Norden der Insel ist ein wichtiges Kulturzentrum. Sie liegt im Orotava-Tal, das mit seiner Schönheit schon den Naturforscher Alexander von Humboldt beeindruckte. Bildrechte: MDR/Michael Wenkel
Christusdorn
Neben dem Eingang zum Victoria Garten wächst ein Christusdorn. Auf den Kanaren erreicht die bei uns als Zimmergewächs bekannte Pflanze Baumgröße. Bildrechte: MDR/Michael Wenkel
Rosa Blüten
Blühende Pracht im Victoria Garten von La Orotava. Der Terrassengarten hat einen Höhenunterschied zwischen der untersten und der obersten Ebene von mehr als zwanzig Metern. Die Gartenanlage ist stufenförmig gestaltet und besitzt einige Brunnen mit Wasserspielen und unzählige farbenprächtige Blumen. Bildrechte: MDR/Michael Wenkel
Palmfrüchte
Die Samenstände der kanarischen Dattelpalme (Phoenix canariensis). Das Natursymbol der Kanarischen Inseln wird zwischen acht und 18 Meter groß. Die Früchte werden vor allem als Futter für Ziegen und Schweine genutzt. Bildrechte: MDR/Michael Wenkel
Papayabaum
Auch die ursprünglich aus Lateinamerika stammende Papaya gedeiht auf den Kanaren. Ihre Kulturform wird mittlerweile in den Tropen und Subtropen kultiviert. Bildrechte: MDR/Michael Wenkel
Strelitzie
Strelitzien, auch Paradiesvogelblume genannt, wachsen an vielen Orten der Insel. Ursprünglich stammen sie aus dem südlichen Afrika und sind mit der Banane verwandt.
Bildrechte: MDR/Michael Wenkel
Palmblatt
Licht und Schatten führen ein wunderbares Schauspiel auf diesen Palmblättern auf. Bildrechte: MDR/Michael Wenkel
Alle (11) Bilder anzeigen

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 20. Oktober 2019 | 08:30 Uhr

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 15. August 2020 | 17:10 Uhr

Das könnte sie auch interessieren