Extrem-Temperaturen in Deutschland "Backofen-Hitze": Fast 40 Grad Celsius erwartet

BRISANT | 20.06.2019 | 17:15 Uhr

Wer denkt, dass es bisher schon unerträglich heiß war, der wird die kommende Woche nicht herbeisehnen. Hoch "Ulla" bringt extrem heiße Sahara-Hitze aus Afrika mit.

Ein Mann wischt sich bei Hitze mit einem Stofftuch über den Kopf.
Bildrechte: dpa

Hitze - Unwetter - Hitze: Deutschland stehen in der kommenden Woche Extrem-Temperaturen bevor. Das Hoch "Ulla" setze sich durch und werde knapp eine Woche lang keine Niederschläge, vor allem aber auch große Hitze bringen, sagt Meteorologe Florian Engelmann. Für den Süden und den Südwesten erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) ab Dienstag Höchstwerte von fast 40 Grad Celsius.

Nächste Woche wird es heiß bis verrückt. […] Das wird eine schöne Backofen-Hitze geben.

Florian Engelmann | DWD-Meteorologe

"Was danach kommt, ist noch sehr unsicher"

Bereits am Montag soll es mit den Temperaturen kräftig nach oben gehen. Wo es am heißesten wird und ob die 40-Grad-Marke überschritten wird, ist derzeit aber noch unklar. Auch wie lange sich das bevorstehende, extrem heiße Sommerwetter in der kommenden Woche hält, können die Meteorologen noch nicht seriös vorhersagen. "Was danach kommt, ist noch sehr unsicher."

Gesundheitstipps Das sollten Sie nicht machen, wenn es heiß ist

Eine Flasche und ein Glas Cola, davor liegen Eiswürfel
Eiskalte Getränke zur Abkühlung Eiskalte Getränke müssen im Körper erst erwärmt werden. Sie aktivieren den Stoffwechsel, und das lässt uns noch mehr schwitzen. Warme (nicht heiße!) Getränke kühlen den Körper effektiver. Trotzdem sollte man sich nicht zu sehr die Lust auf etwas Kühles verderben lassen. Sich zu etwas zu zwingen, macht nur unglücklich und ignoriert essenzielle Körperbedürfnisse. Bildrechte: Colourbox.de
Eine Flasche und ein Glas Cola, davor liegen Eiswürfel
Eiskalte Getränke zur Abkühlung Eiskalte Getränke müssen im Körper erst erwärmt werden. Sie aktivieren den Stoffwechsel, und das lässt uns noch mehr schwitzen. Warme (nicht heiße!) Getränke kühlen den Körper effektiver. Trotzdem sollte man sich nicht zu sehr die Lust auf etwas Kühles verderben lassen. Sich zu etwas zu zwingen, macht nur unglücklich und ignoriert essenzielle Körperbedürfnisse. Bildrechte: Colourbox.de
Wasser
Nicht genug trinken Trinken ist das A und O an heißen Tagen. Es ist wichtig, nicht erst dann zu trinken, wenn man unter Durstgefühl leidet und der Mund schon ganz ausgetrocknet ist. Den ganzen Tag sollte man sich kontinuierlich Flüssigkeit zuführen, etwa 1,8 bis zwei Liter Wasser, wenn man stark schwitzt, sogar 2,5 bis drei Liter. Am gesündesten ist Quellwasser. Bildrechte: Colourbox
Klimaanlage im Auto.
Klimaanlage richtig kalt einstellen Die Klimaanlage im Auto sollte den Innenraum nicht zu stark herunter kühlen, um den Kreislauf nicht zu sehr zu belasten. Der Unterschied zwischen Außen- und Innentemperatur sollte um die sechs Grad Celsius betragen. Das Gebläse sollte außerdem nicht direkt auf den Körper gerichtet werden, um keine Muskelverkrampfungen zu riskieren. Bildrechte: colourbox.com
Heißes Wasser sprudelt aus Duschkopf
Sich von einer kühlen Dusche erfrischen lassen Wenn man eiskalt duscht, ziehen sich die Gefäße zunächst zusammen, um die Wärme im Körperinneren zu halten. Danach steigert sich die Durchblutung der Haut und wir werden umso wärmer. Lauwarm zu duschen ist besser, auch ein absteigendes Bad nützt mehr. Bildrechte: imago/AFLO
Sonnencreme statt Sonnenbrand: Verschmieren nicht vergessen und schon ist wieder Platz für das nächste Kunstwerk.
Sich nicht eincremen, damit man braun wird Selbst mit einer Creme mit sehr hohem Lichtsschutzfaktor wird man braun, nur sanfter und gleichmäßiger. Und das ganz ohne Sonnenbrand. Das Braunwerden ist eigentlich eine Schädigigung der Haut, daher ist hier weniger mehr. Bildrechte: MDR JUMP
Eine junge Frau mit Hut sitzt in der Sonne
Sich im Schatten sicher vor Sonnenbrand fühlen Auch im Schatten braucht man Sonnencreme. Bis zu 85 Prozent der Strahlungsintensität werden von Sand, Wasser oder Gebäuden reflektiert. Auch Sonnenschirme oder Wolken halten die Strahlen der Sonne nicht ab. Man kann also auch im Schatten braun werden - oder einen Sonnenbrand, wenn man sehr empfindlich ist. Bildrechte: colourbox.com
Solarium
Sich vorbräunen um sich vor Sonnenbrand zu schützen Es ist ein gefährlicher Irrtum, dass bereits gebräunte Haut keinen Sonnenschutz benötigt. Auch Solariumbesuche helfen nicht. Die meisten Solarien arbeiten mit UV-A-Strahlung, was in der Haut zu einer Sofortpigmentierung führt. Für eine Verdickung der Hornhaut und damit einen wirksameren Schutz sowie für die länger andauernde Bräunung der Haut sind aber UV-B-Strahlen nötig. Und dennoch gilt: jede Belastung der Haut mit UV-Licht fördert die Alterung und erhöht das Hautkrebsrisiko. Bildrechte: colourbox.com
Eine Person macht ein Fenster auf
Lüften um die Hitze erträglicher zu machen Über die Fenster - ob geöffnet, oder geschlossen - kommt am meisten Hitze in den Raum. Wird dann noch tagsüber das Fenster geöffnet, lässt man nur die warme Luft hinein. Lüften macht nur morgens und abends Sinn, wenn die Luft sich draußen noch nicht so stark erwärmt hat. Sehr effektiv ist ein heller, außen angebrachter Sonnenschutz, der die Hitze reflektiert. Bildrechte: MDR/Mayte Müller
Eine junge Frau steht am Strand und breitet die Arme aus
Weniger oder enge Klamotten im Sommer anziehen Eng anliegende Sachen und synthetische Materialien sollte man meiden. Lange Hosen und langärmelige Hemden aus Baumwolle oder Seide sind besser als hautenge Leggings und körperbetonendes T-Shirt. Bildrechte: Colourbox.de
Alle (9) Bilder anzeigen

Kurzes Durchatmen

Bis die große Hitze kommt, gehen die Temperaturen in den kommenden Tagen aber erst einmal ein wenig zurück. Von Donnerstag bis zum Freitagvormittag müsse noch mit Gewittern gerechnet werden, die örtlich auch Starkregen mit sich bringen könnten. Blitz und Donner seien allerdings nur sehr punktuell zu erwarten.

Niederschlagsdefizit aus 2018 noch nicht ausgeglichen

Dass danach Hitze und Trockenheit folgen, sei eigentlich keine gute Nachricht, sagte Engelmann. Das Niederschlagsdefizit aus dem Dürre-Jahr 2018 sei noch nicht ausgeglichen und auch der Mai und Juni seien schon wieder zu trocken gewesen.

Aktuelle Gefahrenlage in Deutschland

Wer sich einen Überblick über die aktuelle Gefahrenlage in Sachen Unwetter verschaffen will, kann das hier beim Deutschen Wetterdienst tun. Die dortigen Karten werden laufend aktualisiert.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 20. Juni 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. Juni 2019, 14:42 Uhr

Das könnte Sie auch interessieren