Urlaubs-Rückkehrer Österreich: Neue Corona-Verordnung sorgt für Staus an der Grenze

Wer am Wochenende die österreichisch-slowenische Grenze passieren wollte, musste Nerven beweisen - und in bis zu zwölf Kilometer langen Staus ausharren. Grund für das Verkehrschaos ist eine neue Corona-Verordnung Österreichs, die auch Durchreisende zu einer Registrierung und dem Ausfüllen eines Formulars verpflichtet. Mittlerweile ist diese Regelung wieder gelockert worden.

Polizeibeamte kontrollieren an der Grenze zwischen Slowenien und Österreich beim Karawankentunnel Fahrzeuge und Personen
Wer am Wochenende die slowenisch-österreichische Grenze passieren wollte, musste viel Zeit mitbringen. Bildrechte: dpa

Für so manchen Kroatien-Reisenden, der am Wochenende die slowenisch-österreichische Grenze passieren wollte, ist die Urlaubserholung dahin. Eine neue Corona-Verordnung Österreichs hat für reichlich Verkehrschaos, kilometerlange Staus und einen Großeinsatz des Roten Kreuzes an der Grenze gesorgt. Zahlreiche Autofahrer mussten bis zu zwölf Stunden im Stau verbringen. Letztendlich setzte der Landeshauptmann von Kärnten die neue Verordnung kurzerhand außer Kraft, um weiteres Chaos zu vermeiden.

Formulare für Ein- und Transitreisende

Wegen der steigenden Corona-Fallzahlen auf dem Balkan hatte die österreichische Regierung angeordnet, dass Durchreisende an der Grenze eine Erklärung unterschreiben müssen, dass sie Österreich ohne Zwischenstopp durchqueren und das Land wieder verlassen. Einreisende mussten ein längeres Formular mit zahlreichen persönlichen Daten ausfüllen. Ein Aufwand, der am Karawankentunnel zu mehr als zehn Stunden Wartezeit führte, bei der Einreise über den Loiblpass sollen es sieben Stunden gewesen sein.

Polizeibeamte kontrollieren an der Grenze zwischen Slowenien und Österreich beim Karawankentunnel Fahrzeuge und Personen
Ein Polizeibeamte kontrolliert an der slowenisch-österreichischen Grenze beim Karawankentunnel Fahrzeuge und Personen. Bildrechte: dpa

Urlauber von neuer Corona-Verordnung überrumpelt

Am Samstag und in der Nacht zum Sonntag waren vor allem deutsche und niederländische Urlauber auf der Heimreise. Viele von ihnen kamen aus Kroatien und Slowenien. Da die neue Corona-Verordnung erst am Samstagvormittag an die österreichischen Bezirksbehörden gegangen war, hatten die Urlauber keine Möglichkeit, vorab davon zu erfahren. Auch Slowenien und Kroatien wurden überrascht. Erst am Sonntagnachmittag normalisierte sich die Lage wieder.

Quelle: dpa

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 24. August 2020 | 17:15 Uhr

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