Tag 11 im Schacht-Drama Justiz hat Ermittlungen im Fall Julen eingeleitet

BRISANT | 23.01.2019 | 17:15 Uhr

Rettungsteams arbeiten im spanischen Totalán weiterhin unermüdlich daran, den zweijährigen Julen, der vor zehn Tagen in einen Brunnenschacht gestürzt sein soll, zu bergen. Unterdessen hat die Justiz Ermittlungen aufgenommen.

Rettungsschacht muss verbreitert werden

Nachdem die Helfer am Dienstag (22.01.) auf neue Probleme bei der Befestigung und Stabilisierung des 80 Meter tiefen Parallelschachts gestoßen waren, musste dieser im unteren Teil zunächst breiter gebohrt werden. Wann diese Arbeit abgeschlossen ist, war am Mittwochmorgen noch unklar.

Justiz ermittelt

Der Junge soll am 13. Januar bei einem Ausflug mit seinen Eltern in den 107 Meter tiefen, illegal gegrabenen Schacht gefallen sein, der einen winzigen Durchmesser von nur 25 bis 30 Zentimetern hat. Das spanische Fernsehen berichtete, die örtlichen Justizbehörden in Málaga hätten Ermittlungen eingeleitet, um die Umstände des Unglücks zu klären.

Sicherheitskräfte sind im Rahmen der Rettungsarbeiten im Fall des zweijährigen Julen im Einsatz.
Jetzt ermittelt auch die Justiz im Fall Julen. Bildrechte: dpa

300 Helfer im Einsatz

Die Überlebenschancen des Kindes, von dem es keine Lebenszeichen gibt, schwinden derweil immer weiter. Insgesamt sind rund 300 Helfer Tag und Nacht im Einsatz, um zu Julen vorzudringen. Nach Angaben des Sprechers der Einsatzkräfte, Ángel García Vidal, wurden bei den Bohrungen insgesamt bereits 40.000 Tonnen Material abgetragen. "Unter normalen Umständen würde so eine Aktion Monate dauern", betonte er.

Minenarbeiter in Wartestellung

Wenn der Parallelschacht mit Metallrohren gesichert ist, sollen erfahrene Minenarbeiter mit einer Kapsel in das Rettungsloch herabgelassen werden, um manuell einen vier Meter langen waagerechten Tunnel zu der Stelle zu graben, an der das Kind vermutet wird. Einen genauen Zeitplan gibt es wegen immer neuer Rückschläge bei der Bergungsaktion weiterhin nicht.

Minenarbeiter und Rettungshelfer sind bei der Suche des zweijährigen Julen im Einsatz.
Die Minenarbeiter müssen weiter auf ihren Einsatz warten. Bildrechte: dpa

Ältere Meldungen zum Fall Julen

bri/dpa

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 23. Januar 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. Januar 2019, 11:25 Uhr

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