Gewalt im Fußball Nach Roter Karte: Schiedsrichter bewusstlos geschlagen

BRISANT | 28.10.2019 | 17:15 Uhr

Er bekam Rot und sah rot: Bei einem Amateur-Fußballspiel im hessischen Münster ist es am Wochenende zu einer schockierenden Gewalt-Eskalation gegen einen Schiedsrichter gekommen. Nachdem ein Spieler die Gelb-Rote Karte gesehen hatte, schlug er dem Spielleiter mit der Faust ins Gesicht. Der verletze Schiedsrichter musste ins Krankenhaus geflogen, das Spiel abgebrochen werden.

Ein Schiedsrichter zeigt eine rote Karte.
Nachdem er einen Spieler mit einer Roten Karte vom Platz stellte, ist es im hessischen Münster zu einer brutalen Attacke auf einen Schiedsrichter gekommen. Bildrechte: dpa

Am Wochenende ist es im hessischen Münster bei einem Spiel der Fußball-Kreisliga C Dieburg zwischen der FSV Münster und dem TV Semd zu einem erschreckend gewalttätigen Vorfall gekommen. Nachdem ein 28-jähriger FSV-Spieler in der 85. Spielminute die Rote Karte gesehen hatte, ließ er seine Wut am Schiedsrichter aus - und streckte ihn mit einem brutalen Faustschlag ins Gesicht nieder.

Schiedsrichter per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen

Der 22-jährige Unparteiische verlor zunächst das Bewusstsein und musste schließlich mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden. Den abgestraften Spieler schien das nicht weiter zu kümmern. Ohne Regung und ohne einen weiteren Blick auf sein Opfer verließ er den Platz. Die Vereinsführung kündigte "harte Konsequenzen" an, das Spiel wurde abgebrochen. Jetzt ermittelt die Polizei.

Zunehmende Gewaltbereitschaft gegen Schiedsrichter

In der jüngsten Vergangenheit ist es im Fußball immer wieder zu Gewalt gegen Unparteiische gekommen. In Berlin sind die Schiedsrichter deshalb am Wochenende gemeinsam in den Streik getreten. 1.500 Partien der Amateur-Liga mussten abgesagt werden. Ein Zeichen, das seine Wirkung hoffentlich nicht verfehlen wird.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 28. Oktober 2019 | 17:15 Uhr

Weitere Themen