Jagdszenen in der Kreisliga Wieder Gewalt gegen Fußball-Schiedsrichter

Als das Spiel zwischen Blau-Weiß Köln V und Germania Ossendorf I in der Fußball-Kreisliga im Westen Kölns abgepfiffen wurde, war zunächst alles friedlich. Doch die Ruhe war trügerisch - vor allem für den Schiedsrichter.

Blick auf einen leeren Fußballplatz
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Offene Wunde und Hämatom

Wie der WDR berichtet wurde der Unparteiische von Ossendorfer Spielern beschimpft, zudem sei ein Ball nach ihm geworfen worden. In der Folge habe der Schiedsrichter zwei Spielern die rote Karte gezeigt, woraufhin die Situation eskaliert sein soll.

Mehrere Spieler aus Ossendorf sollen dann auf den Schiedsrichter losgegangen sein, und ihn über den Platz gejagt haben. Sie versuchten offenbar vergeblich, ihn mit Tritten zu Fall zu bringen. Nach Angaben des Kreisschiedsrichterausschusses (KSA) des Fußballkreises Köln habe der Schiedsrichter dennoch eine offene Wunde und ein Hämatom davongetragen. Unter dem Schutz einiger Spieler der Heimmannschaft sei es dem Unparteiischen schließlich gelungen, sich aus der Situation zu befreien. Weitere Informationen zu dem Fall und vermeintliche Videoaufnahmen gibt es hier beim WDR.

Schiedsrichter fordern mehr Respekt

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Schiedsrichter in niedrigen Fußballligen um Leib und Leben fürchten musste. Gerade in der jüngeren Vergangenheit gab es immer wieder Berichte über Gewalt gegen Schiedsrichter. In Berlin sind die Unparteiischen zuletzt sogar in einen Streik getreten, weil Respektlosigkeiten ihnen gegenüber Überhand nahmen.

Deutsche Spitzenschiedsrichter haben Anfang November mit einem Video zu mehr Respekt aufgerufen und stellen sich ganz klar gegen Gewalt auf Fußballplätzen. Das Motto: "Wir stellen Gewalt ins Abseits". Das Video und mehr Infos gibt es hier.

Quellen: ten/wdr

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 14. November 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. November 2019, 16:12 Uhr

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