Der Offshore-Versorger World Bora liegt nach einem Unfall im Stadthafen von Sassnitz
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Zusammenstoß auf der Ostsee Zwei Schiffe vor der Insel Rügen kollidiert

BRISANT | 19.02.2019 | 17:15 Uhr

Wieder ein Unfall in der Ostsee: Vor Rügens Ostküste stoßen zwei Schiffe zusammen. 15 Menschen werden verletzt. Erst vor wenigen Wochen gab es vor der Insel eine ähnliche Kollision.

Der Offshore-Versorger World Bora liegt nach einem Unfall im Stadthafen von Sassnitz
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Beim Zusammenstoß zweier Schiffe östlich der Insel Rügen sind am Dienstag 15 Menschen verletzt worden, zehn von ihnen schwer. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei waren das unter dänischer Flagge fahrende Versorgerschiff "World Bora" und Frachtschiff "Raba", das unter der Flagge Zyperns fährt, gegen 7.30 Uhr kollidiert. Beide Schiffe konnten den Angaben zufolge aber noch aus eigener Kraft den Hafen Sassnitz anlaufen.

Alle Verletzten geborgen

Das Schiff "World Bora" war auf dem Weg zum etwa 30 Kilometer nordöstlich von Rügen liegenden Windpark "Wikinger". Es wurde im Bugbereich beschädigt. Vier Crewmitglieder und elf Arbeiter mussten nach der Ankunft im Hafen von Sassnitz von Rettungskräften versorgten werden, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte. Zwei Schwerverletzte hätten per Drehleiter von der Brücke des Schiffes geborgen werden müssen.

Auf der leicht beschädigten "Raba" sei niemand verletzt worden. Bilder zeigen, dass Bordwand und Reling des Schiffs auf der Steuerbordseite eingedrückt sind. Der Frachter war den Angaben zufolge auf dem Weg vom dänischen Kopenhagen ins polnische Stettin.

Ursache ist noch unklar

Die Ursache für den Zusammenstoß sei noch unklar, sagte ein Polizeisprecher. Ebenfalls offen ist, ob Öl oder Treibstoff ausgelaufen sind. Ermittler der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung waren am Dienstag auf dem Weg nach Rügen. Die Verletzten konnten zunächst nicht befragt werden. Momentan wird versucht, über Positions- und Wetterdaten den Unfall zu rekonstruieren.

An der Rettungsaktion waren den Angaben zufolge neben Polizei und DGzRS auch Feuerwehr und Luftrettung beteiligt. Eine DGzRS-Sprecherin sagte, mindestens eine Person sei mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen worden.

Kollision zuletzt im Januar

Bereits Ende Januar waren vor Rügen ein deutscher und ein norwegischer Frachter in der Dunkelheit zusammengestoßen. Damals waren alle Seeleute unverletzt geblieben. Als Unfallursache gilt ein Vorfahrtsfehler des norwegischen Frachters. Auf ihm war es zu einem größeren Wassereinbruch gekommen. Auch diese Schiffe konnten aus eigener Kraft Häfen anlaufen.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 19. Februar 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Februar 2019, 18:19 Uhr

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