Wetterchaos Schneemassen in Deutschland

Der Schnee fällt in Massen und sorgt für ein Wetterchaos. Wir beantworten die wichtigsten Fragen. Was machen gegen die weiße Last auf den Dächern? Wie informiere ich meinen Arbeitgeber? Wie fahre ich sicher?

Wie viel Schnee hält mein Dach aus - Was machen gegen die Last?

Zwei Feuerwehrmänner schippen Schnee von dem Dach eines Gewächshauses einer Gärtnerei, das unter den Schneemassen einbrach.
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Dächer sollten die Last grundsätzlich aushalten, das ist in Deutschland durch die Bauvorschrift DIN 1055-5:1975-06 geregelt. Deutschland ist dabei in verschiedene Zonen eingeteilt: Zone 1 (u. a. Rheintal und Niederrheinische Tiefebene), 2 und 3 (Alpen, Bayerischer Wald, Thüringer Wald, Erzgebirge, Harz sowie Vorpommern) sowie die Zonen 1a und 2a (Hochschwarzwald, Rhön und Sauerland). Doch oft lastet nasser Schnee schwer auf den Dächern. Bei Erreichen oder Überschreiten der rechnerisch angesetzten Schneelast sollte ein Dach geräumt werden. Dies ist am besten abschnittsweise und abwechselnd auf den Dachflächen durchzuführen.

Der Arbeitgeber wartet - An was muss ich denken?

Ein verpasster Anruf vom Chef auf dem Display eines Smartphones zu sehen.
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Schneechaos ist grundsätzlich keine höhere Gewalt. Der Arbeitnehmer muss sich informieren, wie das Wetter in der nächsten Zeit ist und muss sein Verhalten darauf einstellen. In jedem Fall wichtig: Sobald abzusehen ist, dass Beschäftigte nicht rechtzeitig wieder aus dem Urlaub zurückkehren können, sollte man seinen Vorgesetzten umgehend informieren. Arbeitnehmer, die wegen der Wetterverhältnisse nicht rechtzeitig aus dem Winterurlaub zurückkommen, müssen mit Lohnkürzungen rechnen. Denn wer nicht zur Arbeit erscheint, hat auch keinen Anspruch auf Vergütung.

Schnee und Eis auf der Straße - Wie verhalte ich mich richtig?

Grundsätzlich sollte man unnötige und überflüssige Fahrten vermeiden. Zudem sollten Autofahrer mehr Zeit einplanen, denn die Fahrt zur Arbeit kann bei Eis und Schnee deutlich länger dauern. Dabei ist zu beachten, dass vor Fahrtbeginn das Auto gründlich von Eis und Schnee befreit werden muss. Autofahrer haben bei verschiedenen Vergehen Strafen zu befürchten. Zu wenig Sicht nach vorn - macht 10 Euro, zu viel Schnee auf dem Dach - kostet 25 Euro Bußgeld und Sommerreifen im Winterchaos bringen 60 Euro und einen Punkt in Flensburg. Wer mit wenig Gas anfährt, kommt besser in Schwung. Drehen die Reifen dennoch durch, kann man es im zweiten Gang versuchen. Der Bremsweg verlängert sich auf glatten Straßen erheblich. Vorausschauendes Fahren und rechtzeitiges, vorsichtiges Bremsen verhindern, dass der Wagen ins Rutschen kommt.

Autofahrer sollten daher folgende Tipps beachten:

Wie Fahren bei Schnee?
Winterreifen sollten mindestens 4 mm Profiltiefe haben
Reifen, Scheibenflüssigkeit und Wischerblätter vor der Fahrt überprüfen
Schnee und Eis vom gesamten Fahrzeug entfernen
Notfall-Winterausrüstung mitnehmen
Langsam fahren und plötzliche Lenkbewegungen vermeiden

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 09. Januar 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Januar 2019, 09:06 Uhr