Mann holt 40 kg Plastikmüll aus dem Kadaver eines Cuvier-Wales
Bildrechte: D'Bone Collector Museum

Müll im Meer - Was tun dagegen? Schock-Video - Toter Wal mit 40 kg Plastik im Bauch

BRISANT | 19.03.2019 | 17:15 Uhr

Dieses Video ist ein Schock! Ein toter Wal mit rund 40 kg Plastikmüll im Magen ist an der philippinischen Küste entdeckt worden. Was Sie gegen Müll im Meer tun können und was die Politik unternimmt, erfahren Sie hier.

Mann holt 40 kg Plastikmüll aus dem Kadaver eines Cuvier-Wales
Bildrechte: D'Bone Collector Museum

Der Cuvier-Schnabelwal habe unter anderem 16 Reissäcke aus Kunststoff, vier Säcke aus dem Bananenanbau und etliche Einkaufstüten verschluckt, berichteten Meeresbiologen in Davao über den Fund vom Samstag. Die Regierung müsse endlich etwas gegen diejenigen unternehmen, die die Wasserstraßen und Ozeane als Müllkippe verwendeten, hieß es vom D'Bone Collector Museum, das Fotos des Wales und der Massen an verschlucktem Plastik bei Facebook veröffentlichte.

Tierschützer alarmiert wegen Meeres-Müllhalden

"Das ist so traurig zu sehen und zeigt, dass wir alle entschieden etwas tun müssen, um unsere Meere vor Plastik zu schützen", twitterte die britische Tierschutzorganisation Orca am Montag. Der Wal ist bei weitem nicht das erste Meerestier, das an Plastikmüll verendet gefunden wurde. Ende vergangenen Jahres war an der Küste Indonesiens ein toter Pottwal mit knapp sechs Kilogramm Plastik im Magen angespült worden - darunter 115 Becher, 25 Tüten und mehr als 1.000 weitere Plastikteile. Indonesien, die Philippinen und China zählen zu den größten Verursachern von Plastikverschmutzung in den Ozeanen.

Plastik in Weltmeeren - das wird dagegen getan

Acht Millionen Tonnen Plastikmüll landen jährlich im Meer

Die Verwendung von Einwegplastik soll weltweit bis zum Jahr 2030 "deutlich verringert" werden. Eine entsprechende Vereinbarung erzielte die UN-Umweltkonferenz am 15. März in Nairobi. Die 170 Mitgliedstaaten einigten sich nach langwierigen Diskussionen darauf, die Nutzung von Plastiktüten, Einweggeschirr und Einwegbesteck zu verringern, die einen Großteil der acht Millionen Tonnen Plastikmüll ausmachen, die jedes Jahr im Meer landen.

Umweltschützer fordern entschiedeneres Vorgehen

Umweltschützern zufolge geht das Abkommen nicht weit genug, um das Problem der weltweiten Umweltverschmutzung zu lösen. "Wir haben mehr von diesem Treffen erwartet, um das zentrale Umweltproblem und das existenzielle Problem unserer Zeit anzugehen: den Klimawandel", erklärte Mohamed Adow von Christian Aid. Mehrere Industriestaaten, darunter die USA, drangen darauf, dass das Abkommen weniger ambitioniert ausfällt als zunächst geplant. In einem Anfang dieser Woche vorgelegten Entwurf war noch vorgeschlagen worden, "stufenweise Maßnahmen zu ergreifen, um sich bis 2025 von Einwegplastik zu verabschieden".

Tipps zum Vermeiden von Müll

In deutschen Haushalten fallen jedes Jahr durchschnittlich 37 Millionen Tonnen Abfall an, das sind 450 Kilogramm pro Einwohner im Jahr. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gibt zehn Tipps, wie mal als Verbraucher schon beim Einkauf Abfall vermeiden kann:

  1. Statt mit Einmal-Plastiktüten solle man mit einem "Beutel, Rucksack oder Korb seine Einkäufe" erledigen.
  2. Lassen Sie sich den Coffee-to-go in den mitgebrachten Becher abfüllen.
  3. Unverpackte Lebensmittel einkaufen.
  4. Lebensmittel vor der Tonne retten.
  5. Leitungswasser trinken.
  6. Im Einzelhandel einkaufen und nicht im Online-Handel.
  7. Reparieren statt Wegwerfen.
  8. Leihen und Tauschen statt selbst kaufen.
  9. Dinge so lange wie möglich nutzen.
  10. Gebrauchte Dinge und Kleidung kaufen.

dpa/afp/BUND

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 19. März 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. März 2019, 19:28 Uhr

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