Niedersachsen Polizeibekannte Schüler verwüsten Schule in Bissendorf

Drei Kinder haben in einer Schule im niedersächsischen Bissendorf randaliert und eine Schaden von mehr als 150.000 Euro angerichtet. Es ist nicht das erste Mal, dass die drei auffällig wurden.

Einsatzwagen der Polizei mit eingeschaltetem Blaulicht, unterwegs.
In Bissendorf haben Schüler eine Schule verwüstet und für einen Schaden in Höhe von 150.000 Euro gesorgt. (Archiv) Bildrechte: imago/Ralph Peters

Drei Kinder im Alter von elf bis zwölf Jahren haben in Bissendorf in Niedersachsen eine komplette Schule verwüstet. Wie die Polizei mitteilte, brachen die Jungen am Sonntag (26. Juli) in das Schulgebäude ein, rissen Waschbecken aus den Wänden, zerschlugen Glasscheiben und beschmierten Wände mit Farbe. Außerdem öffneten sie Wasserhähne und sorgten damit für eine Überschwemmung im gesamten Gebäude.

Sachschaden in Höhe von 150.000 Euro

Nach Polizeiangaben habe das Trio einen Sachschaden von mindestens 150.000 Euro angerichtet. Wegen des Wasserschadens musste die Feuerwehr die Schule, die inzwischen von einem Sicherheitsdienst bewacht wird, leer pumpen.

Körperverletzung und Diebstahl

Bei den Kindern soll es sich laut Polizei um zwei Brüder und einen weiteren Jungen handeln. Sie sind polizeibekannt und sollen seit Mai bereits mehr als 20-mal auffällig geworden sein. Hauptsächlich ging es dabei um Sachbeschädigungen, aber auch um Körperverletzung und Diebstahl. Da die drei noch nicht strafmündig seien, stünden Polizei und Jugendamt über das weitere Vorgehen im "engen Austausch". Zwei der drei Jungen sollen nach Angaben des NDR inzwischen aber vom Jugendamt in Obhut genommen worden sein.

Einsatz mit Polizeihubschrauber

Am Sonntagabend waren die Beamten von Zeugen, denen die Kinder in der Schule auffielen, alarmiert worden. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte versuchten die Jungen, sich in ein nahes Maisfeld zu flüchten. Zwei von ihnen schafften es, sodass zwischenzeitlich ein Polizeihubschrauber zur Suche eingesetzt wurde. Gefasst wurden die beiden schließlich in der Nähe ihrer Elternhäuser.

Quellen: bri/afp/dpa

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 28. Juli 2020 | 17:15 Uhr

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