Aktuelle Corona-Lage Ende von Corona-Maßnahmen und Maskenpflicht: Wie kann ich mich vor einer Omikron-Infektion schützen?

Vielerorts sind die Corona-Regeln Geschichte: In den Supermärkten darf wieder ohne Maske eingekauft werden, auch in Clubs und Restaurants ist der Mund-Nasen-Schutz passé. Und das, obgleich die tägliche Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hoch ist wie selten zuvor - und damit auch die Wahrscheinlichkeit, sich anzustecken. Kein Wunder, dass viele Menschen verunsichert sind. Wie kann man sich auch ohne Corona-Maßnahmen vor dem Virus schützen?

Ende Maskenpflicht
Bildrechte: IMAGO/MiS

Mit Ausnahme von Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sind die Corona-Regeln am ersten April-Wochenende in fast ganz Deutschland gefallen. Lediglich im Nah- und Fernverkehr, in Pflegeheimen und medizinischen Einrichtungen müssen nach wie vor FFP2-Masken getragen werden. Die Wahrscheinlichkeit, sich mit der hoch ansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus zu infizieren ist vergleichsweise hoch.

Maske tragen - auch ohne Maskenpflicht

Fast zwei Jahre konnten wir kaum Gesicht zeigen. Doch zahlreiche Studien haben bewiesen: Mit einer FFP2-Maske oder auch einem medizinischen Mund-Nasen-Schutz schützt man nicht nur sich selbst, sondern auch andere vor einer Infektion mit dem Coronavirus.

Mit einer gut sitzenden FFP2-Maske sei man etwa 100-mal besser vor einer Ansteckung geschützt als ohne Maske, sagt Eberhard Bodenschatz, Physiker und Direktor des Max-Planck-Instituts (MPI) für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen. Wer weiterhin sorglos einkaufen möchte, sollte das also auch weiterhin mit Maske tun. Gleiches gilt für Treffen und Termine in Innenräumen oder wenn viele Menschen auf engem Raum aufeinander treffen.

Übrigens: Dass eine Maske gut sitzt, erkennt man daran, dass sie sich beim Atmen ein- und ausbeult.

Eine fortgeworfene Maske liegt auf dem Pflaster.
Eigenverantwortung: Das Ende der Maskenpflicht bedeutet nicht, dass man künftig auf das Tragen einer Maske verzichten muss. Bildrechte: dpa

Bester Schutz vor einem schweren Corona-Verlauf: Corona-Impfung und Booster

Die Omikron-Varianten des Coronavirus gelten als ganz besonders ansteckend. Das zeigen auch die aktuellen Zahlen der täglichen Neuinfektionen. Doch wer vollständig gegen das Virus geimpft ist, der ist in den meisten Fällen vor einem schweren Krankheitsverlauf geschützt.

Vulnerablen Gruppen und Menschen über 70 Jahren wird seitens der Stiko nach drei Monaten eine zweite Booster-Impfung empfohlen, um den abfallenden Impfschutz aufzufangen.

Nicht auf jeder Hochzeit tanzen: Selektive Treffen und Tests

Die Rechnung ist ganz einfach: Je mehr Menschen man trifft, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass einer der Kontakte mit dem Coronavirus infiziert ist - und man sich ansteckt.

Deshalb ist es nach wie sinnvoll, sich auf einen festen Kreis von Kontaktpersonen zu beschränken oder sich in kleiner Runde zu treffen. Insbesondere bevor man durch das Coronavirus besonders gefährdete Menschen trifft, sollte man sich im Vorfeld testen und gegebenenfalls für einige Tage isolieren.

Wer Erkältungssymptome zeigt, sollte Kontakte generell meiden.

Positiver Coronatest Coronavirus-Antigentest
Bevor man sich mit Freunden trifft, empfiehlt es sich weiterhin, einen Corona-Test zu machen. Bildrechte: IMAGO/Norbert Neetz

Volle Innenräume eher meiden

So schön es auch sein mag, endlich wieder Bars und Diskotheken besuchen zu können: Vor allem wenn es eng zugeht, ist das keine gute Idee. Denn an diesen Orten reichern sich die Aerosole, über die das Coronavirus übertragen wird, besonders gut an.

Je häufiger man sich diesen Situationen aussetzt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit sich anzustecken. Ganz verzichten muss man natürlich nicht, es empfiehlt sich jedoch, die Vergnügen mit Bedacht und Weitsicht zu planen.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 03. April 2022 | 17:00 Uhr

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