Sachsen, Chemnitz: Teilnehmer der Demonstration von AfD und dem ausländerfeindlichen Bündnis Pegida, der sich auch die Teilnehmer der Kundgebung der rechtspopulistischen Bürgerbewegung Pro Chemnitz angeschlossen haben, ziehen zum  Karl-Marx-Denkmal. Davor haben Polizisten ihre Wagen zu einer Sperre aufgestellt.  Bei den für den 01.09.2018 angekündigten Demonstrationen rechnet die Polizei mit einer hohen Zahl von Teilnehmern.
Bildrechte: dpa

Straftaten bei Kundgebung Staatsanwaltschaft Chemnitz ermittelt gegen Demonstranten

Am vergangenen Wochenende veranstaltete die AfD in Chemnitz einen sogenannten "Schweigemarsch". Dieser hat für einige Teilnehmer juristische Konsequenzen. Die Staatswanwaltschaft beantragte beschleunigte Verfahren.

Sachsen, Chemnitz: Teilnehmer der Demonstration von AfD und dem ausländerfeindlichen Bündnis Pegida, der sich auch die Teilnehmer der Kundgebung der rechtspopulistischen Bürgerbewegung Pro Chemnitz angeschlossen haben, ziehen zum  Karl-Marx-Denkmal. Davor haben Polizisten ihre Wagen zu einer Sperre aufgestellt.  Bei den für den 01.09.2018 angekündigten Demonstrationen rechnet die Polizei mit einer hohen Zahl von Teilnehmern.
Bildrechte: dpa

Der sogenannte "Schweigemarsch" der AfD am vergangenen Sonnabend hat für weitere Teilnehmer juristische Konsequenzen. Die Staatsanwaltschaft beantragte für zwei Männer eine Entscheidung im beschleunigten Verfahren. Einem 33 Jahre alten Chemnitzer wird vorgeworfen, den Hitlergruß gezeigt zu haben und sich "unter Einsatz massiver körperlicher Gewalt" gegen die Polizei gewehrt zu haben, als diese seine Identität feststellen wollte.

Der zweite Beschuldigte, ein 27-Jähriger aus Thüringen, soll einen Polizisten angegriffen haben. Er hatte nach Beendigung des Schweigemarsches versucht, die Festnahme eines anderen Tatverdächtigen, der zuvor einen Kameramann verletzt hatte, zu stören und zu unterbinden. Nachdem er von zwei Beamten zurückgedrängt werden musste, griff er einen der Beamten an die Uniformjacke und wollte ihn zu Fall bringen. Sollte das Amtsgericht Chemnitz den Anträgen stattgeben, wird die Hauptverhandlung innerhalb kurzer Frist durchgeführt.

Zuvor hatte die Generalstaatsanwaltschaft bereits in zwei Fällen beschleunigte Verfahren wegen des Zeigens des Hitlergrußes beantragt. Laut Innenministerium hat die Polizei inzwischen sechs Verdächtige identifiziert, die bei Demonstrationen in Chemnitz den Hitlergruß gezeigt haben sollen.

Quelle: MDR/sth/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 06.09.2018 | 14:00 Uhr in den Nachrichten

Liebe Nutzer, wegen des hohen Aufkommens an Kommentaren bitten wir Sie, die Kommentarfunktion unter folgendem Beitrag zu nutzen:

AKTUELLES AUS SACHSEN

Zuletzt aktualisiert: 07. September 2018, 20:25 Uhr

Mehr aus Sachsen