Hohe Geldstrafe für FC Seoul Sexpuppen als Fanersatz im Fußballstadion

Auch in der südkoreanischen K-League werden Fußballspiele derzeit als Geisterspiele ausgetragen. Um die Atmosphäre im Stadion etwas aufzulockern, hat sich der FC Seoul eine zweifelhafte Aktion überlegt.

Vor dem Beginn eines Fußballspiels zwischen dem FC Seoul und dem Gwangju FC in Seoul im World Cup Stadium stehen jubelnde Schaufensterpuppen auf den leeren Zuschauerplätzen.
Diese "Fans" haben dem FC Seoul eine happige Geldstrafe eingebracht. Bildrechte: dpa

Der südkoreanische Fußball-Erstligist FC Seoul muss für die Platzierung von Sexpuppen als Zuschauerattrappen während eines Heimspiels vor leeren Rängen eine saftige Geldstrafe zahlen. Der Verband habe gegen den Verein eine Disziplinarstrafe in Höhe von 100 Millionen Won (etwa 74.400 Euro) verhängt, teilte ein Sprecher der K-League in Seoul mit.

Fans reagierten verärgert

Die Aktion des Hauptstadtvereins hatte zahlreiche Fans verärgert. Die menschenähnlichen Figuren, die der Verein bei einem Geisterspiel auf Sitzen im Seouler WM-Stadion installiert hatte, stellten sich als weibliche Sexpuppen heraus. Der Verein war nach eigenen Angaben davon ausgegangen, dass es sich um Schaufensterpuppen gehandelt habe. Sie sollten die Atmosphäre im Stadion auflockern.

Vor dem Beginn eines Fußballspiels zwischen dem FC Seoul und dem Gwangju FC im Seoul im World Cup Stadium sitzen jubelnde Schaufensterpuppen auf den leeren Zuschauerplätzen.
Die Puppen sollten die Atmosphäre im Stadion auflockern. Bildrechte: dpa

Keine genaue Überprüfung der Figuren

Vor dem Match habe der Lieferant betont, "die Puppen haben keine Verbindung mit Erwachsenenspielzeug". Der FC Seoul räumte zudem ein, dass keine genaue Überprüfung bei der Installierung der Figuren stattgefunden habe. Der Club entschuldigte sich bei den Fans. Bei den Untersuchungen der Liga ging es auch darum, ob der Verein gegen die Regeln zu verbotener Werbung verstoßen und dem Image der K-League geschadet hat. Der FC Seoul habe kurz nach dem Beschluss erklärt, die Strafe "bescheiden akzeptieren" zu wollen.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 23. Mai 2020 | 17:10 Uhr

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