Goethe-Universität Frankfurt am Main Verdeckte Ermittlerin nimmt mutmaßlichen Sexualstraftäter fest

BRISANT | 13.02.2018 | 17:15 Uhr

Der Schriftzug 'Johann Wolfgang Goethe-Universität' ist auf dem Campus Westend der in Frankfurt am Main (Hessen) über dem Eingang zum Hauptgebäude zu lesen.
Uni-Campus in Frankfurt am Main. Bildrechte: dpa

Wochenlang hat die Frankfurter Polizei vor einem Sexualstraftäter nahe der Goethe-Universität in Frankfurt am Main gewarnt, nun haben verdeckte Ermittlungen zu ersten Ergebnissen geführt. Ein 28 Jahre alter Mann sei nach Polizeiangaben bereits am Samstagabend (10.02.2018) festgenommen worden. Der Mann habe sich einer Polizistin genähert, die zivil unterwegs gewesen sei. Auf einer Parkbank habe er ihr gegenüber sexuelle Andeutungen gemacht und seine Hose geöffnet. Daraufhin habe sich die Polizistin zu erkennen gegeben und den Mann festgenommen.

Speichelprobe bringt Gewissheit

Nach seiner Festnahme habe der Mann eine Speichelprobe abgegeben. Diese Probe stimme nach Angaben der Polizei zweifellos mit einer DNA-Spur von mindestens einem sexuellen Übergriff aus dem Jahr 2017 überein. Ob er auch für weitere sexuelle Angriffe in Frage komme, müsse noch geprüft werden. Der 28-Jährige sei bisher nicht polizeibekannt gewesen. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen sexueller Nötigung erlassen.

In dieser Straße in Frankfurt wurde der mutmaßliche Täter festgenommen.
In dieser Straße in Frankfurt wurde der mutmaßliche Täter festgenommen. Bildrechte: dpa

Mehrere Vorfälle in den vergangenen Monaten

In den vergangenen Monaten war es im Bereich des Frankfurter Unicampus' zu einem sexuellen Übergriff sowie zu zwei versuchten Übergriffen gekommen, mit denen der mutmaßliche Täter in Verbindung gebracht wird: "Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, den Täter festzunehmen", sagte Polizeivizepräsident Walter Seubert.

Ermittlungen dauern an

Unanbhängig davon sucht die Polizei in einem weiteren Fall einen zweiten Mann wegen sexueller Belästigung. Dieser Vorfall ereignete sich nach Angaben des Hessischen Rundfunks Ende Januar. Im Zuge der Vorfälle hat die Universität reagiert und Warnungen per E-Mail an alle Mitarbeiter und Studierenden verschickt. Außerdem wurde ein 24-Stunden-Begleitservice eingerichtet.

ten/dpa

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 13. Februar 2018 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Februar 2018, 18:20 Uhr

Das könnte sie auch interessieren