2G/3G/2G-Plus Winterurlaub trotz Corona - welche Regeln gelten in welchem Land?

Bereits die vergangene Skisaison ist für viele Freunde des Wintersports aufgrund der Corona-Pandemie ins Wasser gefallen. Zwar sind mittlerweile viele Menschen gegen das Coronavirus geimpft, doch die Omikron-Variante beschert Europa aktuell eine neue Infektionswelle. Welche Corona-Regeln gelten in Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich und Tschechien? Ein Überblick.

Skifahren lernen Skifahren lernen mit den Eltern auf einer gut präparierten Piste - und alle haben viel Spaß dabei
Welche Corona-Regeln gelten in den beliebtesten Wintersportgebieten? Bildrechte: imago images/Alexander Rochau

Deutschland: Fast überall 2G und 2G-Plus

Deutschland ist mit der 3G-Regel in die Skisaison gestartet - mittlerweile gelten allerdings fast überall 2G und 2G-Plus. Kinder bis 6 Jahre sowie Schüler und Schülerinnen sind davon in der Regel ausgenommen. Es sei denn es sind Ferien, dann müssen auch sie ein negatives Antigen- oder PCR-Testergebnis vorlegen.

In Liften gilt generell eine Maskenpflicht und die Abstandsregel. Vielerorts müssen sogar FFP2-Masken getragen werden.

In Bayerns Seilbahnen und Skiliften gilt 2G. Zugang haben also nur Geimpfte und Genesene. Abhängig von ihrer Größe gelten für die Gondeln Kapazitätsbeschränkungen.

In Baden-Württembergs Skigebieten gilt angesichts der angespannten Corona-Lage aktuell 2G-Plus für die Nutzung von Skiliften und Seilbahnen.

Thüringen hat seine Skilifte unter Einhaltung der 3G-Regel geöffnet. Mancherorts gilt dennoch 2G. Im Skigebiet Winterberg in Nordrhein-Westfalen gilt auf der Piste sowie in den Liften und Hütten konsequent 2G. Ebenso in Sachsen-Anhalt.

In Sachsen dürfen die Lifte erst ab dem 14. Januar unter 2G-Plus-Bedingungen wieder öffnen. Gleiches gilt für touristische Übernachtungen.

Skifahrer mit FFP 2 Masken verlassen die Gondel
FFP2-Maskenpflicht gilt ab 19. November nicht nur in der Zugspitzbahn, sondern bereits jetzt in Österreich. Bildrechte: IMAGO / Eibner Europa

Österreich: 2G auf der Piste

In Österreich gilt seit dem 8. November bundesweit 2G in öffentlichen Betrieben und auf Veranstaltungen, das gilt auch für Tourismusbetriebe und Skipisten. Auch Kinder, die älter als 12 Jahre sind, müssen einen 2G-Nachweis erbringen.

In Skiliften und Gondeln ist für alle ab 15 Jahren eine FFP2-Maske Pflicht. Ab 6 Jahren müssen Kinder einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Après-Ski-Lokale sind bis auf Weiteres geschlossen. Für Ungeimpfte gelten ganztägige Ausgangsbeschränkungen.

2G-Plus für die Einreise nach Österreich

Österreich hat seine Einreisebestimmungen zum 20. Dezember massiv verschärft. Vollständig Geimpfte und Genesene müssen zusätzlich einen PCR-Test (max. 72 Stunden alt) oder eine Booster-Impfung nachweisen können.

Wer weder PCR-Test noch Booster nachweisen kann, muss vor der Einreise ein Einreiseformular ausfüllen und danach für zehn Tage in Quarantäne. Die kann nach einem negativen PCR-Test jedoch umgehend beendet werden. Selbst für Wintersportler, die nur für einen Tag nach Österreich einreisen, gelten keine Ausnahmen.

Skifahrer stehen an einer Piste.
Pisten in Österreich sind nur für Geimpfte und Genesene offen. Bildrechte: dpa

Schweiz: 3G und Maskenpflicht

Einen 3G-Nachweis brauchen in den Skigebieten der Schweiz nur Menschen über 16 Jahre, die die Innenbereiche der Gastronomie nutzen möchten. Ansonsten gilt lediglich in (geschlossenen) Berg- und Seilbahnen, Skiliften und Sesselbahnen sowie in den Stationsgebäuden, Wartezonen und Liftkarten-Verkaufsstellen eine Maskenpflicht.

Lediglich wer das Skigebiet Samnaun besucht, benötigt einen 2G-Nachweis. Grund dafür ist der Verbund mit Ischgl in Österreich. Für Gäste, die nicht geimpft oder genesen sind, steht dennoch ein Teil der Anlagen zur Verfügung, für die lediglich ein negatives Testergebnis vorgelegt werden muss. Das kleine Skigebiet Fideriser Heuberge im Kanton Graubünden setzt dagegen komplett auf 2G.

Einreise in die Schweiz

Alle Personen ab 16 Jahren, die in die Schweiz einreisen möchten, benötigen aktuell einen negativen Corona-Test - unabhängig vom Impfstatus. Ein PCR-Test darf maximal 72 Stunden alt sein, ein Antigen-Schnelltest maximal 24 Stunden.

Wer nicht geimpft ist, muss sich nach vier bis sieben Tagen einem weiteren Test unterziehen. Für Tagesausflügler aus Bayern und Baden-Württemberg gelten Ausnahmen.

Schweiz aktuell Hochrisikogebiet

Die Schweiz gilt aktuell als Hochrisiko-Gebiet. Das Bedeutet: Wer sich in der Schweiz länger als 24 Stunden aufhält und weder geimpft noch genesen ist, muss sich in Deutschland für zehn Tage in Quarantäne begeben. Freitesten kann man sich frühestens nach zehn Tagen.

Skifahren Piste
In der Schweiz gelten mit 3G vergleichsweise moderate Corona-Regeln. Bildrechte: IMAGO / Westend61

Italien/Südtirol: Maskenpflicht, Abstand und 2G

An Seilbahnen und Skiliften gilt in Italien die 2G-Regel: Alle Personen ab 12 Jahren müssen eine Impfung oder Genesung in Form eines digitalen Covid-Zertifikats nachweisen können.

Geschlossene Kabinenbahnen und Sessellifte dürfen mit einer maximalen Auslastung von 80 Prozent betrieben werden, offene Lifte können zu 100 Prozent genutzt werden. Die Fahrgäste müssen allerdings einen Sicherheitsabstand einhalten und ab einem Alter von sechs Jahren eine Maske tragen. Auch in den Hütten gilt 2G. Skipässe sollen vorrangig online verkauft werden.

Einreise nach Italien - Rückreise nach Deutschland

Wer nach Italien einreist, muss - unabhängig vom Impfstatus - einen negativen Coronatest nachweisen können. Wer ungeimpft einreist, muss allerdings trotz Test erst einmal für fünf Tage in Quarantäne.

Achtung: Auch Italien ist seitens der Bundesregierung aktuell als Risikogebiet eingestuft. D.h. für alle Rückreisende ist eine digitale Einreiseanmeldung Pflicht. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss sich außerdem für zehn Tage in Quarantäne begeben, aus der man sich frühestens ab dem fünften Tag freitesten kann.

Frankreich: 3G und Maskenpflicht

In Frankreich müssen Wintersportler eine vollständige Impfung, eine Genesung oder einen negativen Test nachweisen. Das gilt für Lifte, Restaurants und Unterkünfte gleichermaßen. In Seilbahnen und Warteschlangen gilt für alle ab elf Jahren zudem eine Maskenpflicht.

Vollständig Geimpfte sowie Genesene können frei von Deutschland nach Frankreich einreisen. Andere Reisende ab zwölf Jahren müssen einen tagesaktuellen negativen PCR- oder Antigen-Schnelltest vorweisen.

Bei der Rückreise nach Deutschland ist zu beachten, dass Frankreich aktuell als Hochinzidenzgebiet eingestuft ist.

Atemschutzmaske mit Flagge von Frankreich
Trotz hoher Corona-Zahlen gilt in Frankreich aktuell 3G und Maskenpflicht. Bildrechte: imago images/imagebroker

Tschechien: 2G im Hotel und am Hang

In Tschechien gilt die 2G-Regel sowohl für die Skipiste als auch für die Beherbergung und Restaurants. Lediglich für Zwölf- bis 17-Jährige ist ein PCR-Test ausreichend.

In Warteschlangen, Seilbahnen und Innenräumen gilt eine Masken- und Abstandspflicht.

Auch wer geimpft oder genesen ist, muss für die Einreise nach Tschechien einen negativen PCR-Test nachweisen können. Kinder unter zwölf Jahren und vollständig geimpfte Jugendliche sind davon befreit.

Da Tschechien aktuell als Hochrisikogebiet gilt, müssen Rückreisende in Deutschland für zehn Tage in Quarantäne, wenn sie nicht vollständig geimpft oder genesen sind. Diese kann frühestens nach fünf Tagen durch einen negativen PCR-Test beendet werden.

Quellen: dpa/austria.info/skigebiete-test/adac.de

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 09. November 2021 | 17:15 Uhr

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