Freiwillige Mitarbeiterin der Berliner Stadtmission teilen in Berlin Essen aus.
Bildrechte: dpa

Restaurant für Menschen ohne Wohnung So kann man Bedürftigen auf Augenhöhe helfen

BRISANT | 17.12.2018 | 17:15 Uhr

Es ist ein Ort für heimatlose, mittellose Menschen: In der City-Station der Berliner Stadtmission helfen Menschen mittellosen Menschen auf Augenhöhe - mit warmen Mahlzeiten, Gesprächen und auch sauberer Wäsche.

Freiwillige Mitarbeiterin der Berliner Stadtmission teilen in Berlin Essen aus.
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Es gibt Orte, die sind so wichtig. Und doch bekommen sie selten Raum. Die City-Station, ein Restaurant der Berliner Stadtmission, ist ein solcher ein Ort. Jeder Restaurantbesucher wird mit Handschlag begrüßt. Schon das ist ein Unterschied zu anderen Suppenküchen. Würde und Respekt werden hier großgeschrieben. Auch deshalb kommen die Gäste gerne.

"Möglichst wie in einem Restaurant"

Ulrike Lemke-Merten ist Küchenleiterin. Jeden Tag will sie etwas Leckeres bieten. Eine Kunst, denn das Essen wird - wie vieles - vor allem aus Spenden finanziert. "Wir bemühen uns ja schon, nicht so zu sein wie eine klassische Suppenküche sondern möglichst wie in einem Restaurant", erklärt sie das Anliegen. Die Teller werden schön zurecht gemacht, das Essen mit Liebe ausgegeben. Und: Als Restaurant für wohnungslose Menschen bietet die City-Station preisgünstige Gerichte an.

Sozialpädagogen, Keiderkammer, Dusche, Waschmaschine

Doch nicht nur für gutes Essen ist gesorgt. Die Mitarbeiter, darunter viele Ehrenamtliche, stehen auch für Gespräche zur Verfügung - sei es für allgemeine Lebensfragen, für Informationen oder einfach zum Zuhören. Sozialpädagogen bieten zudem kostenlose und anonyme Beratung und Seelsorge an. Eine Kleiderkammer, eine Dusche, Wäschewaschen: Die City-Station setzt genau dort an, wo Menschen, die kein festes Dach über dem Kopf haben, Hilfe brauchen. Das beindruckt auch Sven-Olaf Knoche, der selbst in der hochpreisigen Immobilienbranche tätig ist und über die Berliner Stadtmission hilft. Der Unterschied ist krass, sagt er. Knoche ist sensibel geworden für das Elend auf der Straße. "Man kann auch immer weggucken", sagt er.

Gerade in der Weihnachtszeit, wenn man einkaufen geht, dann kann man auch immer in die Luft gucken oder mal 50 Cent hinschmeißen. Hier ist es dagegen sehr direkt in allen Bereichen.

Sven-Olaf Knoche | Ehrenamtlicher Helfer

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 17. Dezember 2018 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Dezember 2018, 18:15 Uhr

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