Erster Arztbesuch So kugelig rund und süß ist das Berliner Eisbär-Mädchen

BRISANT | 15.02.2019 | 17:15 Uhr

Erstmals haben sich zwei Tierärzte und eine Pflegerin in den Stall von Eisbärenmutter Tonja und ihrem Nachwuchs gewagt. Es ist ein Mädchen!

Andreas Knieriem, Tierarzt und Leiter des Berliner Tierparks, kniet im Gehege eines jungen weiblichen Eisbären.
Bildrechte: Steffen Freiling/Berliner Tierpark/dpa

Nach Knut und Fritz ist es nun ein Weibchen: Das Eisbärmädchen könnte der neue flauschige Liebling von Zoobesuchern in Berlin werden. Das Geschlecht des Jungtiers haben Tierärzte bei der ersten Untersuchung festgestellt, wie Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem nach einem Besuch im Stall sagte. Rund 8,5 Kilo bringt das Jungtier, das Anfang Dezember das Licht der Welt erblickte, bei einer Größe von gut 60 Zentimetern auf die Waage, so Knieriem.

Es ist ein kräftiges Mädchen. […] Wir haben gesehen, dass alles in Ordnung ist.

Andreas Knieriem | Tierarzt und Leiter des Berliner Tierparks

Andreas Knieriem, Tierarzt und Leiter des Berliner Tierparks, kniet mit einer Action-Kamera in der Hand im Gehege eines jungen weiblichen Eisbären.
Trotz aller Routine in seinem Job sei der Besuch bei der Kleinen für ihn "ein Highlight" gewesen, sagte der Tierarzt. "Wenn man jetzt mal das Herz sprechen lässt, dann muss man sagen, dass diese Eisbärenbabys einfach süß sind." Bildrechte: Steffen Freiling/Berliner Tierpark/dpa

Wahrscheinlich ab März auf der Außenanlage

Bereits Anfang oder Mitte März könnten Eisbärenmutter Tonja (9) und die noch namenlose Kleine auf der Außenanlage im Tierpark Berlin im Stadtteil Friedrichsfelde zu sehen sein, sagte Knieriem - wenn weiter alles gut gehe. Die kugelige Figur des Eisbärchens sei Grund zur Freude. Temporäres Kraftsammeln sei auch in der Natur wichtig, damit der Nachwuchs der Mutter beim Verlassen der Wurfhöhle im Frühling sicher und schnell folgen kann, erklärte Knieriem.

Ein Restrisiko bleibt

Zum Ablauf der Namenssuche für die Kleine hält sich der Tierpark noch bedeckt. Ein Grund dafür dürfte sein, dass es laut Knieriem nach wie vor ein Restrisiko gibt. In den vergangenen Jahren hatten Tonjas Jungtiere nicht überlebt. 2017 war Eisbär Fritz im Alter von vier Monaten überraschend infolge einer Lebererkrankung gestorben. Deren Ursache ist laut Tierpark bis heute völlig unklar.

Die Sterblichkeit bei Eisbärenbabys ist auch in der Natur sehr hoch, da sie sehr unreif zur Welt kommen. Sie sind anfangs nur so groß wie Meerschweinchen, außerdem blind und taub.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 15. September 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Februar 2019, 21:37 Uhr

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