Reisen Spanien und Niederlande jetzt Corona-Hochinzidenzgebiete - was bedeutet das für den Urlaub?

Die Delta-Variante treibt die Inzidenzen einzelner Urlaubsländer in die Höhe. Nachdem die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Spanien und den Niederlanden weiter stark angestiegen ist, hat das RKI beide Länder zu Hochinzidenzgebieten erklärt. Für diejenigen, die dort ihren Urlaub verbringen wollten, ist das nicht ohne Folgen.

Eine FFP2-Maske hängt an der Lehne eines Passagier-Flugzeuges.
Was bedeutet die Einstufung von Spanien und den Niederlanden als Hochinzidenzgebiet für den Urlaub? Bildrechte: imago images/MiS

In Spanien und den Niederlanden steigen die Zahlen der Neuinfektionen mit dem Coronavirus sprunghaft an. Spanien meldet aktuell eine Sieben-Tage-Inzidenz von 385, die Niederlande von 361 (Stand: 23. Juli). Ähnlich sieht es in der Kaukasus-Republik Georgien aus.

Jetzt haben Bundesregierung und Robert-Koch-Institut (RKI) reagiert und die betroffenen Länder und Regionen ab Dienstag, 00:00 Uhr als Hochinzidenzgebiete eingestuft. Bislang galten sie als einfache Risikogebiete. In Spanien betrifft das auch die Balearen, inklusive der beliebten Ferieninsel Mallorca, und die Kanaren. Vor allem für nicht geimpfte Urlauber ist das nicht unproblematisch.

Vor allem Familien mit Kindern betroffen: Quarantäne bei Rückkehr nach Deutschland

Mit der Einstufung als Hochinzidenzgebiete sind für deutsche Touristen verschärfte Einreise- und Quarantäne-Regeln bei ihrer Rückkehr nach Deutschland verbunden.

Wer aus einem Hochinzidenzgebiet zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne. Diese kann erst nach fünf Tagen durch einen negativen PCR-Test verkürzt werden.

Problematisch kann das vor allem für Familien mit Kindern werden. Für Kinder unter zwölf Jahren gibt es bislang keinen Impfstoff gegen das Coronavirus. Kinder ab zwölf Jahren können zwar mit den Vakzinen von Biontech und Moderna geimpft werden, die Ständige Impfkommission StiKo empfiehlt das bislang allerdings nicht.

Weitere neue Risikogebiete ab Sonntag: Dänemark, Teile Frankreichs, Irland, Malta und Monaco

Auch Frankreich, Dänemark, Irland, Malta und Monaco haben mit steigenden Infektionszahlen zu kämpfen. In der vergangenen Woche waren es lediglich die Färöer und die Region Hovedstaden, die in Dänemark als Risikogebiet eingestuft waren. Jetzt ist es ab Sonntag (außer Grönland) das ganze Land.

In Frankreich sind die Regionen Provence-Alpes-Côte d'Azur, Okzitanien und Korsika sowie das Überseegebiet Martinique dazu gekommen. Außerdem betrifft die Einstufung ganz Irland sowie Malta und Monaco.

Risikogebiete für Urlauber weniger problematisch

Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland zurückkehrt, muss zunächst die digitale Einreiseanmeldung vornehmen. Eine Quarantäne kann man umgehen, wenn man vollständig geimpft bzw. genesen ist oder ein negatives Testergebnis nachweisen kann.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 23. Juli 2021 | 17:15 Uhr

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