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Das Bundesfinazministerium will weitere Entlastungen für Bürger und Unternehmen auf den Weg bringen. (Archiv) Bildrechte: dpa

Neuer GesetzentwurfCorona-Hilfen: So sparen sie bei der Steuererklärung bares Geld

Stand: 03. Februar 2022, 15:43 Uhr

Um Bürger und Unternehmen in der Corona-Krise zu entlasten, will das Bundesfinanzministerium mehrere Steuererleichterungen verlängern und neue auf den Weg. Der Gesetzentwurf sieht unter anderem die Verlängerung der Homeoffice-Pauschale für Arbeitnehmer und erweiterte Möglichkeiten der Verlustverrechnung für Unternehmen vor.

Steuerfreie Corona-Prämien

Dem Entwurf zufolge sollen in diesem Jahr für bestimmte Berufsgruppen, wie etwa Beschäftigte in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, vom Arbeitgeber gewährte Corona-Prämien bis zu einem Wert von 3.000 Euro steuerfrei gestellt werden können. Steuerliche Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld dürften um drei Monate bis Ende März 2022 verlängert werden. Auch die Homeoffice-Pauschale soll bis Ende 2022 verlängert werden.

Darüber können pro Tag, der zu Hause gearbeitet wurde, fünf Euro von der Einkommenssteuer abgesetzt werden - insgesamt aber maximal 600 Euro. Außerdem soll die Frist zur Abgabe der Steuererklärung um weitere zwei Monate vom 1. August auf den 30. September verlängert werden, berichtet die "Welt". verlängert werden. Wer einen Steuerberater beauftrage, könne sich vier Monate mehr Zeit lassen.

Entlastungen für Unternehmen

Die geplanten Entlastungen für Unternehmen sehen unter anderem vor, Wirtschaftsgüter schneller abschreiben zu können, um die Steuerlast zu senken. Derselbe Effekt soll durch die Möglichkeit einer höheren Anrechnung von Verlusten auf frühere Gewinne erzielt werden. Diese Regelung soll bis Ende 2023 gelten.

Der Großteil der Maßnahmen ist Teil des Koalitionsvertrages von SPD, Grünen und FDP. Für den Zeitraum 2022 bis 2026 kalkulieren die Experten des Finanzministeriums mit insgesamt knapp elf Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen für Bund, Länder und Kommunen. Die Zustimmung von Kabinett, Bundestag und Bundesrat steht noch aus.

(BRISANT/ten/dpa/reuters)

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Dieses Thema im Programm:Das Erste | BRISANT | 03. Februar 2022 | 17:15 Uhr