Drama in Mecklenburg-Vorpommern Stiefvater von toter Sechsjähriger flieht aus Polizeirevier – Fahndung!

BRISANT | 16.01.2019 | 17:15 Uhr

Ein Mann zündet eine Kerze inmitten von Blümen und Plüschtieren an.
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Nach dem gewaltsamen Tod eines kleinen Mädchens in Mecklenburg-Vorpommern ist der tatverdächtige Stiefvater bei seiner Vernehmung aus dem Polizeirevier geflohen. Die Polizei sucht weiter nach dem 27-Jährigen. Er sei am Montagabend geflüchtet, als er festgenommen werden sollte.

"Konkrete Hinweise auf Gewalteinwirkungen"

Den Angaben zufolge hatten Rechtsmediziner bei der Obduktion der Sechsjährigen herausgefunden, dass es "konkrete Hinweise auf Gewalteinwirkungen gegen das Kind gibt", hieß es von der Staatsanwaltschaft. Sie passten nicht zur Version vom Treppensturz, die der Stiefvater erzählt habe. Auf dem Polizeirevier Pasewalk sollte der 27-Jährige daher am Montagabend vorläufig festgenommen werden, floh aber aus dem Revier.

Lebensgefährte der Mutter rief die Polizei

Die Leiche der sechsjährigen Leonie war am Samstag in der Wohnung der fünfköpfigen Familie in Torgelow bei Greifswald gefunden worden. Der Lebensgefährte der Mutter hatte den Notarzt am Wochenende selbst in die gemeinsame Wohnung gerufen. Die Rettungskräfte hatten die Polizei eingeschaltet, da bei dem Mädchen sichtbare Verletzungen vorlagen.

Haftbefehl beantragt

Dem Stiefvater des Kindes wird Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag in Neubrandenburg mitteilten. Ein Haftbefehl für den Geflüchteten wurde beim Amtsgericht bereits beantragt.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 16. Januar 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Januar 2019, 12:39 Uhr

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